Kurzbeschreibung
Sind Visionäre besonders begnadete Menschen oder sind sie schlicht Kranke, die man zum Arzt schicken sollte? Erstmals stellen sich eine Theologin und ein Humanwissenschaftler gemeinsam der Frage, was von angeblichen Erscheinungen himmlischer Personen zu halten ist, die immer wieder tausende Gläubige und Neugierige anlocken. Sind sie wirklich das Werk Gottes oder doch nur ein Produkt der menschlichen Psyche? Gibt es überhaupt private Offenbarungen und was können sie für den Glauben bedeuten? Wie soll man sich das Zustandekommen einer Vision vorstellen? Gibt es Kriterien für echte Visionen? Kann die moderne Hirnforschung zur natürlichen Erklärung angeblich übernatürlicher Visionsphänomene beitragen? In einem Gespräch der Autoren werden anerkannte und nicht anerkannte VisionärInnen vorgestellt. Dabei wird deutlich, wie Theologie und Humanwissenschaften sich in jedem Einzelfall gemeinsam um die Klärung der Phänomene bemühen müssen.
Über den Autor
Ulrich Niemann SJ, Dr. med., lic. phil., lic. theol., geb. 1935, Studium der Medizin, Philosophie und Theologie. Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Mitglied des Jesuitenordens. Seit 1985 Dozent für Pastoralmedizin an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen. Marion Wagner, Dr. theol., geb. 1957, Studium der Theologie und Philosophie, Habilitation, Ernennung zum Professor 2004, lehrt Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät Trier.