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Vier Äpfel [Gebundene Ausgabe]

David Wagner
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

18. September 2009
Tiefkühlkost und Frauenhaar – ein Mann geht einkaufen, verirrt sich im Supermarkt und begegnet einer verlorenen Liebe. «Mit David Wagner ist einer der scharfsichtigsten Beobachter des Alltags wieder da.» Frankfurter Allgemeine Zeitung «The Proust-inspired West German stylist.» The New York Times

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 4 (18. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498073680
  • ISBN-13: 978-3498073688
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 230.335 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Mit David Wagner ist einer der scharfsinnigsten Beobachter des Alltags wieder da." (Frankfurter Allgemeine Zeitung) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

David Wagner, geboren 1971 in Andernach, veröffentlichte seit 2000 sein vielbeachtetes Romandebüt «Meine nachtblaue Hose», die Erzählungen «Was alles fehlt», zuletzt den Prosaband «Spricht das Kind». Er wurde u. a. mit dem Walter-Serner-Preis, dem Dedalus-Preis für Neue Literatur und dem Georg-K.-Glaser-Preis ausgezeichnet. David Wagner lebt in Berlin.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Der viel beachtete Debütroman "Meine nachtblaue Hose" handelte von einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte, die aus tausenden von Erinnerungswebfäden zusammengesetzt war. Jetzt hat David Wagner einen Roman geschrieben der nur einen Schauplatz hat, nämlich den Supermarkt. In diesem Buch erzählt er nicht mehr oder weniger als vom Besuch eines Supermarkts. Es gibt Bücher die entführen uns in weit entfernte exotische Welten und dann sind es andere Bücher die begeistern uns, weil sie sehr nah an unserem eigenen Alltag angesiedelt sind.
Es ist ein Roman über die traurige Schönheit der alltäglichen Dinge der in Anlehnung an die Proustsche Eigenart "Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen" mit dem Satz "Lange bin ich gar nicht gern in Supermärkte" gegangen beginnt. Ein schmales, leichtes
Buch, in dem der Autor auf nur 156 Seiten fein durchnummerierten Seiten, mit Blick auf die existenziellen Dinge des Lebens, unsere Wahrnehmungsweisen schärft und möglicherweise modifiziert.

Supermärkte sind die Museen der Moderne. Die Zeit der kleinen Tante Emma Läden ist endgültig vorbei. Der Ich-Erzähler, ein namenloser Mann, wandert irgendwo am Prenzlauer Berg durch einen Supermarkt. Er legt vier Äpfel auf die Waage und die wiegen zusammen genau 1000 Gramm. Er klebt das Etikett mit der Strichcodezeichnung auf die Tüte, schiebt den Einkaufswagen durch die Gänge einer von ihm bisher kaum wahrgenommenen Welt, wobei er darüber nachgrübelt, weshalb jeder Apfel genau 250 Gramm wiegt. Er lädt weitere Waren die er benötigt in den Einkaufswagen, und dann passiert das, was er im Moment als melancholischer Held am allerwenigsten gebrauchen kann. Ob Marmeladenglas, Nudelpackung, Pizza, Himbeeren, Fische oder Zahnpasta , alles führt bei dem Ich-Erzähler zu allerlei Assoziationen und philosophischen Gedankengängen, die ihn an L. erinnern, die Frau die ihn nach kurzer Ehe verlassen hat. Als Supermarktgespenst und Wiedergängerin" verfolgt sie ihn und lässt ihn auch hier nicht in Frieden. Man könnte vermuten, es ist vielleicht ein wenig prosaisch oder öde, das Gegenteil ist der Fall.

Leichtfüßig, mit erhellendem Humor erfährt man viel über die Produkte und so wird in einer gewagten Konstruktion das Konsumparadies zu einem hyperrealen Ort, eben zu einem Museum der Moderne und wie in einer Assoziationsmaschine schweifen die Gedanken des Ich-Erzählers auch immer wieder ab in die 70 er und 80 er Jahre, als man noch in kleineren Läden verführungsfrei andere Dinge kaufte und die Supermärkte noch in den Anfangsstadien waren. Wir verfolgen diesen Ich-Erzähler in seinem Gedankenstrom und diese ganze Warenwelt, der er sich gegenüber sieht, löst bei ihm immerzu die unterschiedlichsten Assoziationen, Verbindungen und Gedanken aus. Auf diese Weise lernen wir ihn mit seinen Marotten, Sehnsüchten, Erwartungen und natürlich auch Traurigkeiten kennen.

Nach der Lektüre dieses philosophisch unterlegten, teilweise nachdenklichen und deprimierenden Textes fragt man sich als aufmerksamer Leser, warum das Sujet "Supermarkt" in der Literatur bisher nicht vorkommt, ist es doch in unser heutigen Zeit eine Art Paralleluniversum in dem die Menschen und Produkte viel Reflexionsraum für die unterschiedlichsten Assoziationen liefern und ein idealer Ort an dem energisch Konsumkritik geübt werden könnte. "Vier Äpfel" erzählt von tieftraurigen Produkten, einer Liebe die nicht mehr Gegenwart, sondern Vergangenheit ist. Das alles ist sehr witzig und geistreich aufgeschrieben, wobei es eine Reihe ganz origineller Beispiele gibt, "Spinat zu Spinoza", "Warentrenner", "Himbeeren, die die Farbe von Küssen haben", "Weichspüler als Sozialindikator", "Verführerischer Duft am Bäckerstand" oder "Zahnpastatreue".

Schließlich wird in dem Buch so schön erzählt, wie Produkte aus der Warenwelt unsere Vorstellung von der Welt formen und dass wir als Konsumenten immer gern zu Produkten greifen, die schon immer Teil unserer eigenen Biografien gewesen sind. So fungieren die Produkte auch als Vehikel der Erinnerung, das heißt, wir haben es mit einem fortdauernden Marcel Proustschen "Madeleine Effekt" auf Warenebene zu tun. In diesem Kontext erzählt der Protagonist auch, wie er als Kind alles "Künstliche" viel besser fand als das "Natürliche".

Natürlich ist der Supermarkt darüber hinaus auch ein Ort der Begegnung und obwohl man weiß, dass man dort eigentlich noch nie einen Menschen kennengelernt hat, hegt man doch immer die vage Hoffnung dass es dort eines Tages zu einer entscheidenden Begegnung kommen könnte. Wichtig dabei, so Wagner, immer darauf achten welche Produkte wer im Einkaufswagen hat. Es ist die kapitalistische Warenwelt, von der der Autor letztendlich fasziniert ist.

Ich habe das atemlos durchgelesen, aber ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was treibt diesen Typ zu diesen kaleidoskopartigen Reflexionen?
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen FEDERLEICHT & WUNDERBAR 14. Dezember 2009
Von Valentino
Format:Gebundene Ausgabe
Ein federleichter Roman, ja Hubert Winkels hat recht. Seine Kritik in der ZEIT hatte ich gelesen und mir gleich dieses Buch besorgt, sofort gelesen, und ich bin, tja, begeistert.

David Wagner ist Archäologe und Archivist, Supermarkt-Ethnologe, Soziologe und ja, auch Theologe des Supermarkts.

Der Mann, den er durch den Supermarkt schickt, ist ein Zauderer, ein Flaneur, ein Beobachter: Ein Betrachter, der den Wahnsinn unserer Gegenwart auf den paar Quadratmetern eines Supermarkts sieht, zwischen Tiefkühlpizzen in Schneewitchensärgen und Damen-Feinstrumpfhosen.

Fazit: ein tolles Buch, das einem die Augen für die Gegenwart öffnet.
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ulysses im Supermarkt 29. September 2009
Von Marius TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
"Mit David Wagner ist einer der scharfsichtigsten Beobachter des Alltags wieder da" meint die FAZ - und sie hat absolut recht! Ein namenloser Mann mittleren Alters begibt sich auf eine exestenzielle Reise durch einen alltäglichen Supermarkt und findet zu sich selbst. In 144 (!) Kapiteln auf 159 Seiten, garniert mit 52 Fußnoten, lässt Wagner seinen Helden über das Konsumverhalten, die angebotenen Produkte und über seine ehemalige Geliebte reflektieren. Diese Gedanken beginnen zumeist mit einem angebotenen Produkt oder verkaufstechnischer Finessen, die dem lyrischen Ich Vorlagen für eigenes Philosophieren bieten.
Die Kapitel sind kurz, die Sprache einfach, die Gedanken lakonisch - und trotzdem fesselt das Buch durch seine Kürze und seine Präzision. David Wagner schafft es hervorragend, den Leser selbst über seinen Konsum nachdenken zu lassen und man wird unmittelbar durch die Geschichte angesprochen, denn fast jeder findet sich und seinen Supermarkt in der Geschichte wieder, da sie so universell geschrieben ist.

Noch nie ist eine Einkaufstour im Supermarkt wohl genauer und literarischer betrachtet worden als von David Wagner. Mit erzählerischer Akribie und Kapiteln, die auf den Punkt geschrieben sind, schafft er es, den Leser für sein Konsumverhalten und die Art, mit der er durchs Leben geht, zu sensibilisieren. David Wagner hat ein Werk geschaffen, das sich flüssig weglesen lässt und auch für Literaturmuffel einen formidablen Einstieg in deutsche Gegenwartsliteratur bieten kann:
Was James Joyce ein Tag in Dublin war, ist David Wagner sein Supermarkt - großartige Literatur!
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"Als ich mich umdrehe, sehe ich die Frau mit der braunen Strumpfhose nun vor dem Kartoffelpüree, und mir fällt auf, dass kaum eine der Personen, die hier Kunden... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Tagen von Timo Brandt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Interessant
... mal eine andere Sicht der Dinge zu bekommen. Regt zum nachdenken an. Vielleicht regt es an manches aus einer anderen Perspektive zu sehen
Vor 1 Monat von KerNe veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Über tieftraurige Tiefkühlpizzen
Als "scharfsichtigsten Beobachter des Alltags" bezeichnet die FAZ David Wagner und sie hat damit völlig Recht. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von capkirki veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen 1000 Gramm....
'Vier Äpfel' ist ein eigenartiger Roman. Auf der Rückseite steht nicht viel geschrieben und wenn man ihn aufklappt, sieht man kurze Kapitel. Und, mhm was ist das? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Juli 2010 von Franziska Huhnke
3.0 von 5 Sternen 160 Seiten Konsum
Viel passiert nicht an Handlung, aber man bekommt Informationen zu dem ersten Supermarkt, dem Fassungsvermögen eines Einkaufswagens oder der Herstellung einer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Juni 2010 von woodstock
5.0 von 5 Sternen Trivial oder tragisch?
Ist es nun eine triviale Geschichte oder eigentlich ein tragischer Liebesroman? Alles begann jedenfalls damit, dass der Ich-Erzähler im Supermarkt vier Äpfel auf die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. April 2010 von Ute Simon
4.0 von 5 Sternen Seltsam aber gut
So bizarr es klingt: Dieses Buch hat mich an "Herr der Ringe" erinnert. Wenn man nicht drauf wartet, dass auf der nächsten Seite was Spannendes passiert, wenn man die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Januar 2010 von Princessin
1.0 von 5 Sternen Wiederholung des ewig Gleichen
Nachdem ich mich sehr auf das Buch gefreut hatte, bin ich enttäuscht. Aus dem Thema hätte man viel machen können. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Dezember 2009 von Jimmy7
2.0 von 5 Sternen Das 1000 Gramm schwere Ereignis
Ein seltsames Buch, fürwahr. Da schreitet ein Mann durch einen Supermarkt und erklärt dem Leser (auch in Fußnoten! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Dezember 2009 von Bluesbrother
5.0 von 5 Sternen Einfach genial!!! Selbstfindung im Supermarkt
Kurz und bündig: Ich habe selten so ein zugleich unterhaltsames und tiefschürfendes Werk gelesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Dezember 2009 von Hans-Heinrich Koch
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