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Vincent
 
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Vincent [Gebundene Ausgabe]

Joey Goebel , Hans M. Herzog , Matthias Jendis
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (48 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 431 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1., Aufl. (September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257064853
  • ISBN-13: 978-3257064858
  • Originaltitel: Torture the Artist
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (48 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 155.048 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Joey Goebel
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Foster Lipowitz hat alles erreicht. Sein Unterhaltungsimperium hat das Land mit zynischen Soaps, seichten Songs und filmischen Werken, die Titel tragen wie „Blood Lust 1 –4“, förmlich überzogen. Nun, da der Krebs ihn rasch dahinrafft, wandelt der Medienmogul sich vom Saulus zum Paulus. Die wenige ihm verbleibende Zeit soll der Schaffung wahrer Werte dienen. Im tiefsten Indiana gründet er „New Renaissance“, eine Eliteschule, an der junge Künstler förmlich gezüchtet werden sollen. Der siebenjährige Vincent Spinetti, ein schriftstellerndes Wunderkind, ist einer der Besten!

Da, wie die Legende weiß, nur großes Leid große Kunst gebiert, bekommen die Schüler eine Art schwarzen „Schutzengel“ an ihre Seite gestellt. Über Vincent wacht von nun an Harlan Eiffler als Manager darüber, dass seinem Schützling Vincent auf dem Weg zum Genie nicht allzu wohl wird. Alles um der Kunst willen, versteht sich. Der in der Musikbranche gescheiterte Harlan, Ich-Erzähler dieser Satire, nimmt seinen Job zerstörerisch genau, wie schon der amerikanische Originaltitel Torture the Artist suggeriert. Quäl‘ den Künstler!

Goebels Roman umkreist genau diese Frage, ob künstlerische Großtaten durch bewusst zugefügtes Leid (und Harlans Einfallsreichtum ist diesbezüglich unerschöpflich), gerechtfertigt sind. Das Konzept scheint vordergründig aufzugehen. Aus dem wurzellosen Einzelgänger Vincent, gezeugt während eines One-Night-Stands einer unersättlichen Mutter, wird ein erfolgreicher Songwriter und Drehbuchschreiber. Je tiefer sein Kummer, desto größer sein künstlerischer Output. Da lässt die menschliche Katastrophe erfahrungsgemäß nicht lange auf sich warten.

Am Ende von Vincents Leidensweg, der auch eine giftige Standortbestimmung heutiger Popkultur ist, steht ein zerknirschter Harlan auf den Trümmern seines Lebens. Ihm präsentiert sich eine wahnsinnig gewordene Welt, getarnt als riesige Entertainment-Maschinerie, „die täglich dümmer wird, ihre Werte verliert, sich allmählich in eine riesige Orgie verwandelt, auf der die einzigen freundlichen Worte wollüstige Grunzlaute sind.“ -- Klassenziel Geniezuchtstation verfehlt. Eine bittersüße Abrechnung mit der strahlenden Glamourwelt. --Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Wußten Sie, daß große Popsongs und Filme von einem unglücklichen, aber genialen Künstler stammen? Und damit einem solchen die Ideen nicht ausgehen, sorgen in diesem Roman 'Beschützer' dafür, daß ihm ständig neues Leid widerfährt. Denn das ist der Rohstoff, aus dem wahre Kunst entsteht. Bringt das Genie das Kunststück fertig, trotzdem ein glücklicher Künstler zu werden?Vincent - ein Chamäleon von einem Roman, der als Satire beginnt, sich in einen bizarren Alptraum verwandelt und am Ende zu Tränen rührt.Eine literarische Entdeckung aus Amerika. Joey Goebel lebt in Kentucky, schrieb mit fünf Jahren seine ersten Stories und tourte mehrere Jahre mit seiner Band The Mullets als Leadsänger der Punkrocker durch den Mittleren Westen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
"Vincent" ist ein Roman, der sich nicht so leicht in eine Schublade stopfen lässt. Ein großer Löffel Satire, eine Prise Utopie, ein Spritzer thrillerhaftes Drama, abgeschmeckt mit einer Messerspitze Herz-Schmerz. "Vincent" ist ein Roman, der sich jeglichem Vergleich zu entziehen scheint und der auf seine Art einzigartig ist. Nicht zuletzt auch deswegen ist die Lektüre ein ausgesprochener Genuss.

Harlan, Ich-Erzähler und Hauptfigur pflegt ein ganz besonderes Verhältnis zu dem jungen Nachwuchskünstler Vincent. Als sein Mentor spornt er ihn an, steht ihm als Freund zur Seite und fügt ihm dennoch ständig Leid zu, um seine künstlerische Schaffenskraft zu beflügeln. Das Verhältnis der beiden hat dadurch einen recht merkwürdigen Charakter. Man schließt Harlan als Leser dennoch ins Herz. Er ist sympathisch und man versteht ihn irgendwie, wie er gefangen ist, zwischen seinen Rollen als Don Quijote der Kultur und als Handlanger der Unterhaltungsindustrie. Vincent bleibt mehr oder weniger blass, fast schon abstrakt und fremd. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil. Man kennt genügend leiderprobte Künstler, um sich ein Bild von ihm zu machen. Das Kurt-Cobain-Bild auf dem Buchdeckel ist da nur eine mögliche Assoziation, die sich aufdrängt.

Zu Beginn mag man "Vincent" in erster Linie für eine Satire halten. Der Roman hat seine unverkennbar humoristischen und sarkastischen Seiten. Wenn Harlan in der Chefetage des weltweit wichtigsten Medienkonzerns durch die Fernsehkanäle zappt und gnadenlos über alles herzieht, was dort zu sehen ist, während ihm gegenüber die Menschen sitzen, die genau diesen Unsinn verzapft haben, so ist das schon ganz besonders erheiternd.

Aber darüber hinaus ist "Vincent" auch die Geschichte einer besonderen Freundschaft zwischen Künstler und Mentor, eine Geschichte um wahre Kunst und echte Künstler und nicht zuletzt ein Drama um Liebe, Schwermut, Verlust, Enttäuschung und Ausbeutung. "Vincent" ist ein Roman, der wunderbar vielschichtig ist, der gleichermaßen unterhält und nachdenklich stimmt, der zum Lachen ermuntert und den Leser rührt.

FAZIT: "Vincent" ist ein außerordentlich erfrischendes und unterhaltsames Buch, das all denen besonders Spaß machen dürfte, denen der kommerzialisierte Mainstream zuwider ist. Eine originelle Geschichte, die sehr gelungen mit einer Mischung aus Satire und Dramatik umgesetzt wurde. Für mich zählt das Buch schon jetzt zu den Toptiteln des Jahres.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Für frustrierte Junggesellen 18. September 2005
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
"Vincent" ist im großen und ganzen ein durchaus gelungenes Lesevergnügen. Besonders für Menschen, die von unserer Popkultur mehr als enttäuscht sind, ist dieses Buch sehr unterhaltsam.
Der Autor und Ich-Erzähler lästert über die aktuelle Musik, das Kino und das Fernsehen und das sehr zu recht, meiner Meinung nach.
Ich persönlich konnte mich sowohl mit der etwas aggressiven Arroganz des Erzählers wie auch mit der hoffnungslosen Einsamkeit von Vincent identifizieren. Beide sind sie mehr als enttäuscht von der Gesellschaft und versuchen den Schmerz mit den verschiedensten Mitteln zu kompensieren.
In dem Buch fließen immer wieder persönliche Schicksalsschläge und auch der etwas gehässige Pessimismus des Autors Joey Goebel ein, was ich sehr amüsant finde. Allerdings verunsichert einen der subjektive Schreibstil dann und wann ein wenig.
Ich muss zugeben, daß ich mir doch etwas mehr von dem Buch erhofft hatte. Den Protagonisten fehlt es an Tiefgang und der Schreibstil ist im großen und ganzen doch etwas unsensibel. Allerdings wird dem Leser dadurch viel Freiraum gelassen und man kann sich selbst überlegen wie sich die Personen wirklich fühlen.

Abschließend würde ich sagen, daß dieses Buch doch ziemlich experimentell ist allerdings im durchaus positiven Sinne. Ein gutes Buch, daß ich nicht so schnell vergessen werde.

~kale hatfield~

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Nicht nur weil ich mir mit diesem Autor den Nachnamen teile finde ich dieses Buch äusserst gelungen. Der 25-jährige Joey Goebel hat einen tollen Roman geschrieben, der vor allem denjenigen gefallen dürfte, die von der heutigen Massenkultur im Pop/TV/Kino total genervt sind und richtig gute Kunst vermissen. Genau aus diesem Grund wird die Firma New Renaissance gegründet von einem älteren Mediengiganten, der zum Abschluss seines Lebens nochmal für gute Kunst sorgen will. Die Firma sucht unter vielversprechenden jungen Talenten einen aus, Vincent, dem ein Manager zur Seite gestellt wird, der dafür sorgen muss, dass diesem jungen Talent nie die Ideen ausgehen und er hochwärtige Songs und Drehbücher etc. verfasst. Dafür ist fast jedes Mittel recht. Damit Vincent richtig leidet und dies dann in seinen Werken verarbeitet, wird sein Hund umgebracht, seine Freundinnen werden so lange bearbeitet bis sie die Finger von ihm lassen, er wird zum Alkoholiker gemacht und und und. Das Resultat: Vincent schreibt tatsächlich hervorragende Songs und Drehbücher und andere stecken den Ruhm dafür ein. Ob irgendwann die Bombe platzt und Vincent von der totalen Manipulation erfährt, die sein Leben begleitet, will ich hier nicht verraten. Ein wirklich lohnenswertes Buch, dass die heutigen Medien aufs Korn nimmt und bei der ein und anderen Person des Romans lässt sich ziemlich schnell erraten, wer von unseren heutigen US-Promis gemeint ist. Toll geschrieben und absolut filmreif.
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Vincent
Vincent ist künstlerisch sehr begabt. Deswegen bekommt er auch schon mit 7 Jahren ein Stipendium für eine Schule, in der vor allem Wert auf die künstlerische... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Isiera veröffentlicht
"Folter den Künstler"...
... so lautet der Erfolgsroman "Vincent" von Jeoy Goebel eigentlich frei übersetzt.
Denn genau darum geht es: man nehme sich einen Jungen oder ein Mädchen mit... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Lieschen veröffentlicht
Große Hoffnung
Wer "Vincent" von Joey Goebel liest, hat die berechtigte Hoffnung, hier eines der größten amerikanischen Schriftstellertalente kennengelernt zu haben. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Jesper Kantas veröffentlicht
Muss man gelesen haben!
Ich fasse mich kurz!
Wer Musik interessiert ist und zudem auch genug von der kommerzialistischen Musikwelt hat,
sollte es lesen. Erfrischend, schockierend, unglaublich! Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von L. Hauser veröffentlicht
Tolles Erstlingswerk
"Vincent" von Joey Goebel ist ein sehr gut gelungenes Erstlingswerk. Der relativ junge Autor geht streng, aber nicht besonders ernsthaft mit der kommerziellen Medienlandschaft ins... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Pandorama veröffentlicht
"Wenn man nur lange genug lebt...
...macht jeder seine Hölle auf Erden durch." Wer wüsste das besser, als Vincent Spinetti! Obwohl...Vincent brauchte 15 Jahre, um zu dieser Einsicht zu gelangen. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Thomas Knackstedt veröffentlicht
"Vincent" ist eine aussergewöhnlich tiefgründige Geschichte....
Je mehr ein Künstler leidet, desto kreativer ist er. Je kreativer er ist, desto lukrativer wird die ganze Sache. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juni 2010 von Bücherelfe
Gänsehaut...
Zuviel mag ich hier eigentlich gar nicht verraten, da jeder Leser die Faszination, die von Vincent und seinem "Schutzengel" Harlan ausgehen, wohl selber erleben muss... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Mai 2010 von Nicy Who
Nun denn
Erst einmal sollte dieses "der Künstler leidet und schafft dadurch Großes" nicht so in den Vordegrund geworfen werden, denn es beschreibt dieses großartige Buch in... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. April 2010 von Satzwichserei
Wunderschöne Idee...
... und mehr leider nicht.

Geht wahre Kunst denn nur aus wahrem Leid hervor? Ist das der einzig wahre Weg zu wahrer Kunst, steht denn an ihrem Anfang immer wahres... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. April 2010 von titus_tock
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