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Zu ihnen gehört Vishnu. Er haust auf dem untersten Treppenabsatz und ist sehr krank. Alle rechnen mit seinem baldigen Tod. Vishnus letzte Wahrnehmungen beschwören Erinnerungen an seine Kindheit und seine Jugendliebe herauf; seine Seele beginnt, sich von seinem Körper zu lösen, um die Treppen in eine überirdische Helligkeit hinaufzusteigen. Daneben lernen wir die Bewohner des Hauses kennen, ihre Ängste, Sorgen, ihren Kleinmut, ihre niederen Beweggründe, wie sie versuchen, ihren haarsträubenden Egoismus vor sich selbst zu rechtfertigen, um einen Aufstieg in die nächste Kaste zu erwirken. Ist es die Armut, die den Menschen gemein macht, ist es die Religion oder sind es einfach nur die zerplatzten Träume?
Suri erzählt anhand eines von Armut geprägten Lebens in Indien, das im Angesicht des Todes noch einmal aufflammt -- jetzt freier und reicher als alle anderen -- die ewigen Geschichten vom Krieg der Religionen, von jungen Liebenden, die noch all ihre Ideale haben und dem Bild des Scheiterns ihrer Eltern entkommen wollen, vom verirrten Suchenden, der in den Wahnsinn flüchtet, weil er die Realität nicht zu nehmen weiß oder von der Tragödie einer auf immer verlorenen großen Liebe, die den übrig Gebliebenen nur noch als Schatten seiner selbst zurücklässt. --Daphne Großmann
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Mietshaus als Mikrokosmos der indischen Gesellschaft,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Vishnus Tod (Gebundene Ausgabe)
Ein absolutes Muss für all diejenigen, die ihre Begeisterung für die anglo-indische Literatur bereits entdeckt haben mit Geschichten wie "Die Melancholie der Ankunft" von Jhumpa Lahiri, "Das Blaue Tuch" von Raj Kamal Jha und "Fasting, Feasting" von Anita Desai, aber auch ein Chance für solche, die es wagen sich das erste Mal darauf einzulassen. Eine Chance deshalb, weil Manil Suri, der 1959 in Indien geboren wurde und heute Professor für Mathematik in den USA ist, es vermag durch seinen insider-outsider Status auf ganz unaufdringliche Art zwischen den Kulturen zu vermitteln. In seinem Debütroman"Vishnus Tod" präsentiert er uns das Mietshaus seiner Kindheit in Bombay als Mikrokosmos der indischen Gesellschaft. Zentrale Gestalt, an der alle Handlungsfäden zusammenlaufen, ist der todkranke Gott Vishnu, der sich auf dem Treppenabsatz des Mietshauses als Faktotum verdingt. Im Laufe des Romans steigt er auf der Treppe nach oben, was die verschiedenen Seinsstufen der hinduistischen Glaubenslehre symbolisiert. Er trifft auf die unterschiedlichsten Bewohner des Mietshauses: auf die untentwegt zankenden Familien Pathak und Asrani, das junge Liebespaar Salim und Kavita und den Muslim Mr. Jalal, der auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist. Aber es sind nicht nur die auf faszinierende Weise miteinander verwobenen Geschichten, die den Reiz dieses Debütromans ausmachen, sondern auch eine völlig neue Welt der Gerüche und Farben.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eindrückliche Bilder Indiens!,
Rezension bezieht sich auf: Vishnus Tod (Gebundene Ausgabe)
In starken Bildern wird einem Indien in seiner Vielfalt und Widersprüchlichkeit vor Augen geführt. Sinnliche, erotische Erinnerungen des sterbenden Vishnu an seine Kindheit, Jugend und seine große unerfüllte Liebe, und die Geschichten der Familien "seines" Hauses, zeigen ein Indien, das so vielfältig, faszinierend aber auch widersprüchlich und gespalten ist, wie die Menschen, die dort leben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vishnus Tod,
Rezension bezieht sich auf: Vishnus Tod (Taschenbuch)
Vishnu hat jahrelang auf einer Treppe in einem Mietshaus in Bombay gelebt. Nun liegt er auf dieser Treppe im Sterben während sich die anderen Bewohner streiten, wer den Krankenwagen bezahlt. Vishnu durchlebt noch einmal die schönsten Passagen seines Lebens. Er träumt von seiner Mutter und den Abenteuern mit Padmini, seiner schönen Geliebten. Parallel dazu schildert der Autor die Lebensgeschichten der anderen Hausbewohner. Da ist Mr. Jalal, der seiner Frau Kopfzerbrechen bereitet, weil er unermüdlich auf der Suche nach dem Sinn der Religion ist und schließlich lieber auf dem Fußboden schläft als bei ihr. Auch dürfen in dem Haus die ständigen Streitereien von Mrs. Asrani und Mrs Pathak nicht fehlen. Kavita, die Tochter der Asranis, wünscht sich nichts mehr als mit ihrem Geliebten Salim durchbrennen zu können. Vinod Taneja geht nie aus dem Haus, weil er immer noch um seine verstorbene Frau trauert. Die Geschichten dieser Personen werden einfühlsam und gleichzeitig amüsant geschildert. In diesem Buch wird dem Leser die hinduistische Mythologie und die indische Lebensart nähergebracht. Es ist ein lebendiges, wunderbares und vor allem menschliches Buch! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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