"Es hat die Wirkung eines in Zitronenscheiben gewickelten Goldbarrens, mit dem dir das Hirn rausgedroschen wird" - diese denkwürdigen Worte aus "Per Anhalter durch die Galaxis" könnten auch aus dem Beipackzettel zum zweiten Dark Funeral-Album stammen ---
Eigentlich hätten Emperor Magus Caligula und seine maskierte Sturmtruppe nach der Veröffentlichung dieses praktisch völlig konkurrenzlosen musikalischen Tobsuchtsanfalles in Rente gehen sollen, denn was kann auf solch eine PLANIERRAUPE - solch eine ABRISSBIRNE - solch eine TSUNAMI-WELLE von Album schon noch folgen als ein Absinken des hier auf das absolute M a x i m u m hochgepumpten Testosteronspiegels?! "Vobiscum Satanas" ist im Grunde eins von den Werken, die nichts als völlig verbrannte Asche zurücklassen; das Ganze klingt wie ein auf CD gepresster Lexikoneintrag zum Thema Black Metal - die blanke, unverdünnte, kompromisslose ESSENZ!
Seid gewarnt, Leute! Wer Firlefanz wie orchestrale Intros, möchtegernraffinierte Gitarrenakrobatik oder gar Lautstärkeschwankungen erwartet, ist auf der absolut falschen Party gelandet: Hier fliegen dem komplett fassunglosen Hörer NONSTOP DIE FETZEN UM DIE OHREN!! Jeder noch so flüchtige Hauch selbstgefälliger Heavy-Metal-Virtuosität und jeder noch so schwache Schimmer schaurig-schwülstiger Mondscheinromantik wird hier dermaßen giftig grimmig und geifer-und-galle-spuckend IN GRUND UND BODEN GEKNÜPPELT, dass es eine wahre Freude ist.
Von null auf hundert in NULL KOMMA NULL SEKUNDEN - diese Scheibe ist ein Rennwagen, der sofort im fünften Gang startet, für den solcher Schnickschnack wie "Bremspedal" oder "Boxenstop" noch nicht einmal in Theorie existiert und der erst anhält, wenn er schlussendlich an einer Betonwand kleben bleibt - dieses Album ist Godzilla und dein Trommelfell ist Tokyo - diese CD ist ein Flugzeug und die Nerven deines Wohnungsnachbarn das World Trade Center ---
Prädikat: G n a d e n l o s. Wahrscheinlich wurde "Vobiscum Satanas" aufgenommen, um diesen Begriff ein für allemal zu definieren.