Wieder einmal schaffen Finntroll es den Hörer mit ihrem Folk-Metal, wie ich es nenne, zu begeistern und zum Tanzen anzuregen. Diese Scheibe bietet, wie meiner Meinung nach alle anderen Finntroll-Scheiben auch, eine interessante Instrumentbesetzung und abgefahrene Klänge. Die Texte von Fintroll klingen wieder einmal sehr humorvoll, es wird z.B. im 2. Track über den Tod des Aasvogels philosophiert. Wer Finntroll kennt, wundert sich nicht, wenn auch mal ein (finnlandtypischer) Saunasong entsteht und den Hörer zum schmunzeln bringt.
Das Album ist aufgebaut aus vielen "Intros" bzw. Instrumentaltracks und weniger Liedern, was den Hörspaß aber nicht trübt, da die Lieder selbst schön komponiert und umgesetzt sind.
01. Suohengen Sija - Eine Art Intro mit Dschungelklängen
02. Asfågelns Död (übersetzt: "Der Tod des Aasvogels") - Ein Instrumental mit einer rhytmisch sprechenden Stimme
03. Försvinn Du Som Lyser (übersetzt: "Verschwinde Du, die leuchtet") - Ein typischer Folk-Song mit tiefer Stimme und interessanten Instrumenatlklängen, der zum Auf-Dem-Tisch-Tanzen anregt
04. Veripuu - Ein kurzes instrumentales die Spannung aufbauendes Zwischenspiel
05. Under Varja Rot och Sten - Na, was ist es? Natürlich ein Instrumental, das ebenfalls zum Tischhoppeln anregt und dabei fröhliche Vodka-Stimmung verbreitet
06. Närr Allt Blir Is - Wieder mal ein Zwischenspiel mit Naturklängen, das Nahtlos und perfekt passend in den nächsten Track übergeht
07. Den Sista Runans Dans (übersetzt: "Der Tanz der letzten Runen") - "Und die Runen tanzen nach den Tönen der Zauberflöte": Frei nach diesem Motto bietet dieser Song etwas düstere Stimmung und mal wieder die tolle tiefe Stimme des Sängers. Auf dieser Platte mein Lieblingssong, der sich von den anderen einfach durch das etwas traurige Flair abhebt und zum Träumen anregt.
08. Rov - Hier werden sich alle Freunde des Sich-Gruselns freuen. Zu hören ist, wie ein Fleischfresser einen anderen Fleischfresser genüsslich verspeist. Die einen finden es ekelig, die anderen freuen sich über den Klang der laut spielenden Hifi-Anlage.
09. Madon Laulu - Wieder mal kein richtiges Lied, eher eine Art Götterbeschwörung mit Trommelklängen und dezentem Gruselfaktor.
10. Svart Djup - Ein romantisch klingender Song zum anrengen der Sinne.
11. Avgrunden Öppnas - Ein instrumentales Outro im Abklingen die gewohnten Naturklänge
Fazit: Ein tolles Album mit vielen instrumentalen Zwischenspielen, wenigen richtigen Songs, aber dafür dem richtigen Timbre zum Verwöhnen des Hörers, der bereit ist Finntroll nicht nur zu Hören, sondern auch zu fühlen.