Vor 15 minuten habe ich das Werk ausgelesen. Wirklich: "aus" gelesen.
Mich alsdann 15 minuten darüber aufgeregt.
Worüber?
Mit Genuss und Wonne zu allen schriftstellerischen und unabgesprochenen Qualitäten der Grän habe ich ihre Bücher "Hurenkind" und "Hochstaplerin" gelesen. Ich schätze die Grän hoch.
Aber, was war das hier?
Musste das sein?
Das war literarisches "Dünnbrettbohren" aus einer großen Werkstatt.
Platte Geschichtchen schlecht aneinandergehäkelt.
Wenn man schreiben kann wie sie, warum tut man das dem Leser an.
War das ein Vertragserfüllungswerk?
Ich weiss es nicht, weiß nur, daß es unnötig war.
Zitate werden "fallengelassen", große Namen "gedroppt", Musikalien "erwähnt"...
Ist das Werk geboren aus humanistischer Grundausbildung bei synergisierendem CD-Playerbesitz?
Als Fortsetzungsroman im "Standard" oder eher noch in der "Presse" hätte "Villa Freud" noch getaugt;
aber als weiterer Roman; da war der Wurf zu kurz.