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Die Violinen von Saint-Jacques
 
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Die Violinen von Saint-Jacques [Broschiert]

Patrick Leigh Fermor , Manfred Allié
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 208 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1., Aufl. (Mai 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596167140
  • ISBN-13: 978-3596167142
  • Originaltitel: The Violins of Saint-Jacques
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 151.781 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Patrick Leigh Fermor
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Was für eine Sprache! Was für ein Reichtum an Nuancen und Stimmungen! Wenn Sie einen Schatz entdecken wollen, dann tauchen Sie ein." (Brigitte)

Kurzbeschreibung

Berthe kommt als junges Mädchen auf die Karibikinsel Saint-Jacques. Ihr Cousin, der Graf de Serindan de la Charce-Fontenay und uneingeschränkter Herrscher der Insel, hat die mittellose Waise als Gouvernante für seine Kinder zu sich geholt. Auf Saint-Jacques scheint die Zeit stillzustehen, das Leben ein immerwährendes fröhliches, rauschendes Fest und noch ahnt niemand die Bedrohung, die über der Insel schwebt, als die letzten Vorbereitungen für den Höhepunkt des Jahres, den Karnevalsball, in vollem Schwange sind. Nur der Vulkan, der über der Insel thront, stößt hin und wieder eine bedrohliche Rauchwolke aus, zum Zeichen dafür, daß auch das schönste Leben vergänglich ist.

»Elegant und schillernd exotisch. Die Geschichte der Insel und die ausklingende Wehmut des letzten Mardi Gras werden mit einem brillanten Gefühl für Ästhetik und dem Charme philosophischer Melancholie erzählt.« The Times -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Eine betagte französische Dame berichtet von dem, für sie einschneidenden Ereignis, das sich während ihrer Jugend auf einer kleinen karibischen Insel zutrug. Bei diesem Ereignis handelte es sich um den Ausbruch des dortigen Vulkans, in dessen Folge besagte Insel im Meer versank und zweiundvierzigtausend Menschen mit sich hinab in die Tiefe zog. Berthe war Augenzeugin des Geschehens und überlebte als einzige Weiße den Untergang " Saint Jacques".
Am Vorabend des Unglücks gibt ihr Cousin - Graf de Serindan - zu Ehren seiner bezaubernden Tochter ein opulentes Kostümfest. Diese Feierlichkeit wird vom Autor in bunten Farben ausführlich geschildert und lässt keinen Zweifel aufkommen am Reichtum der karibischen Kolonialherren in vergangener Zeit. Das ausgelassene Tanzvergnügen findet seinen Höhepunkt in einem Feuerwerk, das zeitgleich als der Beginn des todbringenden Naturschauspiels betrachtet werden kann. Plötzlich fängt der " Salpetriere" an Feuer zu speien und schneegleich fällt Asche vom Himmel. Alles " rennet, rettet, flüchtet " , doch nur den " Ureinwohnern war die Fähigkeit zum Überleben auf der Insel angeboren, und allen anderen fehlte sie...." Wie durch ein Wunder überlebt die junge Französin. Sie reflektiert die Machtlosigkeit gegenüber Naturereignissen, durch welche " unsere Ängste, Leidenschaften und die kunstvolle Struktur unserer Gesellschaft" relativiert und schließlich zu lächerlichen Zwischenspielen degradiert werden. Berthes Antwort auf ihre Errettung, die sie beinahe als Verrat gegenüber ihren toten Verwandten begreift, ist der Dienst am Mitmenschen. Diesen übt sie als Laienschwester bei den Armen von Bahia und später als Lehrerin in Rio aus. Die Nächstenliebe wird im Fazit der Vergänglichkeit alles Seienden gegenübergestellt und als unendlich trostspendend begriffen.
Ein empfehlenswerter Roman mit gedanklichem Tiefgang!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Salpêtrière 28. Juni 2008
Format:Broschiert
Mit "Die Violinen von Saint-Jacques" hat der 1915 in London geborene Autor, der, nachdem er von diversen Schulen geflogen war, zu Fuß nach Konstantinopel wanderte, im Zweiten Weltkrieg als britischer Agent im griechischen Untergrund weilte und 2004 in den Adelsstand erhoben wurde, eine wunderschöne Familiensaga erschaffen, die uns in die zauberhafte und entlegene Welt der Karibik, der französischen Antillen, entführt, die Fermor nach dem Kriege bereiste. Mit wunderschönen Worten und Beschreibungen bringt er uns diese fantastische Welt zwischen den schwarzen Kreolen fernab der europäischen Fauna und Flora mit all seinen vogelfreien, exotischen Geflogenheiten - Federkiele, afrikanische Trommeln, Siegelringe, dicke Zigarren, Gongs, Weihrauchgefäße, Wasserpfeifen, Opium, Teakholz - nahe, lässt uns aufgrund seiner bildhaften Sprache teilhaben an dem kolonialen Leben, am bunten Karneval. Schlussendlich wendet sich die Erzählung weg von der Familie hin zu einem unglaublichen Naturereignis, das ich hier nicht vorweg nehmen möchte und endet hoch philosophisch (S. 182 ff).
Ich muss zugeben, dass ich nach den ersten drei Seiten den Roman fast zur Seite gelegt hätte, da mir die Sprache doch allzu alt und schwerfällig vorkam, ich mich ein wenig an Defoes "Robinson Crusoe" erinnert fühlte. Glücklicherweise las ich weiter und entdeckte den sehr kurzweiligen, unterhaltsamen und zum Träumen einladenden Schreibstil Fermors!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lili B.
Format:Broschiert
Der Roman beginnt zunächst mit einer Beschreibung der Antilleninsel Saint-Jacques, ihrer Ureinwohner und der Tatsache, dass diese Insel sich kaum auf alten Karten findet. Dann erst beginnt die Rahmenhandlung: Auf einer griechischen Insel trifft ein Mann eine alte Französin, Berthe, die ihm von ihrem Leben auf Saint-Jacques erzählt. Sie kam als junge Frau in das prächtige Haus ihres reichen Cousins, des Grafen de Serindan, wo sie als Gouvernante lebte. Aber nicht im Stil der armen Verwandten, wie man es von ähnlichen Plots kennt, die häufig mit der Heirat der jungen Frau mit dem reichen Erben enden - mit dieser Art Literatur hat dieses Buch nichts zu tun. Beschrieben wird der Glanz längst vergangener Tage einer privilegierten Schicht, die sich um wenig mehr sorgte als um opulente Feierlichkeiten. Das Leben fließt angenehm und komfortabel dahin. Ein wenig für Aufruhr sorgt die schöne Tochter Serindans, die sich ausgerechnet in den Sohn seines Rivalen verliebt. Während des Karnevalballs im Hause des Grafen spitzen sich die Ereignisse immer mehr zu.

Dies ist der einzige Roman des Reiseschriftstellers, was ich überaus bedauerlich finde. Die Sprache ist perfekt, die ganze Geschichte ein hervorragendes Gleichnis für die Vergänglichkeit all dessen, was dem Menschen wichtig ist, für seine eigene Bedeutungslosigkeit im Lauf der Zeiten, für die Willkür der Natur, der sich alles beugen muss. Dennoch ist das Buch nicht traurig und hoffnungslos. Melancholisch und ein bisschen sentimental vielleicht und auf jeden Fall lesenswert.
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