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Violanta-Sony Opera House

Marek Janowski , Erich Wolfgang Korngold Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Komponist: Erich Wolfgang Korngold
  • Audio CD (29. Januar 2010)
  • SPARS-Code: ADD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Sony Classical (Sony Music)
  • ASIN: B002V988OS
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 29.126 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Vorspiel
2. Unsre Barke blüht schon wie ein Weinberg
3. He, was machst du?
4. Schweigt still! Wie oft hab' ich's gesagt, daß ich das Lied nicht duld'
5. Ich hol'Dich. Komm!
6. Sie hasst ihn! Hasst ihn wie die Niedrigkeit!
7. Wein! Blumen! Lichter! Geigenhauch!
8. Violanta...?
9. Aus den Gräbern...
10. Dann hör' ich durch Nacht und Stille mir nahen des Sünders Verlangen
11. Violanta! - Du wirst ihn töten!
12. Ja, du wirst ihn töten!
13. Dicht Aug' in Aug' werd' ich gegenüber ihm steh'n
14. Barbara! Bring Lichter!
15. Wie ging das Märchen, Barbara, das oft Du erzählest, als ein Kind ich war?
16. So wünsch' ich Dir: schlaf wohl, gnädige Frau
17. Der Sommer will sich neigen...
18. Wie schön seid Ihr, wie herrlich schön!
19. Noch nicht das Lied! Leg erst den Mantel ab
20. Sterben wollt' ich oft, wenn mir mein Leben leer wie Tand erschien
Alle 26 Titel anzeigen.

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Erich Wolfgang Korngolds (1897-1957) einaktige Oper Violanta war seine zweite Opernkomposition, die Handlung (nach dem Libretto von Hans Müller) spielt im Venedig der Renaissance. Korngolds musikdramatische Werke werden stilistisch oft „zwischen Richard Strauss und Giacomo Puccini“ angesiedelt, die reiche Orchestrierung und große melodische Linien sprechen für diese Einordnung. Für Kenner ist Korngold schon lange kein Geheimtipp mehr, für Opernliebhaber, die „ihr“ Repertoire erweitern wollen, sind seine Werke eine echte Fundgrube opulent-intelligenter Einfälle.

Diese Aufnahme ist eine Wiederveröffentlichung der Weltersteinspielung der Violanta von 1980, die Produktion unter Federführung des BR und der CBS war damals ein Aufsehen erregendes Projekt. Die Besetzungliste mit Eva Marton in der Titelrolle, Siegfried Jerusalem als Alfonso und Walter Berry als Simone Trovai sowie dem Chro des BR und dem Münchener Rundfunkorchester unter der Leitung von Marek Janowski ist einer Weltersteinspielung auch heute noch angemessen.

Produktbeschreibungen

CD Marek Janowski / Opera House Serie

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5.0 von 5 Sternen Geniestreich eines 18-jährigen 24. Februar 2010
Von Wolfgang Stroebl TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Endlich! Endlich ist die vergriffene Gesamtaufnahme (1980) von "Violanta" von Erich Wolfgang Korngold wieder neu aufgelegt worden.
Der Einakter ist der unfassbare Geniestreich eines 18-jährigen Komponisten, der in seiner Komplexität den ignoranten Spruch (der übrigens auch in der Produktinformation angeführt wird) widerlegt, Korngold sei eine Synthese aus Strauss und Puccini. "Violanta" widerlegt diesen Unsinn spielend: Korngold war schon in seinen frühen Werken ein originärer Komponist. Er entwickelte eine Musiksprache, deren Idiom er in allen Sparten sein ganzes Leben lang treu blieb. Brillante Orchestrierung und Instrumentation, Sinn für Operndramatik, überschwängliches Melos und innovativer Tonsatz: alles ist bereits in "Violanta" in einem Übermaß vorhanden, das einem den Atem raubt. In den 73 Minuten des Operneinakters wird eine musikalische Intensität und Überhitztheit erreicht, die im Musiktheater selten ist.

Dennoch ist die vorliegende Aufnahme die erste und bisher auch einzige dieser Oper. Sie ist 1980 unter der Supervision von Korngolds Sohn Georg(e) entstanden und überzeugt auch heute noch in ihrer musikalischen Qualität. Eva Marton, damals auf dem Höhepunkt ihrer stimmlichen Möglichkeiten, ist mit ihren metallischen Spitzentönen eine intensive Titelheldin, leider aber fast völlig textunverständlich. In der schwierigen und exponierten Rolle des Liebhabers Alfonso überzeugt Siegfried Jerusalem. Er ist ebenso wortdeutlich wie das übrige Personal, darunter Walter Berry, Horst Laubenthal und Ruth Hesse. Marek Janowski ist ein sensibler Organisator der Korngold'schen Klangräusche, vielleicht klingen die Ekstasen etwas zu brav, immerhin bleiben aber dabei die Sänger(innen) durchwegs hörbar.
Ansonsten ist das Booklet wie gewohnt spartanisch. Es gibt immerhin eine brauchbare, nicht allzu kurze Inhaltsangabe in drei Sprachen, das war's dann schon wieder. Ein Libretto dabei scheint nicht mehr üblich zu sein.
Wieder einmal beklage ich an dieser Stelle, dass gerade bei unbekannteren Werken auch von Seiten der Labels nicht mehr an Information geboten wird. An den Kosten kann das doch nicht liegen! Ich bin mir sicher, dass Interessenten (und, bitte, wer kauft "Violanta", wenn er nicht interessiert ist?) auch einen Euro mehr zahlen, wenn ein ansprechendes und informatives Booklet gestaltet würde.

Fazit: eine überzeugende Aufnahme eines Werks, das es wert wäre, der Vergessenheit entrissen zu werden. Vielleicht trauen sich jetzt im 21.Jahrhundert ein paar Künstler über eine Neuinterpretation...? Der 100. Geburtstag der "Violanta" (1915) wäre ein schöner Anlass.
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