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Mit einer Reihe von je für sich und in der Gesamtschau gleichermaßen interessanten Einzelstudien geben Aly und seine Mitautoren tiefe Einblicke in die Befindlichkeit des deutschen Volkes zu bestimmten Phasen des Dritten Reichs: Da wäre zunächst die von Oliver Lorenz untersuchte "Adolf-Kurve", an der sich entlang der Häufigkeit, mit der Eltern ihre Söhne auf den Namen des Führers tauften, die an- und abschwellende Hoffnung, die man mit dem Nazi-Regime verband, recht gut ablesen lässt. Und dies erst recht, wenn man in die Untersuchung auch Namen wie Horst (nach dem "Liebling der Bewegung" Horst Wessel) oder Herman (nach dem sich volksnah gerierenden Hermann Göring) in die Betrachtung einbezieht. Tatsächlich steigt und fällt die Beliebtheit aller drei Namen während des zwölf Jahre währenden tausendjährigen Reichs in bemerkenswertem Gleichklang. Ähnliches gilt für das Aufkommen nordischer Namen, die gegen Ende des Krieges rasch wieder in dem Maße an Bedeutung verloren, wie man sich als Ausdruck der Ent-Täuschung wieder auf christliche Namen besann.
Ebenso wie Namensmoden Auskunft über die ideologische Nähe zum Nationalsozialismus geben können, geben die Sparquote und vor allem die bevorzugten Sparformen Hinweise auf das allgemeine Zukunftsvertrauen, wie Philipp Kratz in seinem Beitrag anschaulich macht. Auch die übrigen Untersuchungen liefern erhellende Einsichten in den Entwicklungsverlauf der allgemeinen Stimmung während der zwölfjährigen Nazi-Diktatur. -- Andreas Vierecke
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