Was ist es, daß ein Buch von Robbins zu einem unverkennbaren Robbins macht? Personen, Situationen und Konstellationen, die vor Absurdität trotzen? Virtuose Sprachspiele? Philosophische Eskarparden? Man nehme alles, rühre kräftig um - und, tja. Nicht immer ist das Ergebnis überzeugend.
Villa hat von allem etwas. Aber auch nur etwas, und nicht mehr. Das Fabelwesen Tanuki, GI auf asiatischem Dschungelurlaub etc. etc. Die Kurzbeschreibung will ich nicht wiederholen. Wo die Geschichten früher immer abstruser wurden, dümpelt es vor sich hin. Wo man unter der Last der Sprachspiele einst zusammenbrach, muß man warten, Gedankenspiele nur auf Sparflamme. Das alles macht Villa zu einem echten "Robbins light".
Deutlicher ausgedrückt: Villa ist immer noch lesenswerter als der meiste Mist in den Buchläden. Aber es fehlt die Brillianz früherer Werke. Wenigstens kann man ihm nicht den Vorwurf machen wie bei Völker - er faßt sich wieder kurz.
Tom - was is? Bist Du müde? Hat der Verlag gesagt, Du mußt mehr Mainstream werden? Ist der Zenit überschritten, oder dürfen wir hoffen? (3 Sterne für den Vergleich mit anderen Robbins'-Werken, sonst wären es 5)