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Virtuelles Licht.
 
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Virtuelles Licht. [Broschiert]

William Gibson
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Klappentext

Der Autor faszinierend in ihrer Klarheit und Perfektion, ist im Grunde Hightechelektrische Poesie. Für Autoren wie Gibson wurde die Science Fiction erfunden.

carpe.com

William Gibson ist seit seinem preisgekrönten Roman Neuromancer (1983) und als Erfinder des Begriffes "Cyberspace" einer der bekanntesten Sciencefiction-Autoren überhaupt. Eines seiner jüngsten Werke ist der Roman Idoru. Er schreibt aber auch Essays, Drehbücher und Gedichte -- die unter anderem auch im Web zu finden sind.

Handlung: Einige Jahre in der Zukunft von San Francisco. Die Oakland Bay Bridge gibt es längst nicht mehr -- sie dient inzwischen als Heimstatt für zahlreiche Misfits, die sich ein Häuschen nicht leisten können. Autos gibt es längst nicht mehr, dafür aber enorm leichte und robuste Fahrräder aus Pappe. Auf der Oakland Bridge wohnt auch die Heldin des Romans -- Chevette, die Fahrradkurierin -- in einer komplexen Nischengesellschaft menschlicher Streuner. Der Fan kennt die Szene aus der Verfilmung von Gibsons Story Johnny Mnemonic mit Keanu Reeves. Chevette ist ein streetwise kid und abgebrüht -- gut für sie.

Die andere Hauptfigur ist Berry Rydell, ein Ex-Polizist aus Knoxville, Tennessee. Auch in Los Angeles will er nur ein Auskommen haben und schreibt sich bei der Firma IntenSecure Armed Response als Angestellter ein: Ein privates Bewachungsunternehmen, das die Reichen und Schönen vor der Unbill des alltäglichen Verbrechens im Lande beschützen soll.

In San Francisco übernimmt Chevette die Packtasche einer anderen Art von Kurier -- dem Undercover-Agenten, der von Singapur aus operierenden Pacific Rim Company, die in Nordkalifornien wirklich den Ton angibt -- und gelangt so in den Besitz eines brisanten Stücks Hightech, einer speziellen Brille. IntenSecure schickt Berry Rydell nach San Francisco, um dort mit Kollege Lucius Warbaby (nomen est omen!) sowohl im Realen wie im Cyberspace nach der Brillen-Diebin zu fahnden. Leider scheint Rydell einen Anfall romantischer Verliebtheit zu erleiden, als er Chevette begegnet. Und flugs befindet er sich auf Kollisionskurs mit seinen Arbeitgebern, mit Kollege Warbaby und dem Undercover-Agenten. Rydell ist ein Chandler'scher Antiheld, der sich nur dank seines Instinkts auf die Seite der "Guten" schlägt -- und dafür von den Hackern à la Robin Hood in letzter Sekunde gerettet wird.

Fazit: Gibson hat im Gegensatz zu seinen vorhergehenden Romanen Neuromancer, Count Zero und Mona Lisa Overdrive einen erstklassigen Krimi geschrieben, mit Film-Noir-Kulissen und staubtrockenen Dialogen. Das dient nur dazu, seine romantische Vision der Zukunft des Jahres 2005 zu verdecken: Die Reichen haben die Erde und die Schwächeren ausgebeutet und verschanzen sich hinter festungsartigen Grundstücken und Wachdiensten. Die Armen, Ausgestoßenen, Dissidenten aber hausen im Zwischendeck der Oakland Bridge, glauben an die Macht der Gemeinschaft und die Pflicht zur Rebellion. Keine Frage, wem seine Sympathie gilt.

Diese Zukunft hat schon begonnen! Heute verursachen Computerhacker den Firmen Schäden in Millionenhöhe und die im Computer erzeugte Wirklichkeit erscheint schöner als unsere reale Welt -- siehe den Rummel um Star Wars - Episode 1. Techniker manipulieren menschliche Gene und stellen massenhaft Klone her. Es bedarf nicht allzu viel Vorstellungskraft, um sich auszumalen, wohin der Trend unserer Gesellschaft geht, insbesondere der amerikanischen, welche der deutschen ja nur etwa zehn Jahre voraus ist. Virtuelles Licht lässt den Leser einen spannenden und unterhaltsamen Blick in eine Welt werfen, vor der uns der Autor warnt. Eindeutig gibt es für Gibson Werte, für die es sich zu kämpfen, zu rebellieren lohnt. --Michael Matzer

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