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Vogelweide: Roman Kindle Edition

3.9 von 5 Sternen 57 Kundenrezensionen

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Kindle Edition
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EUR 9,99

Länge: 336 Seiten Verbesserter Schriftsatz: Aktiviert
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Ein präzises, vielschichtiges und kluges Hörbuch über die geheimnisvollen Regeln des Lebens und die Kunst des Abschieds.“ (Mittelbayerische Zeitung)

Kurzbeschreibung

Der große Roman über die Macht des Begehrens
Der neue, wunderbar choreographierte und vielschichtige Roman Uwe Timms erzählt mit hoher Intensität und zugleich fast meditativer Ruhe, präzise, schön, komisch und klug von der Macht des Begehrens, von den geheimnisvollen Spielregeln des Lebens und von der Kunst des Abschieds.Ein Mann hat alles verloren, seine Freundin, seine Geliebte, seinen Beruf, seine Wohnung, er hat einen Bankrott hinter sich und ist hoch verschuldet. Nun lebt er für eine Weile ganz allein auf einer Insel in der Elbmündung, versieht den Dienst als Vogelwart. Ein geradezu eremitisches Dasein, das durch einen Anruf durcheinandergewirbelt wird. Anna kündigt ihren Besuch an – eben jene Anna, die vor sechs Jahren vor ihm nach New York geflohen ist und zuvor sein Leben komplett aus den Angeln gehoben hat. Und während Eschenbach sich auf das Wiedersehen mit ihr vorbereitet, seinen Alltagsritualen folgt, Vögel zählt und Strandgut sammelt, besuchen ihn die Geister der Vergangenheit und es entfaltet sich die Geschichte von Eschenbach, Selma, Anna und Ewald. Es ist die Geschichte von zwei Paaren, die glücklich miteinander waren und es nicht bleiben konnten, als Eschenbachs große, verbotene, richtige und falsche Leidenschaft für Anna entbrannte. Uwe Timm lässt ein konturscharfes Bild unserer Gegenwart entstehen, in der die Partnerwahl einerseits von Optimierungsstrategien, andererseits von entfesselter Irrationalität geleitet wird – und immer auf dem Prüfstand steht. Ein Roman, der den Leser packt und wieder loslässt, auf dass er seinen eigenen Gefühlen und Wertvorstellungen nachspüren kann.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1029 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: eBook by Kiepenheuer&Witsch; Auflage: 1 (15. August 2013)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00CW44G5C
  • X-Ray:
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Verbesserter Schriftsatz: Aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen 57 Kundenrezensionen
  • Amazon Bestseller-Rang: #25.435 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Mehr über den Autor

Uwe Timm gehört zu den erfolgreichsten deutschen Autoren der Gegenwart. Er wurde 1940 in Hamburg geboren. Nach einer Kürschnerlehre und einem Philosophiestudium in München und Paris veröffentlichte Timm 1971 seine ersten Gedichte. 1974 erschien sein Romandebüt "Heißer Sommer". Mit "Rennschwein Rudi Rüssel" machte er sich auch als Kinderbuchautor einen Namen. Geprägt von der 68er-Bewegung, nahm er sich als Autor auch immer wieder der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit an. Timm ist vierfacher Vater und lebt heute in München und Berlin.

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Kundenrezensionen

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Format: Audio CD
Es ist die kulturell prägende Schicht des Landes mit der Uwe Timm seinen Roman "Vogelweide" bevölkert: Man kennt die angesagten Galerien, die wirklich guten Weinhandlungen, spricht mindestens zwei Sprachen und hat ein reines ökologisches Gewissen. Die Alltagsreize sind wohltemperiert, die Gesellschaft ist scheinbar in guten Händen, wozu sollte man sich aufregen? Das haben doch die Eltern damals gemacht. Die pflegen die Erinnerungen, die Generation Golf pflegt alte Mahagoni-Boote oder einen Saab aus dem Jahr 1966, behutsam, mit der Lust am Bewahren. Das Zweitschlimmste, was diesen Leuten geschehen kann ist die Insolvenz. Das Schlimmste aber ist das Begehren, auch noch des Nächsten Weib, das kann nicht gut gehen.

Wenn schon eine Weltenflucht, dann auf eine Insel in der Elbmündung. Und wenn schon Flucht vor dem Bankrott, dann nicht in das Hartz-Vier-Gefängnis für die Vielen, sondern in den Dienst als Vogelwart. Dahin hat es Eschenbach dekorativ verschlagen, dort, in der Inseleinsamkeit fällt die Stadt von ihm ab, die Abendröte seiner Geschichte senkt sich auf ihn, und er lauscht dem Knacken und Knistern der Kloben im Ofen. Doch plötzlich ist die Welt wieder da: Anna wird ihn besuchen. Anna, mit der ihn eine verrückte Liebe verband, für die er seine Geliebte verließ und Anna ihren Mann.

Das besinnungslose Begehren, das Sichverzehren nach dem anderen Leib, der unbedingte Liebeswahnsinn, woher mag das alles kommen? Vielleicht aus den Tiefen der Gene, der Gier nach dem Besitz am anderen Menschen, dem unaufhaltsamen Wunsch sich zu versenken, zu verschenken.
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Format: Gebundene Ausgabe
Vorausgeschickt: Der Rezensent ist ein großer Liebhaber des Timmschen Werkes.
Aber nun die dürre "Vogelweide": Mühsamste Lektüre seit langem, ein Lesesog will und kann sich wohl nicht einstellen. Warum?

Das Thema? Liebe über Kreuz - mit Goethes "Wahlverwandschaften" prinzipiell schon erledigt. Meinetwegen: Aktualisierender Transfer in unsere Gegenwart, aber Timms fest ans Klischee geklebte Lifestyle-Typen (Charaktere kann man sie kaum nennen) könnten allenfalls als ironisierte Modelle interessieren. Doch von Ironie, Distanz, Kritik ist dieser trotz zahlreicher Weinliebhabereien bouquetlose Roman weit entfernt.Und was sonst bei Timm immer so schön aufgeht, die Reihung anekdotenhafter Einzelgeschichtchen (z.B. in "Kopfjäger"), funktioniert hier leider überhaupt nicht, weil sie aufgesetzt wirkt und den ohnehin mühsam über die beiden Erzählstränge aufrechterhaltenen Erzählfluss nur unergiebig unterbrechen.

Der Stil? Zwischen dem Timmschen Parlando (am Gaumen eher leicht, aber im Abgang unvermutet schillernd) und nervtötenden, schon ins Walserhafte driftenden uind ziemlich angestrengt wirkenden aphoristischen Reflexionen changierend, jedenfalls solange es um das ach so schick-saturierte Liebschaftsquartett geht (von der grundguten, aber allzu duldsamen Selma mal abgesehen). Konträr dazu, immerhin, die zugleich wirklichkeitsgetränkten und poetischen Schilderungen der Vogelweiden-Existenz des Protagonisten Eschenbach, dem leider die ex- und noch immer geliebte Schnepfe Anna noch bis in die Deichhütte auf der Vogelweide folgt.
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Format: Gebundene Ausgabe
Beginnen wir mit freien Assoziationen zum Buchtitel:
Vogel. Eschenbach ist ein einsamer Vogel, ein seltsamer Vogel, beobachtet Vögel, denkt viel übers Vögeln nach.
Weide. Biegsamer Baum oder Strauch, 3 cm bis 30 m groß, chinesisches Symbol für Frühling, sexuelles Verlangen, Freudenmädchen.
Vogelweide. Walther von der Vogelweide, berühmter mittelalterlicher Minnesänger, der zahlreiche Gedichte und Lieder über die Liebe zwischen Mann und Frau verfasst hat.

Worum geht es?
Der 50jährige "Optimierer" Eschenbach, der über 335 Seiten keinen Vornamen erhält, hat ein paar Jahre lang eine lockere, unkomplizierte Beziehung zu der polnischen Silberschmiedin Selma gehabt und sich dann in Ewalds Frau Anna verguckt, die so wunderschöne Haare hat. Das Begehren, die Leidenschaft zwischen beiden währt nur kurze Zeit, ist aber so heftig, dass sich vier Lebensläufe radikal verändern. Anna trennt sich sowohl von ihrem Mann Ewald als auch von Eschenbach und geht in die USA. Selma trennt sich von Eschenbach, ist kurze Zeit mit Ewald zusammen und dann mit einem anderen. Ewald verliert seine Frau und seine beiden Kinder, bleibt einsam und unglücklich in seinem alten Leben stecken. Eschenbach verliert seine Geliebte, seine langjährige Freundin, seine Firma und zieht sich als Vogelkundler auf eine einsame kleine Insel im Watt der Elbmündung zurück. Als Leser haben wir an seinen Erinnerungen, gelegentlichen Visionen und an seiner Arbeit Anteil. Die Erinnerungen gelten vor allem Selma und Anna und wie alles gekommen ist. In Visionen begegnen ihm Männer und Frauen aus seiner Vergangenheit und unterhalten sich mit ihm.
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