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Vineta. Die Wiederentdeckung einer versunkenen Stadt
 
 
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Vineta. Die Wiederentdeckung einer versunkenen Stadt [Gebundene Ausgabe]

Klaus Goldmann , Günter Wermusch
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785709870
  • ISBN-13: 978-3785709870
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 721.665 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Vor etwa 850 Jahren soll die sagenumwobene Stadt Vineta in der Ostseeküste versunken sein. Die einst größte Stadt Europas galt wegen ihres unermeßlichen Reichtums und ihrer Macht als das 'Venedig des Nordens'. Wie konnte eine solch große und prächtige Stadt plötzlich vom Erdboden verschwinden? Folgt man der Sage, könnte eine Sturmflut Vineta vernichtet haben. Nach einer anderen Auffassung besteht die Stadt unter dem Namen Wollin allerdings heute noch.
Klaus Goldmann und Günter Wermusch präsentieren nach mehrjähriger Recherche und Spurensicherung eine neue, aufsehenerregende Erklärung.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
VINETA v. Goldmann / Wermusch 1. September 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Kurzurlaub an der Ostsee (Kühlungsborn über Rügen bis Zinnowitz) führte auch nach Barth. Das dortige sog. (ein-Raum)->Vineta-Museum< war stillgelegt wegen Umbaues; traurig, was man gegenüber dem Potential des Namens Vineta dort (eben nicht) bietet. Ein Gespräch mit dem Betreiber des Museums ergab aus seiner Sicht, dass dem geschichtlich Interessierten wohl auch kaum etwas geboten werden kann bei dem noch überaus dürftigen Erkenntnisstand. Hier vergibt die Kommune offensichtlich alle Chancen, etwas auf die Beine zu stellen.
Als Ausgleich hierzu kaufte ich mir dieses Buch. Zugegeben war es durchaus spannend, und Dank Kürze der Einzel-Kapitel auch sehr leicht zu lesen. Die von Goldmann und Wermusch unterbreitete Theorie klingt überzeugend, da sie unkonventionell mit bisherigen Postulaten zur Lage von Vineta ins Gericht geht. Besonders glaubwürdig wirkt die Analyse, weil offensichtlich nicht der Besitzanspruch >Vinetas< durch einheimische Autoren im Mittelpunkt der Ausarbeitung steht, sondern durchaus offen und selbstkritisch alle Interpretationen zum vermutetem Lageort von Vineta verglichen werden. Von besonderer Überzeugungskraft zur Barth-Theorie sind die Ausführungen von Wermusch, da mit diesen ethymologischen Bewertungen ein absichernder und völlig neuer Blick auf die bisherigen Erkenntnisse und die Theorie der Autoren geworfen wird.
Etwas unbefriedigend erscheint dem eher wissenschaftlich interessierten Leser, dass recht wenig Details zu den 24 Bodenfunden Reiner Tunns im Barther Bodden publiziert wurden. Für wissenschaftlich vertiefter Interessierte glänzt das Buch jedoch mit einem excellenten Quellenverzeichnis und Register.
Ein also in vieler Hinsicht für den geschichtlich und archäologisch Interessierten sehr empfehlenswertes - zugleich auch recht spannend und damit leicht >verdaulich< aufgemachtes - Buch.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spannendes Vineta 13. Februar 2003
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
In diesem Buch werden Sie auf eine Reise mitgenommen. Sie begleiten die Autoren auf ihrer Suche nach Vineta. Sie reisen in viele Zeiten und an viele Orte auf der Suche nach dieser sagenumwobenen Stadt.
Das Buch war für mich eines der besten Bücher, das ich bisher gelesen habe. Es ist spannend - man hat das Gefühl, den beiden Forschern bei ihrer Suche Gesellschaft zu leisten und ihnen zuzuhören, wenn sie von dem wirklichen Vineta erzählen.
Ich möchte erwähnen, dass dieses Buch kein Roman ist, die Entwicklung der Forschung aber chronologisch erzählt wird.
Das Lesen gestaltet sich leicht, da das Buch kein "schweres Fachbuch" mit unverständlichen Vokabular ist.
Sondern eine schöne Forschungsgeschichte erzählt, bei der es lohnt, sie mehrmals zu lesen!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Barth statt Wollin? 18. August 2004
Von Gid Scoop
Format:Gebundene Ausgabe
Das Vineta weit mehr als nur ein Schauplatz mecklenburgischer Sagen gewesen ist, ist schon seit längerem bekannt. Seit in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts archäologische Untersuchungen im polnischen Städtchen Wollin auf Usedom dort den Nachweis für eine slawische Handelssiedlung erbrachten, galt es allgemein als sicher, dass sich dort einst das sagenhafte Vineta befunden hatte.
Dass dies jedoch keineswegs so sicher gelten muss, zeigen die Autoren des vorliegenden Buches. Scharfsinnig nehmen sie die historischen Quellen zu Vineta respektive Julin und Jomsburg „auseinander". Sie vergleichen nicht nur die Aussagen der mittelalterlichen Autoren untereinander, sondern wenden das dort gesagte auch immer auf die geographischen Begebenheiten der Ostseestädte an. Dabei finden sie schnell heraus, dass das Küstenbild sich (erwartungsgemäß) in den letzten Jahrhunderten mitunter deutlich geändert hat. Mehr noch: für eine Identifikation von Wollin als Vineta sprechen nur wenige Fakten in den Quellen. Zu viele Ungereimtheiten wollen nicht in dieses Bild passen.
Nach gründlicher Recherche, in deren Verlauf die beiden Autoren nicht nur eine längst vergessene Odermündung ausfindig machen, sondern auch die norddeutsche Kirchen- bzw. Missionierungsgeschichte (Stichwort: Otto von Bamberg) „umschreiben", gelangen sie schließlich zu dem Schluss, dass das geheimnisvolle Vineta (das eher als „Provinz" denn als einzelne Stadt aufzufassen sei) sich einst in der Umgebung des heutigen Barth befunden haben könnte.
Obwohl m.E. ein wenig zu viel Augenmerk auf die etymologische Herkunft und Ableitung von Städte- und Flurnamen gelegt wurde und eine nicht geringe Anzahl Kapitel ausschließlich auf Hypothesen und Spekulationen beruht, kann ich dieses Buch dennoch wärmstens allen empfehlen, die sich mit dem geheimnisvollen Vineta und den entsprechenden Sagen, v.a. aber auch mit der Entwicklung und Stadtwerdung im Ostsee-Raum und den Slawen näher befassen wollen.
Deutlicher als hier kann man es kaum zeigen: auch und vor allem in den Sagen „unserer" Breiten steckt oft mehr als nur ein Fünkchen (historische) Realität.
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