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Violinkonzert Op.64/Oktett Op.20

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Produktinformation

  • Komponist: Felix Mendelssohn Bartholdy
  • Audio CD (14. September 2007)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Deutsche Grammophon (Universal Music)
  • ASIN: B000SKF7AA
  • Weitere Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 29.245 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. 1. Allegro molto appassionato (Original Version)
2. 2. Andante (Original Version)
3. 3. Allegro molto vivace (Original Version)
4. 1. Allegro moderato, ma con fuoco (Original Version)
5. 2. Andante (Original Version)
6. 3. Scherzo Allegro leggierissimo (Original Version)
7. 4. Presto (Original Version)
8. 8. Hexenlied Anderes Maienlied (Original Version)
9. 4. Suleika (Original Version)
10. 2. Auf den Flügeln des Gesanges (Original Version)

Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

DGG 4776634; DEUTSCHE GRAMMOPHON - Germania; Classica Lirica Lied

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Man hat ihn den „Sohn der Sekretärin” genannt, weil seine Mutter Eleanor Hope über Jahrzehnte die rechte Hand von Yehudi Menuhin war. Dieser soll denn auch „der Arme!“ gerufen haben, als er erfuhr, dass der kleine Daniel bereits mit vier Jahren sich anschickte, ein großer Geiger zu werden. Heute ist Daniel Hope einer der produktivsten und originellsten Geiger, die der Markt zu bieten hat. Man könnte fast meinen, seine bunt bewegte Kindheit sei daran schuld. Wem ist es schon als Kind vergönnt um Ravi Shankar und Menuhin auf dem Teppich zu krabbeln, den Jazz-Geiger Stephane Grappelli zu erleben oder Pinchas Zuckermann leibhaftig zu begegnen? Heute erfindet Hope neue Programme, "googelt" nach verlorenen Stücken. Aufsehen erregte er denn auch mit Konzept-Alben wie "Forbidden Music" mit Werken von in Konzentrationslagern zu Tode gekommenen Komponisten oder ‚Mulit-Kulti’- Produkte wie „East meets West".

Zu Felix Mendelssohns "Violinkonzert op. 64" hat Hope ein besonderes Verhältnis „Es hat absolut alles, was ein Geiger und Musiker sich wünschen kann - die schönsten Melodien, den romantischen Kampf der Geige gegen das Orchester, ein zuweilen an Beethoven erinnerndes Gefühl von 'Sturm und Drang' und jene ausgelassenen Scherzi, wie sie nur Mendelssohn schreiben konnte.“ Mit dem Dirigenten Thomas Hengelbrock rekonstruierte Hope die erste Version des Konzertes, das Mendelssohn auf den Rat seines Freundes hin, dem Geiger Ferdinand David in einigen Passagen abgeändert hatte, um die Wirkung zu steigern. Und auch sein "Streichoktett op.20" wird hier in Originalversion geboten. „Ich mag seine ausladenden Dimensionen“ sagt Hope über das Werk und beschreibt zugleich die eigene Interpretationsästhetik. Denn auch er scheut mit seinem seidigen, weichen, betörendem Ton vor manch überzuckertem Moment nicht zurück, so dass man manchmal an die alte Wahrheit denken mag: Weniger wäre mehr. Doch wer möchte darf auch sagen: Zum Schwärmen schön! -- Teresa Pieschacón Raphael


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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein kritisches Ohr TOP 1000 REZENSENT am 5. Februar 2008
Format: Audio CD
Man muss sich schon was einfallen lassen, um dutzendfach eingespielte Klassiker wie Mendelssohns Violinkonzert und das Oktett heutzutage noch an den Mann zu bringen. Die DGG hat hierbei gleich mit zwei "Weltpremieren" aufzuwarten, um das Labeldebut von Shootingstar Hope nicht zum Ladenhüter werden zu lassen. Doch wer von der Erstfassung des Konzerts und der Zweitfassung des Oktetts wirklich Neues erwartet, wird bitter enttäuscht sein. Ersteres unterscheidet sich von der bislang bekannten Fassung hauptsächlich durch eine stark verkürzte Kadenz, Tiefer-Oktavierungen einiger Stellen und (äußerst selten) anderen Noten in der Violinstimme. Der Orchestersatz bleibt bis auf minimale Retuschen fast unangetastet All diese Unterschiede tragen, anders als beispielsweise Urfassungen von Bruckner, rein gar nichts zu einem neuen Verständnis des Werkes bei, besonders, weil Hopes Interpretation alles andere als weltbewegend ist. Solide, aber keineswegs immer makellose Technik (einige verwischte Sechzehntelpassagen!) schöner, manchmal etwas zu vibratoreich-sentimentaler Ton. Hengelbrooks leicht authentisch angehauchtes Dirigat ist flüssig und temperamentvoll, in den Blechbläsern (leider keine historischen Instrumente) gelegentlich zu massiv.
Verglichen etwa mit Mullovas und Gardiners sensationeller Deutung des Konzerts ist diese Einspielung lediglich hübsche Mittelklasse und somit völlig überflüssig.
Noch marginaler sind die "Neuerungen" im Oktett, hier handelt es sich wirklich nur um für den Laien kaum hörbare kleinste Nuancen, die es eigentlich nicht erlauben, von einer wirklich neuen Fassung zu sprechen. Hope fügt sich bestens in die Solistengruppe ein, es wird engagiert, aber allerdings oft reichlich pauschal musiziert und auch hier bleibt jegliche Überraschung aus: Hohes Niveau allerorten, von einer Sternstunde sind wir jedoch meilenweit entfernt.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von HeidtJohannes am 22. Januar 2008
Format: Audio CD
Sicherlich ist Daniel Hope ein origineller Kopf, beschreitet neue Pfade als Anwalt (zu Unrecht?) vergessener Urfassungen, provoziert mit gezielt gegen den Strich gebürsteten Interpretationen, nimmt das DG-newcomergeile Publikum ein durch höchst individuelle Tongebung, die aus nur zwei Komponenten bestehen zu scheint: säuselnd ohne Kern oder brachial laut und kratzig. ("Le violon, c'est l'archet.") Die Konzert-Exposition ist eine einzige Vibrato- und Rubato-Orgie, die so gar nicht zu Hengelbrocks Orchester-Konzept passen will. Auch die Intonation ist die beste nicht: Permanent zu hoch zu spielen sichert bei perfekt fokussiertem Ton Brillianz,kann jedoch auf Dauer sich wie ein lähmender Schleier über des Hörers Ohr legen.
Produktiv,originell,spritzig,provozierend,aufregend. Diese Attribute können andere Geiger der Vergangenheit und Gegenwart ebenso in Anspruch nehmen. Ich erinnere nur an den Querdenker und -spieler Ivry Gitlis, der in den 50er- und 60er Jahren nicht nur musikalisch sondern auch technisch einiges mehr zu bieten hatte als Herr Hope.
Brauchen wir wirklich die hundertste Aufnahme des Mendelssohn-Konzerts, nur weil Hope die Urfassung spielt? Vergammeln darum die Aufnahmen von Heifetz,Milstein,Oistrach,Ida Haendel,Grumiaux,Ferras,Perlman u.v.a und -aktuell- Hilary Hahn,F.-P. Zimmermann im CD-Grab?
Der aufmerksame Hörer möge sich selbst abseits der Lobpreisungen der Phono-Industrie ein eigenes Urteil bilden.Diese CD werde ich jedenfalls meiner Schwiegermutter zum Geburtstag schenken.
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von R. Hefty am 10. Oktober 2007
Format: Audio CD
Mendelssohns Violinkonzert op. 64, eine der vollkommensten Schöpfungen der Musikliteratur, gehört zu den meistgespielten konzertanten Werken überhaupt. Man mag es wahrhaben wollen oder nicht – auch die genialsten Schöpfungen sind einem gewissen Verschleiß ausgesetzt.Wer, ehrlich gesagt, sieht einer weiteren Aufnahme von Mendelssohns Opus 64 mit freudiger Erwartung entgegen? Alles schon gehört, alles schon gesehen. Junge Geiger, die sich hier profilieren wollen, sind kaum zu beneiden. Daniel Hope, neuer Exklusivkünstler der DG, verlässt glücklicherweise mit seiner Mendelssohn-Einspielung eingetretene Wege. Er greift hier auf eine Urfassung des Werkes zurück, die entstand, bevor Mendelssohn den Rat von Ferdinand David einholte. Dass der berühmte Konzertmeister des Leipziger Gewandhausorchesters derart viele Änderungen durchsetzen konnte,möchte man kaum glauben.Über 100 davon haben Daniel Hope und Thomas Hengelbrock beim Vergleich beider Versionen entdeckt. Sollten diese wirklich alle von David sein? Da gibt es unter anderem Oktavverlegungen und neue Töne. Diese Version zu hören verblüfft, sie bietet Stoff für Diskussionen. Mendelssohn klingt lebendig und klanglich aufgefrischt, nicht polierter Schönklang, sondern eine von leidenschaftlicher Spielfreude getragene Intensivierung des Ausdrucks, deutlich auch im zuweilen hochtourigen Vibrato des Solisten, prägt die Interpretation. Das Oktett erblüht in orchestraler Fülle, Hope und den exzellenten Solisten des Chamber Orchestra of Europe sei Dank. Eine kreativ neue Sicht auf Mendelssohn mit drei kantablen Zugaben zum Schluss.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Fidelio am 13. September 2009
Format: Audio CD
Daniel Hope und Thomas Hengelbrock verwenden eine "frühe" Version des Violinkonzertes in e-moll ohne die ca. 100 Veränderungen, die auf Anregung des Geigers Ferdinand David vom Komponisten, ursprünglich um die Wirkung zu steigern, eingebaut wurden. Es spielt das Chamber Orchestra of Europe, was einen recht transparenten aber nicht Original-Klang gewährleistet. Mein Eindruck erlaubt mir nicht direkt zu sagen, dass diese grundsätzlich der üblichen Version überlegen sei. Der erste Satz profitiert aber enorm von den stärker ausgeformten Strukturen hinsichtlich der dunkleren Bässe und des zwar rauheren, aber auch aufgefächerten bis feingliedrigen Orchesterklanges. Hier wird eine Spannung erzeugt, die mir zumeist in der groß orchestrierten üblichen Version fehlt und andeutungsweise schimmern hier "seelische Spannungszustände" durch, für die Felix Mendelssohn Bartholdy sonst weniger bekannt ist. Beim mittleren, getragenen Satz wird dagegen die Spannung bei "dünnerer" Orchestrierung weniger eindrucksvoll aufgebaut, auch eine kürzere Passage der Steigerung beeindruckt nicht sehr tiefgreifend. Der letzte Satz fällt filigraner und schneller aus als gewohnt. Keinesfalls ist er als Höhepunkt, der sich für mich im anregenden ersten Satz vollzieht, auch kaum als kumulativer Ausklang des Konzertes auszumachen. Es scheint also Schwächen und Stärken in dieser "Frühversion" zu geben, bei der die Vorteile für mich selbst dominieren.
Wenn man mehr Spannung und interessante Orchestrierung als glatten Wohlklang liebt, so wird man diese Version eventuell begrüßen. Daniel Hope spielt gut, wie man es auch erwartet hätte.
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