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Geboren am 15. April 1920, also in einer traumatischen Phase der Weimarer Republik, wuchs der jüngste Sproß einer schon politisch geprägten Familie in behüteten Verhältnissen auf. Seit jeher war und blieb die Familie der "entscheidende Rückhalt und Segen im Leben" Richard von Weizsäckers. Um so schwerer traf es ihn, als in den ersten Tagen des Polenfeldzuges sein Bruder Heinrich nur wenige hundert Meter neben ihm fiel. Der Zweite Weltkrieg, bei dem er vom ersten bis zum letzten Tag als Soldat beteiligt war, stellte dann auch die entscheidende Zäsur in seinem Leben dar.
Sowohl als Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages als auch während der Zeit als Abgeordneter im Deutschen Bundestag vertrat er stets seine eigene Meinung, auch wenn ihm dies nicht nur Freunde einbrachte. Diese Grundhaltung prägte auch sein Amtsverständnis als Bundespräsident. Ob es um die Finanzierung der deutschen Einheit oder um die Kritik am Parteienwesen ging -- sich unabhängig von Bundestag und Bundesregierung zu äußern stellte den Kern seiner Amtsauffassung dar.
Bei diesem Hör-Buch, bestehend aus fünf CDs, stimmt die Balance aus persönlichem Erleben und Empfinden einerseits und zeitgeschichtlich Lehrreichem andererseits. Feinfühliger Humor, nuancenreiche, stilistisch ausgefeilte Sprache, die aber an Klarheit nichts vermissen läßt: All das, was seine Reden als Präsident so auszeichnete, findet sich auch in seinen Erinnerungen wieder und läßt diese zu einem Hörgenuß ganz besonderer Art werden. --Manfred Schwarzmeier -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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