1998 erschien das 2. Album der Jungfrauen mit Blaze Bayley als Sänger. Neben Blaze waren wieder Steve Harris (Bass), Dave Murray und Janick Gers (Guitars) und Nicko McBrain (Drums) am Start. Während beim Vorgänger "X-Factor" (1995) noch einige Songs für Bruce Dickinson gedacht waren, so wurde "Virtual XI" auf die Stimme von Blaze zugeschnitten.
Direkt zu den Songs:
Futureal: Kurz, knackig und gut. So knackige Stücke gab es von Maiden in den letzten 15 Jahren zu wenig. 4*
The angel and the gambler: Eigentlich gar nicht so schlecht, wenn das Stück 4 oder 5 Minuten lang wäre. Es ist aber fast 10 Minuten lang und künstlich aufgebläht. Die ständigen Wiederholungen sind ein Ärgernis. 2*
Lightning strikes twice: Startet geheimnisvoll, guter Song. 4*
The clansman: Sehr gut, eins der besten Maiden-Stücke der 90er. 5*
When two worlds collide: Toller Bass von Steve, wie so häufig. Die Melodie setzte sich fest. 4*
The educated fool: Typischer Anfang, Mitgröhl-Refrain, typische Maiden-Gitarren. 4*
Don`t look to the eyes of a stranger: Gut, aber zu lang das Stück, zu viele Wiederholungen. 3-4*
Como estais amigos: Sehr schöne Ballade, Blaze kann tatsächlich singen. 4-5*
"Virtual XI" ist besser als sein Ruf. Es hat den Anschein, als wäre Blaze in der Gruppe angekommen. Ein Ärgernis sind bei einigen Songs die ständigen Wiederholungen (das gibt es aber auch bei einigen von Bruce gesungenen Songs). Ich würde die Platte qualitativ auf einer Stufe mit der "No Prayer" setzen und ich finde sie etwas besser als "X-Factor", daher sind knappe 4 Sterne zu vertreten.