Kurzbeschreibung
"Superstar Francesca spielt die Hauptrolle in ihrem neuen Film, in dem sich alles nur um Film dreht. Filmjournalist Carl wird aus seinem Job gefeuert und erfährt, dass seine überkandidelte Frau, eine Hollywood-Managerin, sich von ihm trennen will. Ihre Schwester, die Masseuse Linda, sucht derweil nach dem richtigen Mann fürs Leben. Und schließlich ist da noch der Produzent Gus, der eher auf ausgefallenen Sex steht. In einem regelrechten Fegefeuer der Eitelkeiten treffen all diese Figuren bei einer Geburtstagsparty aufeinander. Und dann geht's drunter und drüber..."
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild liegt in den 35mm-Szenen in solider Qualität vor, der Ton ist recht stimmungsfrei und banal. Im als Extra vorliegenden Interview mit Regisseur Soderberg paliert dieser über sein Gesamtwerk und den Reiz, den es ausmacht, nach einem Multimillionen-Dollar-Projekt einen 2 Mio.-Film zu drehen. "Voll Frontal", kann seine Verwandschaft zu Soderbergs frühem Film "Sex, Lügen und Video" nicht ganz verleugnen, wenn auch inhaltlich keine Parelleln vorliegen. Die Stilismen sind halt irgendwie bekannt. Der Film plätschert gefällig dahin, hat keinen rechten Spannungsbogen und liefert hübsche Statements über die Kunst, das Leben oder rassistische Resentiments. Nett.
Bild: Die stilistischen Schmankerl des Filmes bestehen aus dem teilweisen Einsatz grobkörnigen Videomaterials. Die 35mm-Sequenzen sind stabil, farbecht, von solider Schärfe und sehr kontrastreich. Aber auch die Video-Szenen sind artefaktfrei. Schwenks in den Film-Sequenzen unterliegen einem leichten Schärfeverlust, Totalen sind recht tiefenscharf (00.34.50).
Ton: Für das Sounddesign wurde nicht viel Geld ausgegeben das hört man. Die Stimmen sind in beiden Fassungen etwas zu bassig angelegt. Ja, Effekte sind eigentlich nicht zu vermelden und die Ambienz ist einfach, sagen wir, sparsam: Wenn eine Szene am Flughafen spielt, bekommt man kulissentechnisch davon nicht so viel mit (00.34.30). Auch in Flugzeugen bleibt der Klang frontal und wenig vital. Geht nicht sonderlich ab... --movieman.de
VideoMarkt
Albtraumfabrik Hollywood: Superstar Francesca muss sich in ihrem neuen Film, in dem sich alles nur um Film dreht, neben einem Jungstar behaupten; der neurotische Filmjournalist Carl wird gefeuert; seine Frau, eine hysterische Hollywood-Managerin, hat eine Affäre und will sich scheiden lassen; deren Schwester, eine Masseuse, sucht den richtigen Mann; ein diktatorischer Schauspieler verkörpert Hitler in dem Theaterstück "The Sound and the Führer"; und ein Produzent will seine ausgefallenen sexuellen Bedürfnisse befriedigen.
Video.de
Nach Box-Office-Hits wie "Traffic" oder "Ocean's Eleven" überrascht Steven Soderbergh nun mit einer Zwei-Millionen-Dollar-Independent-Produktion. Mit Megastar Julia Roberts als Zugpferd und einer Digitalkamera bewaffnet realisierte Hollywoods derzeit intellektuellster Filmemacher einen "Film über Filme für Leute, die Filme lieben". In Erzählstil und visueller Umsetzung an sein Debüt "Sex, Lügen und Video" erinnernd, dürfte "Full Frontal" den aufgeklärten Zuschauer faszinieren.
Blickpunkt:
Der am meisten schuftende Regisseur des Showbiz: Binnen nicht einmal 24 Monaten brachte Steven Soderbergh mit 'Erin Brockovich', 'Traffic' und zuletzt 'Ocean's 11' gleich drei grundsätzlich verschiedene Boxoffice-Schwergewichte an den Start. Seinem Bedarf nach Entspannung (der zweideutige Originalslogan für 'Full Frontal' lautet: 'Everybody needs a release.') kam der Erfolgsregisseur jetzt mit dem Sequel zu seinem Debüt 'Sex, Lügen und Video' aus dem Jahr 1989 nach. Mit einem Minibudget von zwei Mio. Dollar und Megastar Julia Roberts als Zugpferd vor der Digitalkamera realisierte er laut Eigenzitat einen 'Film über Filme für Leute, die Filme lieben'. Das Mainstreampublikum klammert der Regisseur bereitwillig aus: Die große Masse wird sein etwas manieriertes Experiment vermutlich als unzugänglich und prätentiös empfinden. [BR][BR]Soderbergh selbst liebt die Filme der Nouvelle-Vague-Vertreter Jean-Luc Godard und Francois Truffaut, deren Erzählstil und visueller Umsetzung er sich hier verbunden zeigt. So beginnt der intellektuellste unter Hollywoods Erfolgsregisseuren seine Versuchsanordnung mit dem Film-im-Film 'Rendezvous', in dem Julia Roberts eine Journalistin spielt, die einen schwarzen Filmstar (Blair Underwood darf sich einen rapartigen Diskurs über Rassendiskriminierung im Filmbusiness von der Seele reden) für ein Magazinporträt begleitet. Einzig diese sich durch den gesamten Film ziehenden Filmszenen wurden im regulären 35mm-Format aufgenommen. Der Rest dieses vielschichtigen Hollywood-Essays über Leben und Filmen in L.A. nahm Soderbergh mit einer Digitalkamera auf. Das Gros der Bilder fällt somit bewusst hässlich aus: grobkörnig, unterbelichtet, verwackelt und unscharf. Der starke Kontrast fungiert als Fingerzeig für die Trennung zwischen filmischer Illusion und scheinbarer Realität. Neben Roberts und Underwood, die Doppelrollen innehaben als 'Rendezvous'-Figuren sowie als Schauspieler dieser Rollen, umfasst das Ensemble David Pierce Hyde als neurotischer Journalist Carl, der seinen Job verliert; Catherine Keener als seine am Rande der Hysterie existierende (Karriere-)Frau Lee, die eine Affäre hat und sich scheiden lassen will; Mary McCormack als ihre als Masseuse tätige Schwester Linda auf der Suche nach dem richtigen Mann; Nicky Katt als diktatorischer Schauspieler, der in dem Theaterstück 'The Sound and the Führer' Hitler verkörpert und David Duchovny als Produzent mit ausgefallenen sexuellen Bedürfnissen. Am emotional interessantesten sind die Probleme zwischen dem Ehepaar, die vor der Hollywoodkulisse der exzessiven Eitelkeiten als voyeuristischer Seelenstriptease ausgerollt werden. Das Drehbuch von Schriftsteller/Poet Coleman Hough webt ein interessantes Beziehungsnetz, das die Figuren bei der Geburtstagsparty von Produzent Gus schließlich zusammenbringt. Die Story um Zugpferd Roberts, die bereits in Robert Altmans Hollywood-Satire 'The Player' auftrat, reflektiert in einem 'Art imitates Life'-Moment ihr Privatleben, ohne dass dies eine besonders große Wirkung zeitigen würde. Als sie selbst treten Brad Pitt und David Fincher auf, während Terrence Stamp zweimal kurz als seine Filmfigur aus 'The Limey' ins Bild kommt. ara.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Steven Soderberghs vielschichtiger und starbesetzter Hollywood-Essay über Leben und Filmen in L.A.
Kurzbeschreibung
Superstar Francesca spielt die Hauptrolle in ihrem neuen Film, in dem sich alles nur um Film dreht. Filmjournalist Carl wird aus seinem Job gefeuert und erfährt, dass seine überkandidelte Frau, eine Hollywood-Managerin, sich von ihm trennen will. Ihre Schwester, die Masseuse Linda, sucht derweil nach dem richtigen Mann fürs Leben. Und schließlich ist da noch der Produzent Gus, der eher auf ausgefallenen Sex steht. In einem regelrechten Fegefeuer der Eitelkeiten treffen all diese Figuren bei einer Geburtstagsparty aufeinander. Und dann geht's drunter und drüber...
Produktbeschreibungen
Irrenhaus Hollywood Superstar Francesca spielt mit einem Jungstar in ihrem neuen Film, in dem sich alles nur um Film dreht. Filmjournalist Carl wird aus seinem Job gefeuert und muss die bittere Pille schlucken, dass seine überkandidelte Frau, eine Hollywood Managerin, sich von ihm trennen will. Ihre Schwester, die Masseuse Linda, sucht derweil nach dem richtigen Mann fürs Leben. Und schließlich ist da noch der Produzent Gus, der eher auf ausgefallenen Sex steht. In einem regelrechten Fegefeuer der Eitelkeiten treffen all diese Figuren bei einer Geburtstagsparty aufeinander. Und dann geht's drunter und drüber ...