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Vishnus Tod
 
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Vishnus Tod [Gebundene Ausgabe]

Manil Suri , Anette Grube
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Kastendenken, exzessive Armut, der Zusammenprall verschiedener Religionen -- Indien, ein Land, aus dem die exotischsten Märchen kommen, in dem es Prinzessinnen gibt und Kinder, die in der Kloake spielen, ein Land in dem Widersprüche fast in Reinform nebeneinander existieren. Wir befinden uns in Bombay und werden von Autor Manil Suri in die Welt der ganz Armen geführt, die neben den weniger Armen zu existieren versuchen. Ein Mietshaus, einfache Menschen, meist älter, verheiratet oder allein. Sie leben in den Wohnungen des Hauses. Daneben gibt es noch weitere Mitbewohner, und zwar die, die sich im Treppenhaus eingerichtet haben.

Zu ihnen gehört Vishnu. Er haust auf dem untersten Treppenabsatz und ist sehr krank. Alle rechnen mit seinem baldigen Tod. Vishnus letzte Wahrnehmungen beschwören Erinnerungen an seine Kindheit und seine Jugendliebe herauf; seine Seele beginnt, sich von seinem Körper zu lösen, um die Treppen in eine überirdische Helligkeit hinaufzusteigen. Daneben lernen wir die Bewohner des Hauses kennen, ihre Ängste, Sorgen, ihren Kleinmut, ihre niederen Beweggründe, wie sie versuchen, ihren haarsträubenden Egoismus vor sich selbst zu rechtfertigen, um einen Aufstieg in die nächste Kaste zu erwirken. Ist es die Armut, die den Menschen gemein macht, ist es die Religion oder sind es einfach nur die zerplatzten Träume?

Suri erzählt anhand eines von Armut geprägten Lebens in Indien, das im Angesicht des Todes noch einmal aufflammt -- jetzt freier und reicher als alle anderen -- die ewigen Geschichten vom Krieg der Religionen, von jungen Liebenden, die noch all ihre Ideale haben und dem Bild des Scheiterns ihrer Eltern entkommen wollen, vom verirrten Suchenden, der in den Wahnsinn flüchtet, weil er die Realität nicht zu nehmen weiß oder von der Tragödie einer auf immer verlorenen großen Liebe, die den übrig Gebliebenen nur noch als Schatten seiner selbst zurücklässt. --Daphne Großmann

Kurzbeschreibung

Um Vishnu nicht zu wecken, falls er noch nicht gestorben war, ging Mrs. Asrani mit der Teekanne in der Hand auf Zehenspitzen hinunter bis zur dritten Stufe oberhalb des Treppenabsatzes, auf dem er lebte.« So beginnt der Roman eines neuen großen Erzählers, in dem ein Mietshaus in Bombay zum Spiegel indischen Lebens wird. Die Farben, der Humor, das Temperament Indiens sind hier ebenso brillant eingefangen wie die hinduistische Mythologie: die Wanderung durch die verschiedenen Seinsstufen, die Wiedergeburt, die Götter und Dämonen.
Zu Beginn dieses meisterhaften Debütromans liegt Vishnu sterbenskrank auf der Treppe, auf der er wohnt, seine Nachbarn streiten sich darüber, wer den Krankenwagen bezahlt. Während sich die Handlung allmählich durch die Stockwerke des Mietshauses nach oben schraubt, werden wir in die Lebensdramen der verschiedenen Bewohner hineingezogen: die ständigen Zankereien zwischen den Asranis und den Pathaks; die besessene Suche Mr. Jalals, eines Muslims, nach dem Sinn von Leben und Religion, während seine Frau um seinen Verstand fürchtet; Vinod Tanejas Sehnsucht nach seiner Frau, die er schon vor vielen Jahren verloren hat; die Teenagerträume von Kavita Asrani, die sich als Heldin eines Hindi-Films sieht und eines Nachts heimlich mit dem Muslim-Jungen Salim durchbrennt. Die Geschichte dieses Mietshauses wird zu einer Metapher für die sozialen und religiösen Spaltungen im heutigen Indien, und Vishnus Aufstieg im Treppenhaus spiegelt die Wanderung der Seele durch die verschiedenen Seinsstadien wider. Seine Erinnerungen und Visionen - Erinnerungen an die schöne Padmini, die er mehr als alles andere auf der Welt liebte, obwohl sie eine Hure war; Erinnerungen an seine Mutter, die ihm alle Legenden über den Gott Vishnu beibrachte; Visionen, die an Szenen aus den heiligen Schriften des Hinduismus erinnern - bilden ein faszinierendes Gegengewicht zu den mit Witz und liebevoller Ironie geschilderten Geschichten der Hausbewohner und geben dem Leser Rätsel auf:Ist Vishnu womöglich der Gott Vishnu, nicht nur der Hüter des Mietshauses und seiner Bewohner, sondern der Erhalter des gesamten Universums?

Umschlagtext

"Um Vishnu nicht zu wecken, falls er noch nicht gestorben war, ging Mrs. Asrani mit der Teekanne in der Hand auf Zehenspitzen hinunter bis zur dritten Stufe oberhalb des Treppenabsatzes, auf dem er lebte." So beginnt der Roman eines neuen großen Erzählers, in dem ein Mietshaus in Bombay zum Spiegel indischen Lebens wird. Die Farben, der Humor, das Temperament Indiens sind hier ebenso brilliant eingefangen wie die hinduistische Mythologie: die Wanderung durch die verschiedenen Seinsstufen, die Wiedergeburt, die Götter und Dämonen.

Michael Cunningham, Autor von "Die Stunden" und Pulitzerpreisträger 1999, sagt über diesen Roman: "Er sprüht vor Leben, ist wunderbar geschrieben, hat lauter herrlich vielschichtige und sehr menschliche Figuren... Er ist außergewöhnlich."

Über den Autor

wurde 1959 in Bombay geboren, lebt seit über zwanzig Jahren in den USA. 1983 promovierte er in Mathematik von der Carnegie-Mellon-University in Pittsburg und erhielt danach eine Professur an der University of Maryland Baltimore County. 1998 gewann er die Jenny McKean Fiction Fellowship der George Washington University und nahm im selben Jahr zusammen mit Michael Cunningham an einem Workshop am Provincetown Fine Arts Work Center teil. Seit 1990 hat er die amerikanische Staatsbürgerschaft.
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