Ich habe das neue Werk der Isländer schon sehnlichst erwartet, wobei ich mir nicht so ganz sicher war was dann schlussendlich qualitativ rüberkommt.
Nun gut, auf dem Cover war schon eine Überraschung abzulesen: Dieses Mal haben die 3 Deutschen, die bei Konzerten schon mit von der Partie waren auch im Studio mitgemischt, teilweise auch komponiert. Die erste Hörprobe ergibt einen echten Hochgenuss wie ich ihn mir nicht besser vorstellen konnte. Bester Jazzfunk, wieder gepusht vom kongenialen Groove der Rhythmusfraktion Briem-Asmundsson mit sehr kreativen Einflüssen des Teutonen-Trios Kraus-Studnitzky-Müller. Je häufiger ich das Ding höre umso verliebter bin ich in dieses Meisterwerk.
Anspieltipps? Ganz schwer, aber man macht im Grunde nichts falsch wenn man die CD in einem Stück durchhört. Meine persönlichen Favoriten sind trotzdem die Titel 1,2,3 und 9.
Bewertung? Gar keine Frage, volle 5 Sterne und eine ganz dicke Kaufempfehlung obendrauf. Meine CD-Sammlung ist prall gefüllt mit Sternstunden von Jazzfunk und Jazzrock. Daher erlaube ich mir die Anmerkung: Wer nur ein bißchen was für Fusion übrig hat muß die CD haben.
Und noch eine Anmerkung: Ein spezielles Dankeschön an Joo Kraus für seine prägenden Einflüsse. Darauf kann er wirklich stolz sein, jedenfalls haben die neuesten Ergüsse seines Alt-Spezis Brönner nicht annähernd eine vergleichbare Qualität.