Aus der Amazon.de-Redaktion
Es gab Ende der Neunziger nicht viele wirklich innovative Rockplatten, was
Visual Audio Sensory Theater gleich doppelt wertvoll macht. Denn diese Scheibe ist ganz zweifelsfrei innovativ, originell und herrlich erfrischend. Multitalent Jon Crosby, ein superschüchterner Eigenbrötler und Bücherwurm, versetzt ohrenfreundlichen, bombastischen Industrial Metal mit Mönchs-Chören und anderen wohltönenden Rückgriffen aufs düstere Mittelalter. Warme Streicher und brillante Samples treffen auf sehr effektive Computerdrums und fette Metal-Gitarrenriffs und erzeugen ein Flair, das man so nie zuvor auf einer CD gehört hat. Als Vergleiche fallen für gewöhnlich Namen wie Nine Inch Nails oder der geniale kanadische Klangzauberer Devin Townsend (Ocean Machine, Strapping Young Lad), aber wirklich nebeneinander stellen kann man diese Künstler nicht. Fest steht jedoch, dass Jon Crosby sich mit diesem sehr treffend betitelten Album in dieselbe Qualitätsliga wie die Herren Reznor und Townsend gespielt hat. Als Anspielstipps mögen der leichtfüßige Hit "Pretty When You Cry" und der epochale Opener "Here" reichen. Die wahre Magie der Scheibe erschließt sich eh nur, wenn man sie sich in ganzer Länge und Pracht zu Gemüte führt.
--Michael Rensen
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Man nehme Enigma, aber statt Sandras laszivem Stimmchen das Organ eines Rockshouters, jage Mönchsgesang durch ein Hallgerät - nach diesem Rezept könnten manche VAST-Songs entstanden sein. Meist macht es sich US-Gittarrist Jon Crosby nicht so einfach: Verstärkt um einen Drummer, ein 18-Mann-Orchester und diverse Vokal-Samples, mixt er Pop- und Ethno-Elemente mit altertümlichen Gesangen. Rock dominiert die ungestümen Songs, echte Streicher und akustische Gitarren sorgen für warme Klangfarben.
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