DAS ist eine CD! Eine, die man wirklich mit Vergnügen, mit Staunen, mit Sehnsucht hören kann, obwohl es sich ja um „moderne" (ihhh) Musik handelt.
Das Glassche Violinkonzert ist ein Glass-typisches Produkt. Dreiklangsbrechungen, die sich langsam verwandeln und im Kreis taumeln, bilden den Hintergrund für eine sphärische Melodie der Solovioline, die ebenfalls in bestimmten Musikmustern gefangen ist. Kremer spielt abgehoben und dennoch so diszipliniert, wie Glass es verlangt haben mag. Das Ganze erinnert an Powwaquatsi; man hat das Zeitraffer-Bild von meditierenden Mönchen vor Augen, oder auch was ganz anderes; eine schöne Erfahrung, wirklich.
Schnittke ist Schnittke ist Schnittke, aber von Kremer auch mit Bravour bewältigt. Das ist natürlich ganz was Anderes, hier muß man sich auch Mühe geben mit der Musik; von mit-denken wage ich ja nicht zu reden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)