- Taschenbuch: 220 Seiten
- Verlag: Rotbuch Verlag (März 2001)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3434530851
- ISBN-13: 978-3434530855
- Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,4 x 1,7 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 571.628 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
Produktinformation
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Bildschirmkrieg
rox. Nach seiner Tätigkeit am King's College in Cambridge hat sich der in London lebende Historiker Michael Ignatieff der Gegenwart und ihren Konflikten zugewandt. Seine politischen Reportagen finden sich in der führenden englischsprachigen Presse; Ignatieff ist mittlerweile auch als politischer Kommentator am Fernsehen präsent. Eine andere Seite der vom Bildschirm geschaffenen Realität hat ihn in einer seiner jüngsten Publikationen beschäftigt. Das Anfang letzten Jahres in Englisch erschienene Buch über den «Virtuellen Krieg» geht von den Kriegsereignissen in Kosovo aus und versucht, deren mediale Folgen zu thematisieren, soweit sie damals bekannt waren. Der Krieg auch wenn er für die meisten ein virtuelles, via Bilder und Berichterstattungen stattfindendes Ereignis ist sei «per definitionem ein Spiel mit ungewissem Ausgang». Gerade weil der moderne Krieg nicht mehr die nämliche physische Beteiligung oder moralische Aufmerksamkeit fordere wie in den vergangenen zweihundert Jahren, produziere er Paradoxa und traurige Ironien. Denn auch der virtuelle Krieg ist vermeintlich virtuell: Am Bildschirm mag er zwar ein Schauspiel mit immer weniger Kombattanten und immer mehr Zuschauern sein. Für die tatsächlichen Opfer hingegen haben bewaffnete Konflikte dramatische Folgen, die am Bildschirm freilich nur zu einem zusätzlichen Kitzel würden.
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