Alba Gu Brath, liebe Schottlandfreunde!
Mit recht zwiespältigen Gefühlen, und vom Design des Buches angezogen, machte ich mich über den ersten Teild der o.g. Zeitreisensaga.
Mein erster Eindruck war: "Naja, eine Abkupferung von Feuer und Stein. Find ich billig und haut mich nicht gerade um...!"
Ich wurde jedoch mit jeder Seite eines Besseren belehrt.
Julianne Lee besticht mit guter Recherche und sehr kurzweiliger Fantasie!
Im Gegensatz zu Diana Gabaldon, deren Erzählqualität ab dem vierten Band drastisch abnahm, versteht Lee den Leser auch noch im letzten Band an die Erlebnisse des Helden Dylan Matheson zu fesseln.
Auch steht Lee i.S. Dramatik (Clangesetze), Wortwitz (Sprachunterschiede zwischen Gegenwart und Vergangenheit), Liebesszenen (richtig dosiert, nicht kitschig und überzogen) und Mystik (Feenkult, Geschichten und Sagen) der "Feuer und Stein"-Reihe in nichts nach.
Ganz im Gegenteil; die Handlung ist durchdacht, die Personen realistisch in Szene gesetzt, und überhaupt ist die Saga der Realität des schottischen 17. Jahrhunderts (Glennfinnan, Culloden, Highland-Clearences, Sheriffsmuir...) sehr nahe.
Das Eintauchen und Miterleben in dieser recht turbulenten und mitreißenden Geschichte ist in jedem Fall garantiert. Man freut sich und leidet mit dem Clan Matheson auf jeder gelesenen Seite.
Ich vermeide in meiner Beurteilung absichtlich inhaltliche Beschreibungen, da ich Euch nichts von der Euch sicher berauschenden Spannung der Bücher vorwegnehmen will.
Mein Resümee:
Für alle Schottlandfans ist die Saga ein Muss!!! Ich habe es nicht bereut und beginne bereits meinen zweiten Lesedurchgang :-)
Ein sehr gelungenes Gegenstück für alle Gabaldon-Fans!!!