Kurzbeschreibung
Die als Reaktion auf diese und andere geistige Kollateralschäden der Anschläge von New York und Washington entstandenen Texte habe ich nach und nach in das laufende Programm eingebaut. So entstand mit der Zeit ein Textblock von weit über 30 Minuten zum Thema Terrorismus und Amerika, den ich auch in mein Jubiläumsprogramm "... bis neulich" aufgenommen habe und dort ständig aktualisiere. Viele haben den Wunsch geäußert, diese Texte nachlesen zu können, und deshalb haben wir uns entschlossen, die Jubiläumsausgabe de r "Volkerkunde" um diese Texte zu erweitern. Dadurch enthält diese Ausgabe der "Volkerkunde" fast alle Texte, die im Jubiläumsprogramm "... bis neulich" auf der Bühne zu hören sind.
Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Ausgabe stehen die amerikanischen Truppen kurz vor der Einnahme Bagdads. Viele Menschen glauben, Daß mit der gewaltsamen Beseitigung Saddam Husseins das Leben in der westlichen Welt sicherer wird. Ein Großteil dieser Menschen glaubt wohl auch an den Weihnachtsmann.
Über den Autor
Auszug
Meine Damen und Herren, im Rahmen unserer Sendereihe "Der Kultur auf der Spur" melden wir uns heute aus Münster. Genauer gesagt aus dem Foyer des Landesmuseums, das uns einen herrlichen Blick auf den von Überresten des Wochenmarktes stark verunstalteten Domplatz bietet. Ja, unsere Stammhörer ahnen es schon. Die Stadt Münster hat diesmal als besondere Zielgruppe die Mitarbeiter der städtischen Müllabfuhr eingeladen. Noch ist der prominente Autor nicht zu entdecken, und so bleibt mir Gelegenheit denjenigen unter Ihnen, die sich heute zum erstenmal bei uns eingeschaltet haben, ein paar Informationen über diese Veranstaltung zu geben. Bereits seit geraumer Zeit verfolgt "Der Kultur auf der Spur" dieses interessante Projekt des Münsteraner Kulturamtes. Kulturamtsleiter Klaus Frech-Billig verliest gerade ein Grußwort des Schirmherrn der Veranstaltung, des Oberstadtdirektors Blechtrup, der heute leider wegen der Einladung zu einem Schützenfest verhindert ist.
Wie in allen vorangegangenen Sendungen wird auch heute wieder ein prominenter Autor acht Stunden lang Zeit zum Schreiben eines neuen Werkes haben. Ich darf Ihnen verraten, daß es sich um niemand anderen als den berühmten deutschen Literatur-Nobelpreisträger Heinrich Brass handelt. Brass hat angekündigt, heute hier vor den etwa 350 anwesenden Müllfacharbeitern die Arbeit an seinem neuen Roman aufzunehmen. Dem Vernehmen nach trägt er den Titel: "Weggeworfen-aufgefangen", und der Held soll ein junger dynamischer deutscher Recyclingunternehmer sein. Ein durchaus angemessenes Thema also für dieses Expertenpublikum. Trotzdem muß aufgrund von zwei Zwischenfällen befürchtet werden, daß Veranstaltungsort und Zielgruppe nicht glücklich gewählt wurden. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.