Es ist EMI hoch anzurechnen, dass es alte Meisteraufnahmen immer wieder neu in Low-Price-Auflagen herausbringt. Insbesondere wenn es sich um Raritäten mit dem russischen Ausnahmegeiger David Oistrach handelt - hier zusammen mit Knushnevitzky und Fournier (beide Cello) und Oborin (Klavier) : eine der ersten Aufnahmen eines westlichen Orchesters mit russischen Spitzensolisten. Diese Einspielung stammt aus der Anfangszeit der Stereo-Aufnahme um 1959. Dadurch klingt sie etwas dunkel - was aber durchaus seinen Reiz hat, wie das Bild eines alten Meisters, das etwas Patina angesetzt hat. Das Zusammenspiel der Solisten und des Orchesters ist innig verflochten und souverän - wie unter guten Freunden und bestens ausbalanciert.
Klangfetischisten werden eher zu neueren Aufnahmen greifen - aber wem es um eine edle und große Aufnahme dieser Meisterwerke geht, der wird hier seine Freude haben.