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Viren, Die heimlichen Herrscher
 
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Viren, Die heimlichen Herrscher [Gebundene Ausgabe]

Ernst-Ludwig Winnacker
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Eichborn (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821815981
  • ISBN-13: 978-3821815985
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 12,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.101.573 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Viren sind eine der wenigen naturwissenschaftlichen Entdeckungen, die es bis ins große Hollywood-Kino geschafft haben. Wer nach einer überstandenen Grippe oder eben nach dem letzen Kinobesuch wissen möchte, wie diese eigenartigen Erreger funktionieren, für den ist Viren. Die heimlichen Herrscher von Ernst-Ludwig Winnacker das richtige Buch.

Ein paar grundlegende Biochemie-Vorkenntnisse sollte der Leser allerdings schon mitbringen, denn der Biochemiker Winnacker nutzt die Chance, zu zeigen, wie die Suche nach Heilmitteln gegen Viruserkrankungen auch angrenzende Wissensbereiche befruchtet hat: Viren standen zum Beispiel Pate bei der Morgendämmerung der Gentechnik. Aus gutem Grund: Schließlich sind die Erreger von Ebola, Grippe und Kinderlähmung eigentlich nur besonders große Moleküle, in denen Informationen und ein paar Werkzeuge zu ihrer eigenen Herstellung gespeichert sind. Wer also Viren verstehen will, muss sich bis hinunter zu den molekularen Grundlagen des Lebens durchgraben.

Den Spaten dazu führt Winnacker mit leichter Hand, und was er auf seiner Grabetour alles ans Tageslicht fördert, ist faszinierend. Winnacker geht recht detailliert auf die Strategien ein, mit denen Viren die Stoffwechselmaschinerie ihrer Wirte umprogrammieren; er zeigt, welche Truppen Pflanzen, Tiere und der Mensch gegen Viren ins Feld führen, wie Impfungen funktionieren (und wieso manchmal nicht) und wo Medikamente morgen ansetzen könnten. Winnaker erklärt, warum manche Leute die Grippe kriegen und andere nicht und legt dar, wie die umstrittene Gentherapie mit Retroviren funktioniert. Der Leser erfährt, warum das AIDS-Virus so ein Biest ist, was es mit dem Rinderwahnsinn auf sich hat und warum sich Seuchenexperten vor der nächsten Grippeepidemie fürchten. Zu diesen Fundstücken legt er Anekdoten aus der Geschichte der Virusforschung, die zeigen, wie die Arbeit hinter den Labortüren funktioniert.

Leider rutscht Winnacker gelegentlich etwas in seinen Biochemiker-Jargon ab, zuweilen geraten seine Erklärungen im Ringen um Allgemeinverständlichkeit etwas diffus. Es ist daher dem Lektor zu danken, dass er Wiederholungen nicht rausgestrichen hat: Wer z.B. die Funktionsweise der "MHC-Moleküle" nicht beim ersten Mal verstanden hat, begreift's vielleicht im nächsten Kapitel. Ein paar Abbildungen hätten allerdings sicher nicht gestört. Dennoch: Viren. Die heimlichen Herrscher lässt sich locker an einem Nachmittag "weglesen": Wer im Zeitalter der Gentechnik mitreden möchte, der hat hier eine gute Gelegenheit, sich rasch auf den aktuellen Stand zu bringen. --Stefan Albus

Kurzbeschreibung

Warum bekommen manche Leute die Grippe und andere nicht? Weshalb benutzen menschliche Viren Tiere als Reservoir? Wie ist das Aids-Virus in Afrika entstanden? Warum kommen neue Grippeepidemien immer aus Südostasien? Warum ist die Entwicklung von Impfstoffen oft schwierig? Ernst-Ludwig Winnacker eröffnet erstaunliche Einblicke in die komplexen Wirkungsmechanismen der Viren und zeigt, warum der Kampf gegen Virusinfektionen noch längst nicht gewonnen ist. Anhand der neuesten Forschungsdaten erläutert er in allgemein verständlicher Form, wie Viren, ein Stück in eine Eiweißhülle verpacktes Erbgut, ihre Wirtszellen besetzen, töten und ihren heimlichen Siegeszug fortsetzen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Ein interessantes, spannend zu lesendes Buechlein, das ich gerne weiterempfehle. Da Viren nur aus dem Allernoetigsten bestehen, naemlich aus ihrer genetischen Information, benoetigen sie zu ihrer Vermehrung den Syntheseapparat des Wirts. Wie der Autor selbst erklaert, hat man deshalb bei ihrer medizinisch motivierten Untersuchung viele der molekulargenetischen Erkenntnisse ueber Zellen gewonnen, die die gentechnologischen Fortschritte unserer Zeit erst ermoeglichen. So lernt der Leser nicht nur viel Wissenswertes ueber Virenerkrankungen wie AIDS, Herpes oder Hepatitis, sondern gleich auch noch einige Grundlagen der Molekulargenetik, insbesondere etwas ueber die Ursachen von verwandten Erkrankungen wie Krebs oder BSE. Und da der Autor sich auch bestens in der Geschichte seines Fachs auskennt und zudem sehr spannend schreibt, kann er dem Leser eine breite Perspektive bieten, in der sich insbesondere viele der Details verbinden, die man ueber die noch recht junge Geschichte von AIDS, BSE oder Ebola aus den Medien kennt.

Kleiner Kritikpunkte betreffen die gewoehnungsbeduerftige Darstellung, in der Kernaussagen per Fettdruck hervorgehoben werden; das Fehlen von schematischen Darstellungen (zB von DNA, RNA, Ribosomen und Proteinen), wie sie heute in jedem Biologielehrbuch vorkommen, und die den Text, der diesbezueglich eine gewissen Vorbildung voraussetzt, sicherlich verstaendlicher machen wuerden; einige Wiederholungen, die unnoetig erscheinen; und die zeitweilig etwas zu unkritisch wirkende Sicht auf die Entwicklung der eigenen Disziplin.

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