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Vincent [Gebundene Ausgabe]

Joey Goebel , Hans M. Herzog , Matthias Jendis
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (55 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

September 2005
Wußten Sie, daß große Popsongs und Filme von einem unglücklichen, aber genialen Künstler stammen? Und damit einem solchen die Ideen nicht ausgehen, sorgen in diesem Roman 'Beschützer' dafür, daß ihm ständig neues Leid widerfährt. Denn das ist der Rohstoff, aus dem wahre Kunst entsteht. Bringt das Genie das Kunststück fertig, trotzdem ein glücklicher Künstler zu werden?Vincent - ein Chamäleon von einem Roman, der als Satire beginnt, sich in einen bizarren Alptraum verwandelt und am Ende zu Tränen rührt.Eine literarische Entdeckung aus Amerika. Joey Goebel lebt in Kentucky, schrieb mit fünf Jahren seine ersten Stories und tourte mehrere Jahre mit seiner Band The Mullets als Leadsänger der Punkrocker durch den Mittleren Westen.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 431 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1., Aufl. (September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257064853
  • ISBN-13: 978-3257064858
  • Originaltitel: Torture the Artist
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (55 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 129.962 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Foster Lipowitz hat alles erreicht. Sein Unterhaltungsimperium hat das Land mit zynischen Soaps, seichten Songs und filmischen Werken, die Titel tragen wie „Blood Lust 1 –4“, förmlich überzogen. Nun, da der Krebs ihn rasch dahinrafft, wandelt der Medienmogul sich vom Saulus zum Paulus. Die wenige ihm verbleibende Zeit soll der Schaffung wahrer Werte dienen. Im tiefsten Indiana gründet er „New Renaissance“, eine Eliteschule, an der junge Künstler förmlich gezüchtet werden sollen. Der siebenjährige Vincent Spinetti, ein schriftstellerndes Wunderkind, ist einer der Besten!

Da, wie die Legende weiß, nur großes Leid große Kunst gebiert, bekommen die Schüler eine Art schwarzen „Schutzengel“ an ihre Seite gestellt. Über Vincent wacht von nun an Harlan Eiffler als Manager darüber, dass seinem Schützling Vincent auf dem Weg zum Genie nicht allzu wohl wird. Alles um der Kunst willen, versteht sich. Der in der Musikbranche gescheiterte Harlan, Ich-Erzähler dieser Satire, nimmt seinen Job zerstörerisch genau, wie schon der amerikanische Originaltitel Torture the Artist suggeriert. Quäl‘ den Künstler!

Goebels Roman umkreist genau diese Frage, ob künstlerische Großtaten durch bewusst zugefügtes Leid (und Harlans Einfallsreichtum ist diesbezüglich unerschöpflich), gerechtfertigt sind. Das Konzept scheint vordergründig aufzugehen. Aus dem wurzellosen Einzelgänger Vincent, gezeugt während eines One-Night-Stands einer unersättlichen Mutter, wird ein erfolgreicher Songwriter und Drehbuchschreiber. Je tiefer sein Kummer, desto größer sein künstlerischer Output. Da lässt die menschliche Katastrophe erfahrungsgemäß nicht lange auf sich warten.

Am Ende von Vincents Leidensweg, der auch eine giftige Standortbestimmung heutiger Popkultur ist, steht ein zerknirschter Harlan auf den Trümmern seines Lebens. Ihm präsentiert sich eine wahnsinnig gewordene Welt, getarnt als riesige Entertainment-Maschinerie, „die täglich dümmer wird, ihre Werte verliert, sich allmählich in eine riesige Orgie verwandelt, auf der die einzigen freundlichen Worte wollüstige Grunzlaute sind.“ -- Klassenziel Geniezuchtstation verfehlt. Eine bittersüße Abrechnung mit der strahlenden Glamourwelt. --Ravi Unger

Über den Autor

Foto: © Regine Mosimann / Diogenes Verlag

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für frustrierte Junggesellen 18. September 2005
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
"Vincent" ist im großen und ganzen ein durchaus gelungenes Lesevergnügen. Besonders für Menschen, die von unserer Popkultur mehr als enttäuscht sind, ist dieses Buch sehr unterhaltsam.
Der Autor und Ich-Erzähler lästert über die aktuelle Musik, das Kino und das Fernsehen und das sehr zu recht, meiner Meinung nach.
Ich persönlich konnte mich sowohl mit der etwas aggressiven Arroganz des Erzählers wie auch mit der hoffnungslosen Einsamkeit von Vincent identifizieren. Beide sind sie mehr als enttäuscht von der Gesellschaft und versuchen den Schmerz mit den verschiedensten Mitteln zu kompensieren.
In dem Buch fließen immer wieder persönliche Schicksalsschläge und auch der etwas gehässige Pessimismus des Autors Joey Goebel ein, was ich sehr amüsant finde. Allerdings verunsichert einen der subjektive Schreibstil dann und wann ein wenig.
Ich muss zugeben, daß ich mir doch etwas mehr von dem Buch erhofft hatte. Den Protagonisten fehlt es an Tiefgang und der Schreibstil ist im großen und ganzen doch etwas unsensibel. Allerdings wird dem Leser dadurch viel Freiraum gelassen und man kann sich selbst überlegen wie sich die Personen wirklich fühlen.

Abschließend würde ich sagen, daß dieses Buch doch ziemlich experimentell ist allerdings im durchaus positiven Sinne. Ein gutes Buch, daß ich nicht so schnell vergessen werde.

~kale hatfield~

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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Per aspera ad astra � ohne Leid kein Preis 5. Oktober 2005
Format:Gebundene Ausgabe
"Vincent" ist ein Roman, der sich nicht so leicht in eine Schublade stopfen lässt. Ein großer Löffel Satire, eine Prise Utopie, ein Spritzer thrillerhaftes Drama, abgeschmeckt mit einer Messerspitze Herz-Schmerz. "Vincent" ist ein Roman, der sich jeglichem Vergleich zu entziehen scheint und der auf seine Art einzigartig ist. Nicht zuletzt auch deswegen ist die Lektüre ein ausgesprochener Genuss.

Harlan, Ich-Erzähler und Hauptfigur pflegt ein ganz besonderes Verhältnis zu dem jungen Nachwuchskünstler Vincent. Als sein Mentor spornt er ihn an, steht ihm als Freund zur Seite und fügt ihm dennoch ständig Leid zu, um seine künstlerische Schaffenskraft zu beflügeln. Das Verhältnis der beiden hat dadurch einen recht merkwürdigen Charakter. Man schließt Harlan als Leser dennoch ins Herz. Er ist sympathisch und man versteht ihn irgendwie, wie er gefangen ist, zwischen seinen Rollen als Don Quijote der Kultur und als Handlanger der Unterhaltungsindustrie. Vincent bleibt mehr oder weniger blass, fast schon abstrakt und fremd. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil. Man kennt genügend leiderprobte Künstler, um sich ein Bild von ihm zu machen. Das Kurt-Cobain-Bild auf dem Buchdeckel ist da nur eine mögliche Assoziation, die sich aufdrängt.

Zu Beginn mag man "Vincent" in erster Linie für eine Satire halten. Der Roman hat seine unverkennbar humoristischen und sarkastischen Seiten. Wenn Harlan in der Chefetage des weltweit wichtigsten Medienkonzerns durch die Fernsehkanäle zappt und gnadenlos über alles herzieht, was dort zu sehen ist, während ihm gegenüber die Menschen sitzen, die genau diesen Unsinn verzapft haben, so ist das schon ganz besonders erheiternd....

Aber darüber hinaus ist "Vincent" auch die Geschichte einer besonderen Freundschaft zwischen Künstler und Mentor, eine Geschichte um wahre Kunst und echte Künstler und nicht zuletzt ein Drama um Liebe, Schwermut, Verlust, Enttäuschung und Ausbeutung. "Vincent" ist ein Roman, der wunderbar vielschichtig ist, der gleichermaßen unterhält und nachdenklich stimmt, der zum Lachen ermuntert und den Leser rührt.

FAZIT: "Vincent" ist ein außerordentlich erfrischendes und unterhaltsames Buch, das all denen besonders Spaß machen dürfte, denen der kommerzialisierte Mainstream zuwider ist. Eine originelle Geschichte, die sehr gelungen mit einer Mischung aus Satire und Dramatik umgesetzt wurde. Für mich zählt das Buch schon jetzt zu den Toptiteln des Jahres. Lesen Sie weiter... ›

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen An den eigenen Ambitionen erstickt 2. August 2009
Von Polygraph
Format:Broschiert
Es sind meistens die größten Geister, die den größten Knacks haben; und die Menschen, die die schönsten Dinge erschaffen, hatten in den meisten Fällen selbst nur wenig Bekanntschaft mit dem Glück. Edith Piaf, die sang wie keine andere, während ihr Leben unaufhaltsam in Scherben brach; Van Gogh, der Sonnenblumen, Sternenhimmel und schönste französische Landschaften malte, während er vor Einsamkeit den Verstand verlor; Proust, der in seinem kurzes Leben die literarische Tradition der Welt revolutionierte, während er, von Tuberkulose gezeichnet, sein Leben lang Stammkunde im örtlichen Bordell blieb; die Liste liesse sich fortsetzen. Die ewige Frage ist, ob Genialität immer das Produkt kruder äußerer Umstände ist, oder ob geniale Persönlichkeiten dank ihrer erhöhten Sensibilität einfach nicht in Harmonie mit dem Rest der Menschheit leben können.
Es war nur eine Frage der Zeit, bis diese Frage einmal Gegenstand eines humoristischen Abhandlung werden mussten, und der Amerikaner Joey Goebel hat es mit "Vincent" zumindest versucht.
Im Zentrum der Handlung steht New Renaissance, eine Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine neue Generation von Künstlern heranzuzüchten, und Talent notfalls mit Nachdruck an die Oberfläche zu bringen. Gewalt ist hierbei nicht nur legitim, sondern sogar erwünscht. Im ganzen Land werden potentielle Begabungen bereits im Kindesalter auf spezielle Schulen geschickt, um dort auf ihre spätere Karriere vorbereitet zu werden. Ein Mitarbeiter der Organisation, aus dessen Sicht der Roman erzählt wird, nimmt sich eines Jungen namens Vincent an, der sich als vielversprechendes Talent entpuppt.
... Lesen Sie weiter... ›
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen höchstleistung durch ständiges Leiden 26. Oktober 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Nicht nur weil ich mir mit diesem Autor den Nachnamen teile finde ich dieses Buch äusserst gelungen. Der 25-jährige Joey Goebel hat einen tollen Roman geschrieben, der vor allem denjenigen gefallen dürfte, die von der heutigen Massenkultur im Pop/TV/Kino total genervt sind und richtig gute Kunst vermissen. Genau aus diesem Grund wird die Firma New Renaissance gegründet von einem älteren Mediengiganten, der zum Abschluss seines Lebens nochmal für gute Kunst sorgen will. Die Firma sucht unter vielversprechenden jungen Talenten einen aus, Vincent, dem ein Manager zur Seite gestellt wird, der dafür sorgen muss, dass diesem jungen Talent nie die Ideen ausgehen und er hochwärtige Songs und Drehbücher etc. verfasst. Dafür ist fast jedes Mittel recht. Damit Vincent richtig leidet und dies dann in seinen Werken verarbeitet, wird sein Hund umgebracht, seine Freundinnen werden so lange bearbeitet bis sie die Finger von ihm lassen, er wird zum Alkoholiker gemacht und und und. Das Resultat: Vincent schreibt tatsächlich hervorragende Songs und Drehbücher und andere stecken den Ruhm dafür ein. Ob irgendwann die Bombe platzt und Vincent von der totalen Manipulation erfährt, die sein Leben begleitet, will ich hier nicht verraten. Ein wirklich lohnenswertes Buch, dass die heutigen Medien aufs Korn nimmt und bei der ein und anderen Person des Romans lässt sich ziemlich schnell erraten, wer von unseren heutigen US-Promis gemeint ist. Toll geschrieben und absolut filmreif.
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Die Geschmäcker sind verschieden
Die Geschichte spielt in Amerika. Dementsprechend die Erzählweise.
Die Idee der Geschichte ist genial, die Personen vorstellbar, die Art der Erzählweise für... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Tagen von Sonne veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen super
Das Buch ist ein absolutter Renner! Als nicht-mehr-Fan von Unterhaltungsliteratur habe ich mich auf Empfehlung darauf eingelassen es zu lesen und bin nicht mehr davon... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von t.z. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Danke
Passt, dankeschön. --- --- --- --- --- ---- ---- ---- --- --- -- ---- ---- --- ---- ---- - .
Vor 4 Monaten von Julia Wachsmann veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Berechtigte Medienkritik oder nur Klischee?
Ohne Leid keine große Kunst, ohne Liebe und Glück die Möglichkeit, die Welt der Unterhaltung neu zu erfinden. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Steppenwölfin veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Mitreißend geschriebener Roman über den Medienbetrieb
Harlan Eiffler bekommt den Job seines Leben: Ein millionenschwerer Medienunternehmer will als Krönung seiner Laufbahn eine Nachwuchsakademie ins Leben rufen, um... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von W. R. Frieling veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen "Vincent" von Joey Goebel
Der siebenjährige Vincent wird im Rahmen einer Talentsuche als kulturell besonders begabtes Kind entdeckt. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Martha Wunderlich veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Eine Geschichte, die sich selber Lügen straft
Die Idee ist in den Ursprüngen sicher gut gewesen. Leider ist die Geschichte schlecht erzählt und schlecht geschrieben. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Heler veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Vincent
Vincent ist künstlerisch sehr begabt. Deswegen bekommt er auch schon mit 7 Jahren ein Stipendium für eine Schule, in der vor allem Wert auf die künstlerische... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Isiera veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen "Folter den Künstler"...
... so lautet der Erfolgsroman "Vincent" von Jeoy Goebel eigentlich frei übersetzt.
Denn genau darum geht es: man nehme sich einen Jungen oder ein Mädchen mit... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Lieschen veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Große Hoffnung
Wer "Vincent" von Joey Goebel liest, hat die berechtigte Hoffnung, hier eines der größten amerikanischen Schriftstellertalente kennengelernt zu haben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Mai 2011 von Jesper Kantas
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