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Von der Autorin, die in
Die Teufelin aus der Rache einer häßlichen Frau gräßliches Komödienfutter geschaffen hat, kommt nun der erste Roman, der einen langen -- und bissigen -- Blick auf die feministische Orthodoxie der letzten dreißig Jahren wirft, wie auch auf die Frauen, die sie annahmen, sie verbreiteten, und gelegentlich von ihr enttäuscht wurden. Indem sie geschickt die größte Besetzung dirigiert, die sie jemals hervorgebracht hat, beschreibt Fay Weldon die Gründung von Medusa Press durch eine lächerlich-glaubhafte Schar von britischen Feministinnen -- Stephanie, die Schöne; Alice, die Philosophin; Layla, die Ehrgeizige; Nancy, die Ordentliche, die Büroleiterin von Medusa wird; die blonde Daffy mit dem Fortpflanzungstrieb; Zoe, die Ehefrau und Mutter, die einen feministischen Klassiker schreibt und Selbstmord begeht -- das einzige Opfer der patriarchalischen Unterdrückung in diesem Roman. Alle anderen, Männer wie Frauen, sind eher die Opfer von Ideen, die mit Bedürfnissen nicht übereinstimmen, und von den unerbittlichen Ironien des großen Trugs der Zeit. Der Humor ist oftmals trocken -- er ist komisch, weil er der Wahrheit entspricht. Wer, außer Weldon, könnte sich erlauben zuzugeben, daß der ehrwürdige Feministinnenspruch "Eine Frau ohne Mann ist wie ein Fisch ohne Fahrrad" ein verwirrend undurchsichtiger Wahlspruch sei?
Es ist eine der größten Stärken -- und Reize -- von Vier starke Frauen, daß die Heldinnen der Siebziger die Mütter mittleren Alters der späten Neunziger werden. In den meisten feministischen Erzählungen werden Babys als Belastung oder als Verrat dargestellt und nicht als richtige Menschen. Hier sind sie wie im richtigen Leben tonangebend, Produkte ihrer Erziehung -- Menschen, mit denen man rechnen muß. Weldons Zwanzig- bis Dreißigjährige sind so liebevoll und beißend dargestellt wie ihre Über-Fünfzigjährigen und tragen viel zur cleveren Handlung bei. Falls Sie jemals die Absicht haben sollten, eine Mutter-Tochter-Buchgemeinschaft zu gründen, sollte Vier starke Frauen ihre erste Wahl sein. --Joyce Thompson
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Über den Autor
Fay Weldon, geboren 1933 in Alvechurch, Worcestershire, wuchs in Neuseeland auf, kehrte dann aber mit ihrer Mutter wieder nach England zurück. Sie arbeitete als Werbetexterin und studierte Psychologie und Wirtschaftswissenschaften. Mit dreißig veröffentlichte sie ihr erstes Buch. Die Autorin ist Mitglied der Royal Society of Literature.