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Viren, Würmer und Trojaner. Streifzüge in der Computerwelt
 
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Viren, Würmer und Trojaner. Streifzüge in der Computerwelt [Gebundene Ausgabe]

Herbert Klaeren
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktbeschreibungen

pcwelt.de/news/unterhaltung/136558/index.html, 26.04.2006

"Viren, Würmer und Trojaner" heißt ein neu erschienenes Buch von Herbert Klaeren, Professor für Programmiersprachen an der Universität Tübingen. Doch der Titel ist irreführend, in dem rund 270 Seiten dicken Schmöker geht es keineswegs hauptsächlich um Malware. Ganz im Gegenteil legte Klaeren eine kleine, gut lesbare Geschichte der Informations-Technologie vor. Mit vielen Anekdoten aus der Anfangszeit der Bits & Bytes. Ziemlich am Anfang des Buches steht ein provokantes Zitat aus einem englischsprachigen Werk zur Informatik: "Meine Aufgabe ist es, Ihnen folgendes zu verdeutlichen: Passiert ist alles mehr oder weniger zufällig. Die meisten Leute, welche die Sachen ins Rollen brachten, waren Amateure. Und die meisten von ihnen sind es heute immer noch". So peppig wie diese paar Worte ist fast das gesamte Buch verfasst.

Der Autor schreibt mit großer Sachkenntnis. Immer wieder streut der humanistisch gebildete Klaeren eigene Erlebnisse aus der Zeit ein, als Rechner noch ganze Räume ausfüllten, als man Kopien noch mit Hilfe von Kohlepapier anfertigte, Bugs noch richtige Wanzen waren und Programmierer von Berufs wegen LISPelten.

In insgesamt zwölf Kapiteln nimmt der Programmiersprachen-Experte den Leser mit auf seine Streifzüge durch die Computerwelt.

[...] An einigen Stellen wird der Verfasser etwas mathematisch, insgesamt ist das Buch aber leicht und vor allem spannend zu lesen, es eignet sich somit hervorragend als anregende und informative Bettlektüre für jeden Technik-Interessierten, der einen Blick hinter die Kulissen der IT-Welt werfen möchte. Die zahlreichen Illustrationen und Fotos sind mit dem Text eng verzahnt und ergänzen ihn sinnvoll.

Kurzbeschreibung

Haben Informatiker, weil sie doch den ganzen Tag auf den Bildschirm schauen, sich kaum von ihm losreißen können, denn keine viereckigen Augen? Und leben sie nicht vor allem von kalter Pizza, versetzt mit ein bißchen Zigarettenasche, versüßt mit klebrig-warmer Cola?

Nun, der Rätsel und Vorurteile und Ungereimtheiten sind viele: die Informatik ist eine junge Disziplin. Viele Pioniere der ersten Stunde leben noch. Trotzdem gerät vieles aus der Gründerzeit bereits in Vergessenheit, weil sich die Wissenschaft so wie die Computertechnik in rasantem Tempo weiterentwickelt: Was gestern noch ein Wunder war, ist heute selbstverständlich - und morgen wohl überholt. Kaum jemand kann sich angesichts der Komplexität moderner PCs heute noch vorstellen, daß es einstmals mit viel weniger Technik schon großartige, überzeugende Softwarelösungen gegeben hat.

Fast jeder kennt die Geschichte, wie Archimedes seinerzeit freudig "Heureka!" rief und vor lauter Begeisterung nackt durch die Straßen seiner Stadt lief, weil er in seiner Badewanne gerade das Prinzip des Auftriebs entdeckt hatte. Kaum jemand aber kennt die Geschichte, wie John McCarthy einmal wichtigen Industrievertretern elegant vorführen wollte, wie ein Computer vollautomatisch einen mathematischen Satz beweist - und wie statt dessen zum allgemeinen Erstaunen und zur großen Erheiterung der Versammlung demonstriert wurde, daß es im Computer auch eine "Müllabfuhr" gibt. Auch um solche Geschichten geht's in diesem Buch ...

Umschlagtext

Was ist Informatik? Wer erfand das Internet? Können Computer denken? Wieso LISPeln Programmierer? Womit beschäftigen sich Hacker? Spam, Viren, Würmer und Trojaner: Müssen wir uns das alles bieten lassen?

Fragen über Fragen, die Herbert Klaeren, der renommierte Tübinger Informatiker und Fachmann für Programmiersprachen, in diesem Buch profund, aber doch auch unterhaltsam-verständlich beantwortet - und mit vielen Anekdoten und Reminiszenzen noch verfeinert und würzt.

Über den Autor

Herbert Klaeren, 1950 in Gerolstein geboren, besuchte das humanistische Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Trier, wollte eigentlich alte Sprachen studieren, begann dann aber ein Studium der Mathematik und Physik in Bonn. Als dort das neue Fach Informatik eingerichtet wurde, fand er seine Bestimmung als Fachmann für Programmiersprachen. Er promovierte an der RWTH Aachen mit einer Arbeit über algebraische Datentypen und ist seit 1988 Professor für Programmiersprachen an der Universität Tübingen. Er ist Autor mehrerer Informatiklehrbücher und Herausgeber einer Studientextreihe zu den gesellschaftlichen Bezügen der Informatik.

Auszug aus Viren, Würmer und Trojaner. Streifzüge in der Computerwelt von Herbert Klaeren. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Aus dem Vorwort:
Wir sind es gewohnt, daß heute auf jedem Bäckerauto deutlich sichtbar
baecker-mueller.de oder Ähnliches aufgedruckt ist, und es gibt kaum
jemanden, der sich nicht vorstellen kann, was damit gemeint ist. Schüler und
Studenten laden sich mit größter Selbstverständlichkeit Hausarbeiten aus dem
Internet herunter, Großmütter haben die Strickstrümpfe beiseite gelegt und
verbringen ihre Abende in Chatforen, wo sie wieder jung werden können. Hätte
das alles vor zwanzig Jahren jemand prophezeit, man hätte ihn für einen
Phantasten gehalten.

Nicht jeder kann dieser Entwicklung Positives abgewinnen; Lehrer und
Professoren müssen jetzt selbst das Internet bereisen, um ihren Schülern und
Studenten Plagiate nachzuweisen; das organisierte Verbrechen versucht, den
Dummen im Internet ihre Bankkonten leerzuräumen, Computerviren und
andere Schadprogramme verursachen Milliardenschäden in der Wirtschaft.

Wie hängt das alles zusammen, wieso haben fast alle Computer "Intel inside"
und wieso beherrscht Microsoft den Softwaremarkt? Was sagen die Informatiker
dazu?

Informatik ist eine junge Wissenschaft; viele Pioniere der ersten Stunde leben
noch. Trotzdem gerät vieles bereits in Vergessenheit, weil sich die
Wissenschaft ebenso wie die Computertechnik in rasendem Tempo entwickelt. Was
gestern noch ein Wunder war, ist heute selbstverständlich und morgen schon
langweilig. Kaum jemand kann sich angesichts der Komplexität moderner PCs
vorstellen, daß es auch mit viel weniger Technik bereits großartige
Softwarelösungen gegeben hat.

Jeder kennt die Geschichte, wie Archimedes seinerzeit freudig "Heureka!" rief
und vor Begeisterung nackt durch die Stadt lief, weil er gerade in seiner
Badewanne das Prinzip des Auftriebs entdeckt hatte. Kaum jemand kennt aber die
Geschichte, wie John McCarthy einer Versammlung hochrangiger
Industrievertreter vorführen wollte, wie ein Computer vollautomatisch
einen mathematischen Satz beweist, und wie statt dessen zum allgemeinen
Erstaunen und zur großen Erheiterung demonstriert wurde, daß
es im Computer auch eine Müllabfuhr gibt.

Davon und von vielen anderen spannenden Dingen möchte ich hier berichten und
dabei auch einen Eindruck davon geben, was Informatik eigentlich ist.

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