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Vier Tage währt die Nacht
 
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Vier Tage währt die Nacht [Gebundene Ausgabe]

Dorothea S. Baltenstein
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 536 Seiten
  • Verlag: Eichborn (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821804564
  • ISBN-13: 978-3821804569
  • Größe und/oder Gewicht: 21,9 x 14,9 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 142.482 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Schottland, im Jahre des Herrn 1817. Jonathan Lloyd erhält von seinem alten Freund Sir Mortimer Pope eine Einladung nach Boroughmore Castle. Ein literarischer Wettstreit ist geplant; man will sich treffen wie einst die Shelleys sich mit Lord Byron in der Schweiz trafen, wo Mary Shelley die Inspiration zu Frankenstein hatte. Aber bereits in der ersten Nacht stürzt die Zugbrücke des Schlosses ein, was ein Todesopfer fordert. Unvermittelt eingesperrt müssen die Literaten erkennen, dass ein Mörder unter ihnen weilt, der einen nach dem anderen von ihnen tötet. Und plötzlich geht es nicht länger um die schönen Künste, sondern um das nackte Überleben...

Laut der arg kurzen Information des Klappentextes ist dieser Roman das einzige Werk der Autorin, die mit 30 starb, und muss irgendwann in den 20er-Jahren entstanden sein. Des Weiteren verspricht der Klappentext einen romantischen Schauerroman. Das ist nicht gelogen. Es fehlt kein einziges Element dieser Literaturgattung, die die Fundamente für den fantastischen Roman legte. Also heult der Sturm, während unsere aufrechten Helden in einer alten Burg nach Geheimgängen und einem Mörder suchen, der in einer so gebildeten Runde eigentlich undenkbar ist. Und damit keine Missverständnisse aufkommen, das ist durchaus mit dem gebührenden Ernst erzählt.

In einer Zeit, in der Thriller und Horrorromane noch immer größtenteils von Serienkillern und Realismus pur dominiert werden, sollte man annehmen, dass eine solche Geschichte hoffnungslos antiquiert, wenn nicht sogar albern wirkt. Aber das tut sie nicht. Zugegeben, der Leser sollte hier schon einen gewissen Sinn für derartige Hommagen mitbringen, um nicht enttäuscht zu werden. Doch die Autorin hat einen gelungenen Roman geschrieben, der anders als der übliche Historienkrimi ist und gerade durch seine altmodische Erzählweise gefällt und Spaß macht. --Andreas Decker

Kurzbeschreibung

Zehn Dichter treffen sich im Winter des Jahres 1817 auf einem schottischen Schloss, um einen Wettstreit auszutragen. Doch bereits die Schlossführung am ersten Abend verheißt nichts gutes. Als dann noch bei einem nächtlichen Unwetter die Zubrücke einstürzt, gibt es für die Poeten kein Entkommen mehr. Nach und nach fordert ein rätselhafter Mörder seine Opfer. Steckt hinter diesen sinnlosen Morden am Ende ein bestimmtes Muster?
Die Wiederentdeckung einer verlorenen Romantik des Schauerns
Wir schreiben das Jahr 1817. In der winterlichen Kälte der schottischen Hochebene ist Jonathan Lloyd unterwegs zum entlegenen Schloss seines väterlichen Freundes Sir Mortimer. Dieser hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: zu einem Wettstreit illustrer Poeten , hat er auf seinen Familiensitz geladen. Doch bereits am ersten Abend beschleichen Lloyd während der Führung durch das alte, von Geheimgängen und altertümlichen Einrichtungen zur Vertreibung einstiger Feinde durchzogene Gemäuer, düstere Vorahnungen. Als durch das Tosen des nächtlichen Sturms die Zugbrücke einstürzt und der Comte d'Appollinaire spurlos verschwindet, sehen sich Jonathan und die anderen Gäste Sir Mortimers unversehens eingeschlossen in den Mauern des Schlosses, während ein s krupelloser Mörder nach und nach seine Opfer fordert. Getrieben vom zarten Band der Liebe, das Jonathan zu der betörend schönen Nightingale hegt, fasziniert und gleichsam bis auf den Grund seiner Seele erschüttert von den tödlichen Anschlägen des unbekannten Mörders, sucht Jonathan diesem auf die Spur zu kommen. Und nach und nach entpuppt sich hinter der Maske scheinbar wahlloser Morde ein geniales Muster: als Jonathan schlagartig vor Augen tritt, dass hier Literatur im Spiel sein muss, beginnt ein atemloser Wettlauf mit der Zeit, um die wenigen, übriggebliebenen Menschenleben zu retten ...
Vier Tage währt die Nacht ist ein packendes Stück wiederentdeckter Schauerromantik, ein Roman, der ganz im klassischen Sinne des Burkschen "lustvollen Schauders" mit Phantasie und Gefühl spielt, die Wirklichkeit poetisiert und mit seinem Interesse am Übersinnlichen, das gleichsam nie konkret wird, schleichende Beunruhigung beim Le sen provoziert, unwillkürlich die Bilder eines Johann Heinrich Füssli oder William Blake vor dem inneren Auge entstehen lassen. Versteckte, offene und direkte Hinweise und Winkelzüge auf die zeitgenössische Literatur gibt es in diesem Roman zuhauf. Beispielsweise der kalte Winter 1817, der einen an jenen kalten Sommer des Jahres 1816 denken lässt, der das Stammpersonal der klassischen Schauerphantasien hervorbrachte: Frankenstein und den blutsaugenden Vampir, die ebenfalls aus einem Wettbewerb - hier im Geistergeschichtenschreiben - hervorgingen, den damals einer der berühmtesten Dichter Eurpas, George Gordon Lord Byron, im kleinen Kreis der Freunde in der von Gewittern umtobten Villa Diodati am Genfer See veranstalte ..

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Schauerromantik pur !, 24. August 2002
Von 
Reinhard Busse "reinhardlbusse" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Vier Tage währt die Nacht (Gebundene Ausgabe)
Welch eine Wiederentdeckung der Schauerromantik!
Wer sich für historische Schauerromane interessiert, für die schottischen Highlands und deren Schlösser, zudem Interesse hat an der zeitgenössischen phantastischen Literatur des 19. Jahrhunderts ( es grüßen: Lord Byron, Shelley, Stoker, Blake u.v.a. ) : der lese diesen Roman !!!
Zugegeben: Er liest sich nicht *nur so eben nebenher* - er erfordert Konzentration und Muße - nach 536 Seiten wird man aber ausgiebig dafür belohnt - die *Vier Tage währt die Nacht* vergißt man nicht so schnell !
=> Kaufen & Lesen !!!

Viele Grüße / Reinhard Busse

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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Atemberaubende Spannung - grosse Literatur, 27. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Vier Tage währt die Nacht (Gebundene Ausgabe)
Vor ca. fünf Stunden habe ich den Roman von D.S.Baltenstein beendet und nun lese ich im Internet und im Spiegel 52/2002, dass hinter dem Pseudonym ein Autorenkollektiv, bestehend aus einem Berliner Deutschlehrer und vier seiner ehemaligen Schülerinnen (mittlerweile Studentinnen) steht. 60 Verlage haben das Manuskript abgeleht (Zitat Michael Schmid), endlich hat es der Eichborn Verlag akzeptiert, unter der Voraussetzung, dass eine fiktive Autorin erfunden wird und nicht etwa "Lehrer mit seinen Schülern" steht. Das hätte das Buch bei einer breiten Masse wohl unverkäuflich gemacht... (oder ?!?).
Ich auf jeden Fall bin von dem Schmöker hellauf begeistert. Der Schreibstil ist relativ altmodisch, die Sprache manchmal etwas blumig. Verschiedene eingestreute lateinische Zitate heben den hohen Anspruch des Werks hervor. Es handelt sich dabei demzufolge nicht um eine leicht geniessbare Bettlektüre. Wer sich allerdings auf dieses Abenteuer einlässt, davon bin ich überzeugt, wird wie ich begeistert sein.
Die ersten 125 Seiten ziehen sich etwas schleppend dahin. Das alte Schloss im Schottischen Hochmoor nahe des ebenfalls legendenumwobenen Sees "Loch Ness" wird bis in alle Details mit akribischer - fast schon naturwissenschaftlicher - Genauigkeit beschrieben: vier Türme, einer davon eingestürzt, geheimnisvoller Brunnen, verschlungenen Geheimgänge, Weinkeller, Folterkammer und eine Kirche im Ostflügel... alles eben, was zu einem klassischen Schauerroman gehört. Und viele dieser Räumlichkeiten werden im weiteren Verlaufe der Geschichte auch eine wesentliche Rolle spielen...
Ab ca. Seite 130 überschlagen sich dann die Ereignisse. Aus der vermeintlichen Idylle zweier Handvoll Literaten entwickelt sich eine Tragödie sondergleichen. Ein Teilnehmer des Symposiums nach dem anderen wird gemeuchelt.
Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite, die anfängliche Langatmigkeit ist wie verflogen. Zwischen zwei der Teilnehmer entwickelt sich zudem eine zarte Liebesbande, die durch die schrecklichen Ereignisse auf eine harte Zerreissprobe gestellt wird.
Und was haben die Märchen der Gebrüder Grimm, namentlich "Der Froschkönig" und die "Frau Holle" mit den Vorkommnissen zu tun? Auf der Suche nach dem literarischen Muster für die Ungeheuerlichkeiten öffnen sich dem Ich-Erzähler immer weitere Abgründe, immer weiter wird der verdächtigte Täter-Kreis gezogen.
Bis 20 Seiten vor Schluss war ich hin- und hergerissen, wer denn nun der hinterhältige Mörder sein möge...
Mein Urteil: Absolut empfehlenswert. Ein literarisches Meisterwerk. Spannung und Unterhaltung pur.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen 10 kleine Schriftsteller, 21. März 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Vier Tage währt die Nacht (Gebundene Ausgabe)
Nach diesem Motto scheint die Geschichte in diesem Buch ihren Lauf zu nehmen. Doch ist es wirklich so? Lange ist man sich nicht im klaren darüber, was eigentlich in dem schottischen Schloß vor sich geht.
Das Buch als einfache Gute-Nacht-Kost zu empfehlen wäre ungerecht. Zum einen ist die Sprache bewußt altmodisch gewählt (schließlich beschreibt ein 'Ich'-Erzähler die Ereignisse im am Loch Ness Ende des 19. Jahrhunderts), zum anderen hat man spätestens ab Seite 150, wenn der Stimmungsaufbau abgeschlossen ist, Schwierigkeiten, das Buch aus der Hand zu legen. Die immer schneller voranschreitende Geschichte inclusive steigender Spannung findet nämlich erst kurz vor Ende ihren Höhepunkt mit der Entlarvung des/der Täter (man will ja nicht zuviel verraten *g*)
Insgesamt muß man den vier Schülerinnen/Studentinnen und ihrem Lehrer zu diesem gelungenen Erstlingswerk gratulieren, und es bleibt zu hoffen, mehr von der/dem einen oder anderen lesen zu können, das Talent haben sie alle.
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