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Villa Europa: Roman
 
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Villa Europa: Roman [Gebundene Ausgabe]

Ketil Bjørnstad , Ina Kronenberger
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 2 (15. Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458171908
  • ISBN-13: 978-3458171904
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 13,2 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 557.507 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ketil Bjørnstad
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein faszinierendes Lesevergnügen."  (Journal Frankfurt )

"Es besteht eine wunderbare Spannweite zwischen den Romanfiguren in Villa Europa, aber die Frauen sind es, die dem Autor am meisten am Herzen liegen. Doch nicht in der üblichen männlichen Art; der Roman ist eine Art Demonstration der Überlegenheit der weiblichen Lebensweise ..." (Arbetet, Malmö )

"Bjørnstad, der von Beginn seiner künstlerischen Karriere an nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Pianist gearbeitet hat, erzählt seine Geschichte über die Villa Europa in einer Sprache der Musik.[...] Mit der "Villa Europa" ist Bjørnstad nach seinem Erfolgsroman "Tanz des Lebens" (2002) erneut ein beeindruckendes Buch gelungen. Ernst und heiter, tragisch und komisch zugleich." (Lesart )

"Ketil Bjørnstad erzählt ebenso anteilnehmend wie ironisch, ja sarkastisch das Porträt einer Familie, deren wechselvolles Schicksal zugleich die Geschichte des 20. Jahrhunderts widerspiegelt, erzählt "vom Leben der Bohèmiens und Phantasten in Berlin und Paris in der Endphase des vorherigen Jahrhunderts, über zwei große Kriege bis hin zum Fall der Mauer und der Auflösung des Ostblocks. … Ein vergnügliches, gut geschriebenes, ernstes Buch." (Ingvar Ambjörnsen VG Oslo )

"Ein spannendes Panorama unseres verrückten zwanzigsten Jahrhunderts mit seinen kuriosen Familienmustern." (Die Welt )

Kurzbeschreibung

Von der Belle Epoque bis zum Fall der Berliner Mauer: der Autor erzählt die Geschichte einer Familie, deren dramatisches Schicksal zugleich die Geschichte des 20. Jahrhunderts widerspiegelt. Beschrieben aus der Sicht der Familienmitglieder, die durch ganz Europa ziehen und immer wieder in jene Villa über dem Fjord zurückkehren, als ob nur dort die Welt noch Bestand hätte.Erik Ulven und seine Frau gehören zur wohlhabenden Osloer Gesellschaft. Doch das Leben der Reichen beginnt Erik zu langweilen. So verschwindet er eines Tages, ohne Abschied, um anderswo sein Glück zu machen. In sieben Jahren durchquert er Europa, erleidet einen finanziellen Verlust nach dem anderen und lebt von dem Geld, das seine Frau ihm schickt. In der Zwischenzeit richtet diese die Zimmer des Hauses in der Art der Länder ein, die ihr Mann bereist.
In einem rasanten Erzähltempo zieht Bjoernstad den Leser mit durch das gesamte 20. Jahrhundert: Auch die Söhne, Töchter und Enkel der Familie verlassen, in den folgen Jahrzehnten, ihr Land, freiwillig oder unfreiwillig, und doch kehren fast alle in das Haus über dem Fjord zurück, das in Kriegs- und Nachkriegswirren auch Flüchtlinge aus aller Welt beherbergt und das sie "Villa Europa" nennen. Vor allem von den Frauen der Familie bewahrt, wird es mehr und mehr zum Schauplatz der Auseinandersetzungen zwischen den Generationen und den Geschlechtern. - "Das ist die Geschichte der Villa Europa: Manche versteckten sich. Manche warteten darauf, daß andere anriefen. Manche lebten einfach nur ihr Leben."

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kolportage 31. August 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Wer wie ich Ketil Björnstad als Autor und Musiker schätzt und bereits sein neues Buch sehnsüchtig erwartet, wird über diesen nachgeschobenen, bereits 1992 in Norwegen erschienenen umfangreichen Roman enttäuscht sein. Der Anspruch, eine kurze Geschichte Norwegens vom ausgehenden 19.Jh. bis in die Gegenwart anhand einer Familienchronik zu verfassen, konnte Björnstad nur mit Hilfe von Kolportage realisieren. Wie sympathisch einem die feministische Sicht auf die Geschichte auch sein mag - die Figuren sind doch sehr holzschnittartig gezeichnet, und zumindest was die Vergangenheit betrifft werden Handlungen und Charaktere eher behauptet als überzeugend beschrieben. Je näher Björnstad der Gegenwart kommt, desto besser wird er. Wie seine späteren Romane "Erlings Fall" und "Der Tanz des Lebens" beweisen, liegt ihm die sensible Gegenwartsdiagnose mehr als die Konstruktion von Kontinuitäten. Diese kann einem sogar auf die Nerven fallen, wenn sich das Helfersyndrom offenbar von einer Hausherrin auf die nächste vererbt und sich sogar noch auf die gleiche Weise ausdrückt. Beide haben zudem ihre Kinder per Vergewaltigung empfangen. Weniger wäre mehr gewesen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Roth
Format:Taschenbuch
Zunächst war ich von der „Villa Europa“ sehr begeistert. Die Entwicklungen der norwegischen, urbanen Gesellschaft werden über Jahrzehnte hinweg (soweit ich es beurteilen kann sehr treffend und lebendig) nachgezeichnet, so dass sich „Villa Europa“ wie eine fesselnde und unterhaltsame `Geschichte Norwegens` liest.

Auch die Erzählweise, die den Blickwinkel der Erzählung sozusagen wie einen Staffelstab, von Kapitel zu Kapitel an andere Personen (und somit Generationen) weitergibt, empfand ich als eine beeindruckende und frische Idee.

Leider wurde mir während der Lektüre nach und nach deutlich, dass Ketil Björnstads Roman (oder der Autor persönlich?) an einem merkwürdigen Phänomen krankt. Die „Villa Europa“ ist eine absurd-übertriebene feministisch motivierte Schwarz-Weiß-Zeichnung.

Kurz gesagt werden kapitelrauf und -runter idealistische, gut aussehende, intelligente, sensible, erfolgreiche -kurz: völlig hehre- Frauengestalten von männlichen, egozentrischen, geldgeilen, übergewichtigen Drecksschweinen vergewaltigt. Wahlweise können die Männer die Rolle des treudoofen Trottels und Schlappschwanzes übernehmen – nicht einer ist einfach „ok“.

Mich langweilt eine solche, vereinfachende Weltsicht. Ich kann es nicht deuten, was Herrn Björnstad zu einem derartig heftigen Feministen macht. Ist es eine übertriebene Political Correctness, die im liberalen Skandinavien vorherrscht? Oder hat Herr Björnstad seine besten Buchabsätze unter Frauen? Allerdings müssten diese auch arg einfach gestrickt sein, um diese Holzschnittartigkeit zu übersehen…

Ich gebe zu: man wird auf dem Klappentext vorgewarnt. Von „starken Frauen“ ist da die Rede. Da müssten die „Vorsicht-Brigitte-Literaturtipp-Warnglocken“ schon schrillen. Aber können nicht einfach -wie in (meiner) Wirklichkeit auch- Frauen und Männer gleichermaßen stark und/oder schwach sein?

Grundsätzlich ist dieser Roman ein schönes und stimmungsvolles Bild der Osloer Gesellschaft (und der Gesamteuropäischen), die Erzählidee ist großartig aber die „Colorierung“ der Personen ist etwas zu seicht.

Deshalb nur drei Sterne (zweieinhalb wäre mir lieber, ist aber nicht möglich)!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
"Das Geisterhaus" auf skandinavisch! Über drei Generationen verfolgen wir die Geschichte einer norwegischen Familie. Zu Beginn wird die reiche Erbin einer Villa von ihrem Mann verlassen, der sich auf eine ruhelose Reise quer durch Europa begibt. Er hält brieflichen Kontakt und die Briefe nähren ihre Phantasie. So richtet sie jeden Raum ihrer Villa ein, wie sie sich den derzeitigen Aufenthaltsort ihres geliebten Mannes vorstellt. In den Räumen der "Villa Europa" spielt sich dann fast ein ganzes Jahrhundert Familiengeschichte ab. Es sind vorallem die vielen liebevoll und detailreich gezeichneten starken Frauengestalten, die der Familie Richtung geben. Ein Familienroman von hohem Niveau, der seine Leser bestens unterhält.
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