Die Pinatas sind zurück. Kenner des Vorgängers wissen, was es hier zu tun gibt: Garten bauen, Pinatas anlocken und diese möglichst glücklich und friedliebend halten. Denn die Organisation eines Tiergartens will gelernt sein. Feindliche Rassen müssen auseinandergehalten werden, bestimmte Rassen dürfen nicht wildwachsen, da sie sonst den anderen den Lebensraum streitig machen und irgendwie finanziert werden will das Ganze natürlich auch. So ist man neben dem Pflanzen von Sträuchern, Wiesen und Blumen auch mit dem Züchten und Verkaufen von Gemüse und bestimmten Pinatas beschäftigt. Wer dies möglichst effektiv betreiben will muss gut organisiert ans Werk gehen. Neben dem normalen Garten bietet der zweite Teil noch eine Arktis- und Wüstenwelt in der natürlich neue Pinata-Arten leben - insgesamt gibt es dieses Mal rund 100 der possierlichen, knallbunten Tierchen zu entdecken - einige davon natürlich extrem schwer zu bekommen, was ständig motiviert seinen Garten zu verfeinern. Ebenfalls neu ist der Xbox 360 Vision Cam-Support: So kann man seine Pinatas in Karten verwandeln und an Freunde schicken. Diese können die Karten online abrufen, ausdrucken und anschließend per Vision Cam einscannen. Eher ein witziges Gimmick statt ein wirklich tolles Feature, da sich das Ganze als recht umständlich entpuppt, da man Pinatas auch einfach per Box an andere Live-Mitglieder verschicken kann. Jeder Spielverpackung liegt eine Karte bei. Ob und wann es irgendwann auch einmal käuflich erwerbare Sammelkarten geben wird ist mir nicht bekannt. Ebenfalls neu ist der Koop-Modus der entweder zu zweit an einer Konsole oder zu viert online gezockt werden darf. Technisch zeigt sich der Titel im Vergleich zum Vorgänger kaum anders: Lediglich die neuen Landschaftssets stechen hier heraus. Ansonsten wird gewohnt hochwertige Kost geboten: Knuffig animerte Tierchen und schicke Umgebungen. Lediglich die ständigen kurzen Ladepausen beim Navigieren durch die Menüs nerven. Alles in allem ist Viva Pinata: Chaos im Paradies vor allem mehr von allem, so dass Fans des ersten Teils bedenkenlos zugreifen dürfen. Neulinge können gleich hier einsteigen und sich den Vorgänger sparen. Wer allerdings bereits mit Viva Pinata 1 nicht warm wurde, wird auch hier keinen Spaß haben.
+ Knuffige Grafik
+ Spaßig-motivierende Aufbausimulation
+ Viele Pinatas
+ Zwei neue Landschaft-Sets (Wüste und Antarktis)
- Nervige Ladepausen bei Navigation durch Menüs
- Nicht immer ganz übersichtlich
- Umständliches Kamerafeature