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Daniel Hope bietet eine vom ersten bis zum letzten Augenblick spannende, bis ins kleinste Detail durchgestaltete Interpretation der beiden Werke. Zu seinem tiefen Verständnis der Musik wird auch der Austausch mit Schostakowitschs Sohn Maxim maßgeblich beigetragen haben, dessen überzeugende Leistung am Dirigentenpult man darüber hinaus wohl als authentisch betrachten kann. Eine spannende Reise durch tiefgründige Seelenlandschaften erwartet den Hörer dieser CD, ein bewegendes Stück in Musik gegossene Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts außerdem. Michael Wersin
Schon früher begeisterte der dynamische Daniel Hope als Shostakovich-Interpret. Stephen Johnson vom BBC Music Magazine schrieb fasziniert: "Nie habe ich eine packendere Aufführung der Shostakovich-Sonate gehört nicht einmal von David Oistrach". Shostakovich selbst hatte Oistrach zum Interpreten für die Uraufführungen seiner Violin-Werke bestimmt.
Jetzt kombiniert Daniel Hope, der für seine vorhergehenden Alben bei Warner Classics jeweils mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet wurde, auf seinem neuen Shostakovich-Album die beiden Violinkonzerte, die zu den Eckpfeilern im vre des russischen Komponisten gehören, mit der 'Romance' aus der Filmmusik-Suite 'The Gadfly', eine von Shostakovichs populärsten Kompositionen im leichteren Fach. Mit seiner neuen Einspielung dieses konzertanten Werks berichtigt Daniel Hope dabei einen Manuskriptfehler, der - in seinen eigenen Worten - "die 'Romance' seit ihrer ersten Aufführung plagte".
Sein erstes Violinkonzert Op.77 schrieb Shostakovich in den Jahren 1947/48, verbarg allerdings das Manuskript über Jahre aus Furcht vor der stalinistischen Zensur. Erst 1955 mit der neuen Opus-Nummer 99 versehen, brachte David Oistrach das Werk zur Premiere. Das Zweite Violinkonzert Op. 129 schrieb Shostakovich 1967 als Geschenk zu Oistrachs 60. Geburtstag. Durch ein Missverständnis überreichte er seinem langjährigen musikalischen Partner die Partitur aber schon einen Tag zu früh. Nach der Genesung von einem Herzinfarkt 1966 markiert das zweite Violinkonzert eine selbstbewußte und geradezu konfliktfreudige Periode im Spätwerk des Komponisten.
Die einzigartige Verbindung der Dynamik des jungen Daniel Hope mit der Erfahrung und natürlichen Autorität des Dirigenten Maxim Shostakovich heben diese Einspielungen deutlich von der Vielzahl der Aufnahmen im Katalog ab und machen sie zu einem besonderen Erlebnis.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tief berührende Interpretationen eines sehr einfühlsamen Geigers,
Von Klaus Gruber "Klaus" (Frankfurt, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzerte 1+2 (Audio CD)
Diese Einspielungen der Violinkonzerte 1 + 2 von Schostakowitsch sind maßstabsetzend - Daniel Hope beweist einmal mehr, dass er zu den kompetentesten Interpreten zeitgenössischer Violinkonzerte gehört (was bereits seine Einspielung der Berg-/Britten-Violinkonzerte erkennen ließ).Schostakowitsch widmete seine beiden Konzerte David Oistrach, der dann auch bei den jeweiligen Uraufführungen als Solist wirkte und natürlich wie erwartet die Stücke beide Male in beeindruckender Weise aus der Taufe gehoben hat (ist beides auf CD verewigt und aktuell für sehr wenig Geld zu haben - ebenfalls sehr zu empfehlen). Daniel Hope läßt sich hingegen von diesen Glanzleistungen nicht einschüchtern und präsentiert in sehr souveräner Manier seine eigene Sicht dieser Werke. Er wählt einen Ton, der sehr sensibel und zerbrechlich wirkt (Nocturne und Passacaglia 1. Konzert), aber auch schneidend scharf und sarkastisch sein kann, wenn es darauf ankommt (2. Satz 1. Konzert). Im Vergleich dazu ist Oistrachs Geigenton direkter und auch kraftvoller, aber es ist gerade Hopes empfindsame Herangehensweise, die insbesondere aus dem 1. Konzert ein tief berührendes Drama macht. Den dritten Satz, die Passacaglia, habe ich selten eindringlicher und in so tieftraurigen Tönen erklingen hören wie unter Daniel Hopes Bogenführung. Ebenso mitreißend ist der erste Satz (Nocturne), wobei Hope den Hörer mit seiner Geige in Schostakowitschs aschfahle, dämonische Schattenwelten entführt. Der zweite Satz und das Finale strotzen nur so vor Energie und Freude am Schabernack. Maxim Schostakowitsch erweist sich dabei als sehr guter Begleiter - das Spiel der beiden ergänzt sich optimal. Ebenso gut gelungen ist das 2. Violinkonzert - nicht so pathosbehaftet und entschieden "wortkarger" als das erste, aber auch hier treffen die beiden Interpreten den richtigen Ton. Mit dieser Aufnahme liegt meiner Meinung nach eine der überzeugendsten Neueinspielungen dieser Werke aus jüngster Zeit vor. Sie seien jedem Schostakowitsch-Liebhaber deshalb ausdrücklich ans Herz gelegt, bieten aber auch einen hervorragenden Einstieg für all jene, die diese Stücke kennen und lieben lernen wollen. Uneingeschränkt zu empfehlen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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