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Volksgemeinschaft als Selbstermächtigung. Gewalt gegen Juden in der deutschen Provinz 1919 bis 1939
 
 
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Volksgemeinschaft als Selbstermächtigung. Gewalt gegen Juden in der deutschen Provinz 1919 bis 1939 [Gebundene Ausgabe]

Michael Wildt
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Gewinner des Preises Geisteswissenschaften International; zur Förderung der Übersetzung von deutschsprachigen Werken aus den Geistes- und Sozialwissenschaften ins Englische
Ausgezeichnet mit dem Publikumspreis als bestes Buch 2008 im Buchwettbewerb von H-Soz-u-Kult
SZ-Bestenliste, Sachbuch des Monats August 2007 (Auszeichnungen)

»Michael Wildt beschreibt detailliert und kenntnisreich, wie sich die Gewalt von unten und die Gesetzesinitiativen von oben wechselseitig beeinflussten und radikalisierten.« (Volker Ullrich, Die Zeit)

»Michael Wildts Buch beschreibt nicht einfach die Gewalt gegen Juden in der deutschen Provinz 1919 bis 1939, sondern setzt diese in Bezug zur Volksgemeinschaft, die nicht von den Nationalsozialisten erfunden wurde. […] Es ist nicht nur ein gut geschriebenes gründlich recherchiertes Buch, sondern auch ein Beitrag zu einer Debatte, die immer wieder wegen der Schutzbehauptung: 'davon hatten wir doch keine Ahnung' aufflammt.« (Karl Pfeifer, Die Jüdische)

DIE ZEIT, Volker Ullrich, 22.03.2007

»Michael Wildt beschreibt detailliert und kenntnisreich, wie sich die Gewalt von unten und die Gesetzesinitiativen von oben wechselseitig beeinflussten und radikalisierten.«

Kurzbeschreibung

Die »Volksgemeinschaft« hatte seit dem Ersten Weltkrieg in Deutschland in nahezu allen Parteien politische Konjunktur. Aber während der Begriff bei den Sozialdemokraten beispielsweise ein Synonym für die inkludierende Einheit aller Schaffenden darstellte, war die »Volksgemeinschaft« bei der Rechten, insbesondere bei den Nationalsozialisten, vor allem durch Exklusion bestimmt.

Klappentext

Die »Volksgemeinschaft« hatte seit dem Ersten Weltkrieg in Deutschland in nahezu allen Parteien politische Konjunktur. Aber während der Begriff bei den Sozialdemokraten beispielsweise ein Synonym für die inkludierende Einheit aller Schaffenden darstellte, war die »Volksgemeinschaft« bei der Rechten, insbesondere bei den Nationalsozialisten, vor allem durch Exklusion bestimmt.

Nicht so sehr die Frage, wer zur »Volksgemeinschaft« gehörte, beschäftigte sie, als vielmehr, wer nicht zu ihr gehören durfte, allen voran die Juden. Deshalb besaß der Antisemitismus für die praktische Volksgemeinschaftspolitik des NS-Regimes einen zentralen Stellenwert. Die bürgerliche Zivilgesellschaft in eine rassistische Volksgemeinschaft zu verwandeln, konnte nicht per »Führererlass« oder Gesetz erfolgen. Michael Wildt beschreibt diese Transformation als einen politischen Prozess und untersucht die Ereignisse nicht nur innerhalb der großen Städte, sondern gerade in der Provinz, in den Dörfern und kleinen Gemeinden. »Volksgemeinschaft« existiert nicht, sie wird hergestellt.

Über den Autor

Michael Wildt, Prof. Dr. phil., Historiker, Inhaber des Lehrstuhls für Deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts mit Schwerpunkt Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin; bis September 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich »Theorie und Geschichte der Gewalt« des Hamburger Instituts für Sozialforschung; assoziertes Mitglied des Hamburger Instituts für Sozialforschung.
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