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Im Visier. Ein Ex-Agent enthüllt die Machenschaften des BND
 
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Im Visier. Ein Ex-Agent enthüllt die Machenschaften des BND [Gebundene Ausgabe]

Norbert Juretzko , Wilhelm Dietl
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Heyne; Auflage: N.-A. (10. Mai 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 345312037X
  • ISBN-13: 978-3453120372
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 266.945 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Norbert Juretzko
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit seinem ersten Enthüllungsbuch über den Bundesnachrichtendienst (Bedingt dienstbereit), für den er selbst viele Jahre tätig gewesen war, hat sich Norbert Juretzko eine Menge Ärger eingehandelt. Doch davon hat sich der Mann, der immer wieder beteuert, zu Unrecht wegen der angeblichen Veruntreuung von Agentengeldern verurteilt worden zu sein, nicht beirren lassen. Die juristischen Auseinandersetzungen zwischen dem Autor und seinem ehemaligen Arbeitgeber sind im Mai 2006 noch nicht ausgestanden, da legt der Ex-Schlapphut schon einen zweiten Band nach, der zweifellos wieder Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen sein wird.

Wie bereits im ersten Buch wird uns der deutsche Geheimdienst als eine Behörde vorgeführt, in der eine mit bemerkenswerter Skrupellosigkeit gepaarte Inkompetenz vorherrscht, die das eine Mal groteske, das andere Mal beängstigende Züge annimmt. Auch Eitelkeit und Größenwahn sind, wenn man Juretzkos Schilderungen folgt, unter BND-Mitarbeitern offenbar sehr viel verbreiteter als in anderen gesellschaftlichen Gruppen. Wobei die Wahrscheinlichkeit auf einen BND-Agenten mit einer entsprechenden Störung zu treffen offenbar zunimmt, je höher er in der Hierarchie des Dienstes steht.

Viele Episoden, zumal solche über peinliche Pannen, könnten eigentlich Anlass zur Heiterkeit sein. Darüber etwa, dass hoch bezahlte Spezialisten, die ständig Leute nur zu dem Zweck um die Welt fliegen lassen, um immer über den aktuellen Stand der verschiedenen Grenzformalitäten (benutzte Stempel und Papiere etc.) auf dem Laufenden zu sein, letztendlich dann doch so blöd sind, eine ganze Gruppe von Agenten wegen eines Anfängerfehlers mit ihren gefälschten Pässen auffliegen zu lassen, darf man tatsächlich ruhig mal lachen. Und vielleicht darf man sich ja auch noch über die Geschichte des Abteilungsleiters amüsieren, der regelmäßig gezielt Blondinen anwarb, und sie auch schon mal zu Trainingszwecken mit der Bahn kreuz und quer durch die Slowakei fahren ließ, um die Seifenspender in den Zugtoiletten ab- und wieder anzuschrauben. Wenn man allerdings lesen muss, dass man beim BND scheinbar permanent geltendes Recht ignoriert, wenn es darum geht, die eigene Bevölkerung auszuspionieren, dann ist das schon nicht mehr ganz so lustig.

Zu seinem 50. Geburtstag hätte sich der Bundesnachrichtendienst gewiss eine bessere Publicity gewünscht. Darüber aber, ob er sie verdient hätte, sind wir uns nach der Lektüre von Im Visier nicht mehr so sicher. -- Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung

Neue Einblicke in die verborgene Welt der Geheimdienste - spannender als jeder Agententhriller!

Der Bundesnachrichtendienst ist ein elitärer Geheimdienst, der nach Ansicht des Ex-Agenten Norbert Juretzko keine wirkliche Existenzberechtigung mehr hat. Mit großer Offenheit enthüllt der Insider Details über das Innenleben der wichtigsten deutschen Spionagebehörde, die sich als »Staat im Staat« regelrecht verselbstständigt hat: Er zeigt auf, wie sich Agenten mit inkompetenten, dilettantischen Aktionen oft am Rande der Legalität bewegen und letztendlich ihren gesellschaftlichen Nutzen vollkommen aus den Augen verloren haben. Eine schonungslose Bestandsaufnahme...

Bereits in seinem Bestseller "Bedingt dienstbereit" hat Juretzko Aufsehen erregende Informationen über Spionageoperationen, Pleiten, Pech und Pannen der BND-Agenten ins öffentliche Bewusstsein katapultiert. In seinem neuen Buch nimmt er nun die Behörde selbst ins Visier und gibt Einblick in die sonst verborgenen Strukturen und Arbeitsweisen eines der wichtigsten deutschen Geheimdienste. Anhand zahlreicher unglaublicher Fallgeschichten und bizarrer Diensterlebnisse aus dem Agentenalltag macht er unmissverständlich klar, dass der BND inzwischen zu einer Art Abenteuerspielplatz geworden ist, dessen Eigenleben groteske Formen angenommen hat.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
"Im Visier" stellt eine für den Laien unfassbare Beschreibung des BND dar. Das Buch liest sich wie ein surrealer Agententhriller, eine Lektüre, die man nach spätestens zwei Tagen durchgelesen hat bzw. haben muss.

Die Aktualität des Themas gebietet eigentlich die Lektüre dieses Werks, das zahlreiche Parallelen und auch Verbindungen zu aktuellen BND-Skandalen erahnen lässt. Als Geheimdienst-Laie und Bürger mit einem gewissen Maß an Vertrauen in den Rechtsstaat wird einem etwas mulmig, was dieser "Geheimdienst" alles zu "veranstalten" in der Lage ist.

Angesichts der Diskussion, die momentan im Gange ist, bekommt man ein sehr differenziertes Bild von einer Behörde, die immer wieder in die Schlagzeilen gerät. Jedem, der dieses Buch lesen sollte, dürfte sich eine andere - auch nach "Bedingt dienstbereit" - weitere Perspektive in der Beurteilung des BND erschließen.

Ansonsten erzählt der Autor seine schier unfassbare Geschichte mit viel Humor, was dem Leser die Geschehnisse noch realistischer erscheinen lässt und sehr viel Spaß beim Lesen bereit, dass man teilweise einfach schmunzeln muss. Selbstverständlich handelt es sich um eine subjektive Betrachtung, aber letzten Endes ist es nur empfehlenswert sich eine Analyse des Zustandes des BND zu Gemüte zu führen, die bis zur Affäre um die Führung journalistischer Quellen in den Medien nur selten bis gar nicht vertreten wurde. Man lernt somit die andere Seite der sauberen Behörde kennen und kann sich so ein eigenes Bild von dem deutschen Auslandsgeheimdienst bilden.

Gerade in Anbetracht dieser Tatsache, dass der Leser ein anderes Bild als das in der Öffentlichkeit oft vertretene zu sehen bekommt, zeichnet dieses Buch aus.

Einziges Manko des Werkes ist an einigen Stellen eine etwas vage Darstellung, die aber wohl nur zu gut nachzuvolziehen ist, aber auch die Einreihung der beschriebenen Vorfälle in die "Foertsch-Affäre" etwas Schwierigkeiten bereitet.

Trotz dieser kleinen Schwächen lässt sich sagen, dass der Autor mit seinem thematisch spannenden Werk den Leser an seinen Gefühlen und Enttäuschungen teilhaben lässt, was mindestens ebenso interessant sein dürfte.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nette Unterhaltung 10. Juni 2007
Von BW
Format:Broschiert
Die schier unglaublichen Geschichten aus dem BND liefern netten Stoff für einige unterhaltsame und kurzweilige Lesenachmittage. Das - im Gegensatz zum Vorgängerband - gut geschriebene Buch leistet Dreierlei: 1) gute Unterhaltung, 2) wissendes Kopfnicken von jeglichen im öffentlichen Dienst Beschäftigten und 3) spannende Einsichten ein einen für den Bürger unzugänglichen Bereich.

Ich kann dieses Buch nur sehr empfehlen!
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Eine schonungslose Abrechnung 20. September 2011
Von Frank
Format:Gebundene Ausgabe
Wie der Titel des Buches sagt, ist es eine Abrechnung. Streng genommen ist es nicht mehr und nicht weniger. Die Abläufe, die Juretzko beschreibt sind teilweise haarsträubend und erlauben einen Einblick in eine Agentenwelt, wie sie definitiv in keinem Film vorkommen wird. Allerdings schweift Juretzko für meine Begriffe zu oft ab und macht keinen Hehl aus seiner Abneigung gegen den BND. Hier muss man als Leser aufpassen, dass man sich von der Meinung eines geschassten Ex-Mitarbeiters nicht zu sehr vereinnahmen lässt. Trotzdem ist "Im Visier" einen guter Nachfolger von "Bedingt Dienstbereit", auch wenn das erste Buch meiner Meinung nach weit aus besser ist. Wenn man einen Einblick in die Strukturen und Abläufe des BND bekommen will, ist dieses Buch perfekt. Einen Agententhriller, wie in anderen Rezesionen beschrieben, ist es aber auf keinen Fall. Es ist eben eine "schonungslose Abrechnung eines Aussteigers".
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