Nachdem ich in einem Violinkonzert von Julia Fischer als Zugabe eine Partita hörte, fühlte ich mich sehr bewegt. Ich habe mich dann zum Kauf der Violinsonaten in der Aufnahme von I. Faust entschieden. Anfangs noch mit Angst, dass sich die Folge von Solosonaten beim Zuhören erschöpfen könnte. Ich habe sie jetzt viele Male gehört, sie ergreifen und entführen jedes Mal. Insbesondere die Ciacconda aus der Partia II ist in ihrer Leichtigkeit und für mich unglaublichen technischen Brillianz der Mehrklanglinien atemberaubend. Das Wichtigste aber ist die Einfachheit und Anmut der Melodiebögen, die entrückt. Diese kleine Soloform ist ganz große Musik.