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Violettbuch Kirchenfinanzen: Wie der Staat die Kirchen finanziert [Broschiert]

Carsten Frerk
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 16,00 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

Oktober 2010
Obwohl die beiden großen christlichen Kirchen heute weniger als zwei Drittel der Bevölkerung organisieren, werden viele ihrer Belange durch die öffentliche Hand finanziert. Und das betrifft keineswegs nur Krankenhäuser oder Sozialstationen, die von der Allgemeinheit in Anspruch genommen werden können. Ob Bischofsgehälter, die Ausbildung kirchlichen Personals oder Missionswerke - konfessionslose und andersgläubige Bürgerinnen und Bürger zahlen kräftig mit.
Carsten Frerk gibt einen systematischen Überblick, zu welchen Gelegenheiten der Staat von den Kirchen zur Kasse gebeten wird. Er problematisiert versteckte Subventionen wie die steuerliche Absetzbarkeit der Kirchensteuer, erläutert die rechtliche und historische Fragwürdigkeit der sogenannten Staatsleistungen und stellt die Frage, warum die Allgemeinheit soziale Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft bezuschusst, obwohl dort die Arbeitnehmerrechte weitgehend außer Kraft gesetzt sind.

Dabei geht es nicht um Kleinigkeiten: Die Zuwendungen der öffentlichen Hand an die Kirchen übersteigen deren Einnahmen aus der Kirchensteuer beiweitem. Und da die Kirchen steuerbefreit sind, tragen sie nichts zur Finanzierung der gesellschaftlichen Infrastruktur bei, von der sie profitieren.

Hinweise und Aktionen

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Produktinformation

  • Broschiert: 269 Seiten
  • Verlag: Alibri; Auflage: 1 (Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865690394
  • ISBN-13: 978-3865690395
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 145.863 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

geboren 1945, verantwortlicher Redakteur des Humanisti­schen Pressedienstes und Leiter der Forschungs­gruppe Weltanschauungen in Deutschland. Der Sozialwissenschaftler gilt als ein profunder Kenner der kirchlichen Finanzen.

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Kundenrezensionen

4.7 von 5 Sternen
4.7 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Märchen von der „armen Kirche“ läßt sich durch viele, viele Fakten widerlegen. Die Kirche, katholisch wie evangelisch, ist nicht arm, sondern sie ist steinreich. Da die Kirche nicht über das Vermögen und den Reichtum informiert, den sie besitzt, muß man jedoch durchforschen, wo sie ihre Besitztümer und Reichtümer angesammelt hat. Das ist, allein hier in Deutschland, gar nicht so einfach. Die Kirche hat über 80.000 Körperschaften, die alle einen eigenen Finanzbericht erstellen; sich durch diesen Dschungel durchzuarbeiten, ist sehr, sehr schwierig.

Doch der renommierte Politologe Carsten Frerk hat sich diese Mühe gemacht und in einem umfassenden Buch aufgeschlüsselt, wo die Besitztümer der Kirchen als solche offenkundig sind und wo versteckte Einnahmen vorliegen. Der Autor ist auf ein immenses Gesamtvermögen gekommen, das sich auf über 500 Milliarden Euro beläuft – eine Zahl, die man sich kaum vorstellen kann. Wie sie sich zusammensetzt, hat Frerk in seinem Buch ausführlich aufgeschlüsselt: Da geht es um Immobilien, um Kapitalvermögen, um die Diakonischen Hilfswerke, um diverse Stiftungen: Es bestehen, beide Konfessionen zusammengenommen, allein 20.000 Stiftungen, die der Kirche zugeordnet werden. Da ist aber auch das Vermögen der Ordensgemeinschaften, der diversen Versicherungen, der Siedlungswerke, der Hilfs- und Missionswerke (typisch chrsitlich, als spirituelle kann ich das nicht gutheißen), all der Verbände, der Medienunternehmen, die die Kirche besitzt. Sie verfügt über eigene Rundfunksender und Filmunternehmen, über Druckereien, Büchereien.
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110 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit der üblichen Gründlichkeit ... 12. November 2010
Von R.P.
... gliedert der Autor die verschiedenen finanziellen Posten auf, die der Staat den Kirchen gibt (z.B. Staatsleistungen) oder, auf die er zugunsten der Kirchen verzichtet (z.B. Abzugsfähigkeit der Kirchensteuer).
Es geht hier nicht um Kritik an Religion oder christentum - es geht um das viel speziellere und trockenere Thema der Milliarden schweren Geldflüsse an die Kirchen und die mageren Leistungen, die von den Kirchen an die Gesellschaft zurückkommen.

Der Autor ist in diesem neuen Buch weniger zahlen- und detailversessen als in seinen beiden vorausgegangenen Büchern über die "Finanzen der Kirchen" und über "Caritas und Diakonie". Er bietet hier auf vergleichsweise wenigen Seiten eine kristallklar gegliederte Übersicht, die als Einstieg in die Thematik konzipiert und sehr eingängig geschrieben ist. Man könnte sagen, dass dieses Buch als Propädeutik für die beiden früheren Bände dienen kann.
Jeder einzelne Posten aus der skandalösen Bilanz wird in Bedeutung und Entstehung erklärt und nachvollziehbar belegt. Wo es keine klaren Zahlen gibt, wird das deutlich gemacht. Sofern eine Schätzung vorkommt, ist sie sehr konservativ: In dubio pro reo. Frerk achtet strikt darauf, immer fair zu bleiben, nicht unter die Gürtellinie zu schlagen.

Dieses faktenreiche und kompakte Buch räumt mit so mancher Fabel auf, die gern wiederholt wird. So z.B. mit der Begründung der Staatsleistungen aus angeblichen Enteignungen aus dem Reichsdeputationshauptschluss, 1803. Frerk hat sich die Mühe gemacht, dieses Dokument einmal zu lesen, statt die Aussagen darüber von anderen abzuschreiben. - Ein anderes Beispiel: das berühmte Böckenförde-Diktum.
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75 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Atheisten hätten keine Werte, seien egoistisch, überhaupt ganz schlechte Menschen - so heißt es zumindest von kirchlicher Seite... Aber unser Geld nehmen sie gern! Gern und reichlich! Carsten Frerk zeigt einmal mehr, wie sich die Kirchenindustrie das Geld ALLER Steuerzahler in die Taschen stopft, sich Einrichtungen wie Kindergärten, Behindertenwohnheime, Misereor, Caritas nahezu vollständig bezahlen lässt und nur noch mit dem Stempel "Christliche Nächstenliebe" versieht. Die Behauptung, dass es ohne die tatkräftige Unterstützung der Kirchen solche Einrichtungen nicht gäbe? Eine Mär! Eine schlecht ausgedachte Geschichte, die die Kirchen jedoch dazu benutzen, ihren Angestellten z.B. das Menschenrecht auf Religionsfreiheit (also auch der Freiheit von Religion) vorzuenthalten. Auch anderweitig werden sich kräftig die Taschen gefüllt und auch hier zeigt Carsten Frerk, dass die Kirchen eine jahrtausendlange Erfahrung darin haben, die Wahrheit soweit und solange zu verbiegen, bis so viel Zeit verstrichen ist, dass sich kaum noch jemand an den wahren Hergang erinnern kann. So z.B. auch die Behauptung, die Besoldung der Kirchenfürsten aus Steuergeldern wie sie heutzutage immer noch Usus ist, resultiere aus dem Reichshauptschluß vom 25.02.1803 wird nicht dadurch wahrer, dass sie immer und immer wieder kolportiert wird.
Carsten Frerk geht es gerechterweise nicht darum, die Kirchen abschaffen zu wollen - er möchte aber aufzeigen, welches Schindluder mit den Steuergeldern von 40% der Bundesbürger, die weder evangelisch noch katholisch sind, getrieben wird.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Tolles kritisches Buch
Das Buch ist durch eine sehr gute kleinschrittige Gliederung sehr gut lesbar. Auch ohne Speziellkenntnisse kann man sehr viel über die Kirchenfinanzen erfahren.
Vor 28 Tagen von Amazon.Bestellerin veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Lesenwert
Sehr interessant. Für alle die sich mit dem Thema beschäftigen wollen..ich bin selber aus der Kirche ausgetreten, nachdem ich mich mit dem Thema Kirche in Deutschland... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Daniel Popp veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Unbedingt weiterempfehlen!
Über jeden einzelnen Stern, der diesem Buch gegeben wurde, kann ich mich für den Autor Carsten Frerk
von ganzem Herzen freuen - ein wunderbares Werk! Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Manuela Pinggera veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr umfangreiche Zusammenstellung
Wer sich über die Finanzierung der beiden großen Kirchen in Deutschland etwas oder mehr wissen will, erhält mit diesem Buch die beste Informationsquelle. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Alfons Klüpfel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schockierendes Buch - eigentlich Pflichtlektüre für dt...
Habe mir das Buch nach einem Gespräch mit dem Gemeindediakon gekauft (Wieviel Geld kommt von der gezahlten Kirchensteuer bei der Gemeinde vor Ort an? Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Dandomusic veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Was würde der Prophet dazu sagen?
"Über Geld spricht man nicht, Geld hat man!" An diesen Grundsatz hält sich auch die Kirche. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Dieter Meier veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Unseriöse Vergleiche
Über jeden einzelnen Stern, der diesem Buch gegeben wurde, kann ich mich nur wundern. Entgegen der Ankündigung findet keine faire Auseinandersetzung, erst recht keine... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von rescogitans veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Hoher Preis lohnt sich!
Sehr gründlich recherchierte und detaillierte Darstellung der deutschen Verflechtung von Staat und Kirche. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Grottian, Dominik veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen ...etwas polemisch, aber mit Recht !
Sie sind am überlegen, ob Sie aus der Kirche (aus welcher der vielen auch immer) austreten sollen? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. April 2011 von Sir Karl Eduard
5.0 von 5 Sternen Die finanzielle Zusammenarbeit von Staaat und Kirche.
Zweifelsohne ist der Autor des "Violettbuches Kirchenfinanzen" dem humanistischen Anliegen der völligen Trennung von Staat und Kirche verpflichtet, das sich die Bundesrepublik... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Februar 2011 von Fleischer, Christoph
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