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Vincent van Gogh. Die Farben der Nacht
 
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Vincent van Gogh. Die Farben der Nacht [Gebundene Ausgabe]

Geeta Bruin , Maite van Dijk , Jennifer Field , Sjraar van Heugten , Joachim Pissarro , Chris Stolwijk
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Hatje Cantz Verlag; Auflage: 1 (1. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3775722653
  • ISBN-13: 978-3775722650
  • Größe und/oder Gewicht: 28,6 x 22,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 717.974 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das wohl berühmteste Gemälde Vincent van Goghs (1853-1890) ist 'Die Sternennacht', entstanden im Juni 1889: ein vibrierendes Bild mit expressiven, kurzen Pinselstrichen, in dem Zypressen wie Flammen gegen den sternenreichen Nachthimmel emporflackern. Von Anfang an hat sich der Künstler der paradox erscheinenden Aufgabe angenommen, die Nacht, die sich vordergründig betrachtet gerade durch das Nichtvorhandensein von Licht auszeichnet, mittels Licht darzustellen. Er folgte dabei dem Verfahren der Impressionisten, Licht in ein Farbgemisch zu »übersetzen«. Zugleich war er bestrebt, seinen Werken eine sehr persönliche metaphorische Bedeutung zu geben, die weit über die oberflächliche visuelle Erscheinung hinausging. Beide künstlerischen Ideen van Goghs sind in seinen ungeheuer reizvollen Nachtdarstellungen, Gemälden wie Zeichnungen, verbunden. Der Band bietet einen umfassenden Blick auf nächtliche Landschaften und Innenräume aus allen Schaffensphasen, in denen der Künstler die Effekte von natürlichen und künstlichen Lichtquellen auf die Umgebung meisterhaft umsetzte.

Über den Autor

Van Gogh (geb. 1853 bei Breda, Niederlande), gilt als einer der Begründer der modernen Malerei. Jung verläßt er das protestantische Elternhaus und arbeitet in Kunsthandlungen in Den Haag, London und Paris. In Amsterdam verwirft er schnell das Studium der Theologie, um sich als Laienprediger ausbilden zu lassen. Während seiner Predigerzeit 1878 - 1880 beginnt er zu zeichnen. Nach einem kurzen Besuch der Brüsseler Akademie kehrt er der universitären Ausbildung endgültig den Rücken. Im Museum studiert er Rembrandt, Millet und Delacroix. Eine entscheidende Veränderung für van Goghs bis dahin dunkelgetönte Malerei bringt ein Aufenthalt in Paris 1886 - 1888, wo er den Impressionisten begegnet. 1888 reist er nach Arles. Im hellen Licht des Midi entstehen seine heute bekanntesten Bilder.
Nach einem Nervenzusammenbruch sucht van Gogh 1889 die Heilanstalt von Saint-Remy-de-Provence auf. Ein Jahr später begibt er sich in die Obhut von Dr. Gachet in Auvers-sur-Oise. Im Juni 1890 wählt er den Freitod.Sjraar van Heugten ist Chefkurator des Van Gogh Museums Amsterdam, Autor und ausgewiesener Experte für die Zeichnungen Vincent van Goghs.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Nacht ist die Mutter der Gedanken (Französisches Sprichwort),, 1. Oktober 2008
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Vincent van Gogh. Die Farben der Nacht (Gebundene Ausgabe)
Der niederländische Maler Vincent van Gogh (1853-1890) löste sich in seinem expressiven Werk vom Impressionismus, wie es auf andere Weise Paul Gaugin und Paul Cezanne taten.Mit ihnen zählt van Gogh zu den Wegbereitern der modernen Malerei. Die Expressionisten sahen in ihm ihren bedeutendsten Vorläufer.

Anfangs zeichnete van Gogh besonders nach Vorlagen von Jean-Francois Millet, dann entstanden eigenständige Aquarelle und Zeichnungen, die das armselige Leben von Grubenarbeitern zum Thema hatten. Diese Bilder malte er in schweren, dunklen Farben.

Die helle, lichte Malerei der Impressionisten entdeckte van Gogh für sich erst als er nach Paris ging, wobei er die Poesie der Nacht noch kurz vor seinem Tode in dunklen Farben festhielt.Ein großer Teil von van Goghs Werk- sowohl in Zeichnungen wie auch in Gemälde- Darstellungen ist der Nacht gewidmet.

Das vorliegende Buch ist die begleitende Publikation zur Ausstellung "Die Farben der Nacht", die derzeit im Museum of Modern Art in New zu sehen ist.

Den 121 Abbildungen werden durch diverse Aufsätze erhellt, die sich mit den dunklen Gemälden van Goghs näher auseinandersetzen.

Diese Werke bringen die enge Verwobenheit des bäuerlichen Lebens mit den Naturzyklen zum Ausdruck oder stellen eine poetische Assoziation zwischen dem Abend und dem modernen Leben her oder auch zwischen Abend und Natur.
Die Titel der Aufsätze lauten : "Vincent van Gogh und die Tradition der Abend- und Nachtdarstellung "(Chris Stolwijk), "Dämmerung und Nacht in van Goghs frühen Schriften" (Joachim Pissarro ). "Die Farben der Nacht, Stil und Technik in van Goghs Darstellungen von Abend und Nacht" (Sjaar van Heugten), "Landschaften bei Dämmerlicht", (Greeta Bruin), " Bauernleben: "Les Paysans chez eux " (Jennifer Field), "Die Stimme des Korns, Ein Nachtstück" ( Maite van Dijk), "Poesie der Nacht" (Maite van Dijk und Jennifer Feld).

Thematisiert wird u.a. das Gemälde die "Kartoffelesser" (1885), das nach zahlreichen Studien entstand. In einer düsteren, von einer Petroleumleuchte spärlich erhellten Behausung sitzen zwei Männer, zwei Frauen und in der Mitte ein Mädchen im Gegenlicht bei einem kargen Kartoffelmahl. Schweigen lastet über dieser Szene des Ölgemäldes, das durchweg in graubraunen Tönen gehalten ist. Starkes soziales Engagement und Resignation zugleich sprechen aus diesem Bild mit den niedergedrückt abgehärmt wirkenden Gestalten, ihren karikaturhaften Köpfen und ausgeprägt knochigen Arbeitshänden. Van Gogh vergleicht den Farbton seines Gemäldes mit einer ungeschält staubigen Kartoffel.

Das Nachtleben in der Großstadt ist ein weiteres Thema, aber auch die Abenddämmerung. Schon 1878 als er die ersten Zeichnungen vor einem Nachtcafe schuf war er wie Pissarro schreibt "von diesem doppelsinnigen, ja widersprüchlichen Moment des Tages fasziniert: Das ersterbende Tageslicht, das in einem ebenso intensiven wie flüchtigen Sonnenuntergang kulminierte, woraufhin die Dunkelheit hereinbricht und die künstlichen Lichtpunkte von Häusern und Straßen erscheinen, zugleich mit dem Schimmer der Sterne und des Mondes am nächtlichen Himmel."

Offenbar steckt in van Goghs Briefen ein Schatz von Themen, die in seiner künstlerischen Psyche mit der Nacht verbunden waren. In diesen Briefen weist der Künstler auch auf die geistige und religiöse Dimension der Nacht hin.

Schon früh hat der Maler über die Dunkelheit nachgedacht und über das Licht, das in der Düsternis erscheint.

Pissarro lässt den Leser wissen, dass die umfangreichen Literaturkenntnisse van Goghs eine große Rolle in dessen Kompositionen spielen. Der Meister war ein leidenschaftlicher Leser, der haufenweise Bücher verschlang und ging in seiner Korrespondenz ausführlich auf das Gelesene ein um es dann schließlich in seinen Gemälden zu visualisieren.

Der Leser erfährt Näheres zu seinem Gemälde "Nachtcafe" und auch zur "Sternennacht".
Beeindruckend sind die Werke zum Thema Bauernleben, insbesondere die Gegenüberstellung seines Gemäldes "Die Grabenden", zu Millets "Die Ährenleserinnen".

Die Abbildungen der ausgestellten Werke sind hervorragend.

Empfehlenswert.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Interessante neue Ansätze, 17. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Vincent van Gogh. Die Farben der Nacht (Gebundene Ausgabe)
Während die ersten beiden Essays eher Einführungen in das Thema sind und sowohl Bilder und Zeichnung von van Gogh, aber auch von anderen Künstlern bieten können, bietet der dritte Beitrag von Sjraar van Heugten eine Darstellung zur Technik van Goghs. Durch vergrößerte Ausschnitte aus Bildern des Künstlers - darunter auch die berühmte Sternennacht - und Gegenüberstellungen von Bildern, zusammen mit dem Text, kann man die Entwicklungen und Arbeitsweisen nachvollziehen.
Die nächsten vier Essays bieten Werkszusammenstellungen zu den Themen Landschaft bei Nacht und in der Dämmerung sowie das ländliche Bauernleben.
Ein klassischer Katalogteil, der nur die Bilder der Ausstellung mit wenig bis gar keinem Text zeigt, fehlt hier.
Auch werden die Bilder nicht einheitlich präsentiert. Von kleinen Abbildungen, die eher einen Eindruck von Original vermitteln können, bis hin zu ganzseitigen Abbildungen ist in diesem Buch alles vertreten. Dabei ist die Qualität der Drucke stets vorzüglich. Selbst auf Zeichnungen und Briefen kann man jeden Tintenklecks und zum Teil sogar die Schrift auf der Rückseite des Blattes erkennen.

"Die Farben der Nacht" ist nicht allein ein Ausstellungskatalog, sondern ermöglicht es auch ohne Besuch der Ausstellung die Arbeit van Goghs unter einem sehr speziellen Gesichtspunkt kennen zu lernen und bietet einige interessante neue Ansätze zu seinem Werk.
Der Aufbau des Buches lässt es eigenständig erscheinen und ermöglicht, es auch zu genießen, wenn man sich für die Werke van Goghs oder das Thema Nacht" in der modernen Malerei interessiert.
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