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Vinland - Die Entdeckungsfahrten der Wikinger von Island nach Grönland und Amerika: Erik der Rote, Bjarni Herjulfsson, Leif Eriksson und Thorfinn Karlsefni [Kindle Edition]

Jörg-Peter Findeisen
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Kindle-Preis: EUR 13,99 Inkl. MwSt. und kostenloser drahtloser Lieferung über Amazon Whispernet
Der Verkaufspreis wurde vom Verlag festgesetzt.

  • Länge: 224 Seiten
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In den zeitgenössischen Klagen werden die Wikinger als fürchterliche und unmenschliche Wesen bezeichnet, doch waren die meisten in erster Linie seefahrende Händler und Bauern. Nach neuen Lebensgrundlagen suchend, stießen sie von Skandinaviens Küsten über Island bis Grönland vor und wollten dort als Bauern und Händler siedeln, was sie auch an der nordamerikanischen Küste versuchten.
Mit der Ausgrabung eines Basislagers der Wikinger auf Neufundland rücken die frühmittelalterlichen Quellen und Sagas von Erik dem Roten, Leif dem Glücklichen und anderen Entdeckern neuerlich in den Mittelpunkt wissenschaftlicher und publizistischer Abhandlungen.
In einer vergleichenden kritischen Sicht der Schriftquellen um "Vinland" und unter Berücksichtigung neuerer archäologischer Erkenntnisse skizziert der Nordeuropahistoriker Jörg-Peter Findeisen den aktuellen Wissensstand zu den Reisen der Isländer und Grönländer nach Nordamerika.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Prof. Dr. sc. phil. Jörg-Peter Findeisen, geb. 1943, war von 1988 bis 1993 Ordinarius für Geschichte der Neuzeit an der Universität Jena, wirkte dann im Auftrag des Deutschen Akademischen Austauschdienstes als Gast- bzw. Honorarprofessor an verschiedenen schwedischen und der Jagellonen-Universität Krakau, lebt und lehrt heute in Trier. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur skandinavischen Geschichte bzw. dem Dreißigjährigen Krieg.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannendes Thema, teilweise langweilig geschrieben 11. April 2012
Von Andreas Schmidt (Media-Mania) TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Jörg-Peter Findeisens "Vinland" behandelt ein spannendes Thema. Die Wikinger entdeckten und besiedelten Länder und Inseln zwischen Skandinavien und Neufundland bereits im 10. Jahrhundert. Sie überwanden regelmäßig Strecken, die die europäischen Seemächte erst am Ende des Mittelalters schafften. Ihre Leistung gehört daher auch historisch gewürdigt.
Allerdings schafft es Findeisen leider über weite Strecken des Buches nicht, das Thema genauso spannend zu vermitteln. Insbesondere die Abschnitte, die sich fast ausschließlich auf die Grönländer- und Erik-der-Rote-Sagen beziehen, sind kaum lesbar für einen interessierten Laien. Sie erzählen keine durchgehende Geschichte, sondern reihen Spekulation an Spekulation. Die äußerst schlechte Quellenlage lässt für die Forschung kaum Alternativen zu. Wie immer in solchen Fällen muss Spekulation die Lücken schließen, wenn man zu einem einigermaßen überschaubaren Bild gelangen möchte. Findeisen begnügt sich aber oft damit, zu allen möglichen Aspekten die verschiedenen Spekulationen, die es in der Forschungsgeschichte gab, aufzuzählen. Er enthält sich dabei häufig einer Entscheidung für diese oder jene Theorie, sondern geht einfach über zur nächsten ungelösten Frage. So entsteht keine runde Geschichte, der Leser bleibt im Grunde genauso schlau wie zuvor. Ein roter Faden mit Lücken hätte das Buch deutlich lesbarer gemacht.

Es gibt aber auch einige Kapitel, die gelungen sind, beispielsweise das zur Knarre, dem wikingischen "Hochseeschiff", oder das zu den späteren Entdeckungsfahrten in der frühen Neuzeit.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das "Weinproblem" 24. Februar 2013
Von Michaela Hoevermann TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Dass Christoph Kolumbus die Ehre gebührt, Amerika als erster Europäer bereist zu haben, ist längst widerlegt. In Wirklichkeit waren andere schneller: Die Wikinger gelangten bereits im 9./10. Jahrhundert n. Chr. auf den neuen Kontinent. Ihr Ruf ist denkbar schlecht: "In die Geschichte der kontinentaleuropäischen christianisierten Völker gingen die Wikinger als fürchterliche, kaum menschliche Regungen bekundende Wesen ein" (S. 15). Da ist die Rede von unsagbarer Grausamkeit, sinnloser Zerstörung und Mordbrand. Aber sie waren natürlich "nicht nur Räuber und Zerstörer" (S.16).

Seit Island im Oktober 2011 Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse war, ist hierzulande das Interesse an Literatur und Geschichte des kleinen Inselstaates erwacht, nicht nur in Forschung und Wissenschaft, sondern auch beim interessierten Publikum allgemein. Es ist nicht einfach, gleichermaßen Laien und Fachleute mit ein und derselben Publikation anzusprechen: Dem Historiker Prof. Dr. sc. Jörg-Peter Findeisen, der sich schwerpunktmäßig mit skandinavischer Geschichte befasst, gelingt dieser Spagat: Er legt mit „Vinland“ eine spannend zu lesende Monographie über die "Entdeckungsfahrten der Wikinger von Island nach Grönland und Amerika" vor, der die bisherigen Erkenntnisse aus Archäologie, Geschichte und Literaturwissenschaft zusammenbringt. Einiges muss angesichts der Quellenlage spekulativ bleiben. Im Innenteil helfen Karten, sich einen Überblick zu verschaffen.
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