Diese Aufnahme ist ein Glücksfall. Hilary Hahn spielt die Partiten und die Sonate nicht nur mit technischer Perfektion bis ins kleinste Detail, sondern auch mit mitreissender Musikalität. Nichts klingt übertrieben oder künstlich, alles natürlich, klar, sowohl feinste Strukturen als auch die grosse Architektur werden deutlich. Man meint, es ginge gar nicht anders. Die grosse C-Dur Fuge habe ich noch nie so überzeugend und transparent gehört, selbst bei Nathan Milstein und Hendrik Szering scheint das Stück in verschiedene Teile zu zerbrechen, hier nicht. Die d-moll Chaconne, hochkonzentriert, klar, ohne unnötige Gags, ein Genuss nicht nur fürs Ohr, ein Bach-Erlebnis der höchsten Klasse.