Gleich zu Anfang: "The Raven" aus dem Mund von Christopher Lee ist schlichtweg genial. Der Tonfall, die Geschwindigkeit, die Betonung, aber auch die sanfte Hintergrundmelodie - einfach alles "passt". Ulrich Pleitgen (bei mir als "Poe" in der Hörspiel-Serie sonst sehr beliebt) hört sich bei gleicher Untermalung im Vergleich wie ein atemloser Schüler an. Ein weiteres Highlight sind "Die Glocken", gelesen von Dietmar Bär, der die langsame Verschiebung in der Sichtweise des Gedichts wunderbar transportiert, oder auch - auf andere Art - Iris Berben mit "Die Schläferin"
Neben Highlights gibt es natürlich einige lediglich gute und leider auch einige armselige Titel auf der CD. Welche genau zur ersten oder zur zweiten Kategorie gehören, ist wohl noch ein wenig Geschmackssache, die Stilunterschiede (sowohl bei Texten als auch bei den Musiktiteln) sind aber so groß, dass wohl kaum jemandem alle Titel gefallen werden, aber auf zwei CDs ist ja Platz für eine ganze Menge. Insgesamt ist die CD ziemlich gut, meines erachtens grade auch für Leute, die sonst nicht zum Lesen (bzw. Hören) von Gedichten neigen.