Ein gerade entlassener Journalist möchte sein Leben gerne neu ordnen und fährt dazu dahin, wo er auch als Kind seine Ferien verbracht hat, nach Bad Aussee ins steierische Salzkammergut.
Hier unternimmt er kleine Ausflüge zu den Stätten seiner Kindheit. Bei einem dieser Ausflüge entdeckt er einen Stein, der in Kurrentschrift seinen Familiennamen trägt und nun erwacht die Neugier in ihm. Er möchte das Geheimnis lüften, welches dieser Stein und die damit verbundene Person umgeben. Bald findet er heraus dass, es sich bei dieser Frau, die 1933 spurlos verschwand, um seine Urgroßtante handelt, die als Dienstbotin bei nobler Herrschaft tätig war. Ein gefundenes Dienstbotenbuch führt ihn immer tiefer hinein in eine längst vergangene Zeit....
Zwar ist das alles insgesamt nicht besonders aufregend,doch wie der Autor seinen Leser an der Spurensuche teilhaben lässt - die Beschreibung der Einheimischen, die einen Fremden erst dann für "voll" nimmt, wenn er sie richtig beschimpft, das provinzielle Beamtentum, die einfache Herzlichkeit vor allen der weiblichen Bewohner, die Schilderung der idyllischen Landschaft, das macht das Buch überaus lesenswert. Ein weiteres sind die köstlichen Dialoge, die mit dem einfachen leicht ironischen Ton genau die Stimmung und die Menschen wiedergeben, die zu dieser ländlichen Umgebung passen. Ein richtig nettes Sommerbuch, nicht besonders tiefgründig, doch einfach liebenswert und mit einer Menge Humor!