Jedes Thema verdiente einen eigenen Roman: Magersucht, Schamanismus, Archäologie ... Doch Ulrike Blatter gelingt es in "Vogelfrau", diese Themen schlüssig, und vor allem spannend zusammenzuführen.
Mit ihrem Kommissar Bloch hat Blatter einen Protagonisten geschaffen, der zwar ein wenig träge, ein wenig unentschlossen, ein wenig melancholisch ist - doch alles im rechten Maß. Gerade dadurch wirkt diese Figur sympathisch menschlich. Aber nicht nur die Hauptfigur, auch die Nebenfiguren sind Ulrike Blatter sehr eindringlich geraten, in Erinnerung sind mir noch der Schamane und seine Frau. Beide sind in ihrem Fanatismus sehr glaubwürdig geschildert.
Und als Archäologin gefiel mir natürlich der Schauplatz des Konstanzer Archäologischen Museums außerordentlich gut.
Fazit: ein wirklich spannendes, facettenreiches Debut!