"Ich hasse lesen, aber dieses Buch konnte ich nicht weglegen."
"Wenn es jemals ein besseres Buch gegeben hat, würde ich das gern wissen."(Internet-Rezensionen)
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Produktinformation
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Neulich bin ich an ein Buch geraten, das von außen hübsch blau und recht interessant aussah, aber von dem ich noch nichts gehört hatte. Der Autor hatte einen komischen Namen...noch mehr gewundert hat mich, dass es von MTV verlegt war. Seit wann haben die denn was mit Literatur zu tun? Ich dachte, denen geht es nur um Popmusik und Kommerz? Das Buch habe ich trotzdem mitgenommen und noch am selben Abend zu lesen angefangen. Mit Popmusik hat es dann auch wirklich zu tun gehabt, der Erzähler Charlie hört "The Smiths" und "Nirvana" und nimmt für seinen besten Freund Patrick eine Cassette auf , die "Ein Winter" heisst - mit allen Liedern, die ihn glücklich und traurig machen und die für ihn etwas bedeuten. Am Anfang des Buches kommt er gerade auf die High School. Außerdem liest er viele Bücher, z.B. "Der Fänger im Roggen" und "Unterwegs", die ihm sein Englischlehrer Bill gibt, mit dem er auch irgendwie befreundet ist und der ihn für etwas ganz besonderes hält. Das ist er ja auch, das habe ich schnell gemerkt und deshalb konnte ich das Buch auch gar nicht mehr weglegen. Charlie liebt "Kühlschrankpoesie", die "Rocky Horror Picture Show", seine beste Freundin Sam (auch wenn sie ihm gesagt hat, er solle nicht "so" an sie denken) und den Anblick der Stadt, wenn man mit dem Auto aus dem Tunnel fährt und sie sich abrupt in der Ferne vor einem aufbaut. Manchmal trinkt er zuviel Wein oder nimmt Drogen, aber immer macht er sich viele Gedanken über das Leben und die Freundschaft. Einige Leute halten ihn für seltsam und für einen Spinner, und ab und zu denkt man das auch, aber nur für einen Moment. Denn wenn man genauer überlegt, merkt man, dass er eigentlich einfach nur der Freund ist, den man selbst gerne gehabt hätte, als man jung war und nicht wusste, welchen Platz man in der Welt hat. Gegen Ende hin wurde das Buch dann doch noch ziemlich traurig, weil etwas schlimmes aus Charlies Vergangenheit ans Licht kommt. Und weil Charlie sich ständig für alles entschuldigt und manchmal einfach weinen muss, obwohl ihn dann alle für noch verrückter halten, habe ich auch fast geweint, aber das Buch trotzdem bis zum Ende durchgelesen. In Gedanken lässt es mich aber immer noch nicht los. Ich glaube, ich kann so schnell gar kein anderes Buch mehr lesen, oder fällt Dir eins ein? Ich weiss nicht, warum alle immer so einen Rummel um Benjamin von Stuckrad-Barre oder um Christian Kracht machen, Du? Jetzt finde ich erst recht, dass sie zwar "Popstars", aber keine Literaten sind. Mit Stephen Chbosky jedenfalls können sie nicht mithalten.
Stephen Chbosky schrieb ein Buch, welches zur Pflichtlektüre jedes Jugendlichen gehören sollte und stellt genreähnliche Werke wie Benjamin Leberts "Crazy" in den Schatten. Man kann nicht widersprechen, wenn man im Klappentext liest: "Wenn es jemals ein besseres Buch gegeben hat, würde ich das gern wissen."
Fazit: Ein Buch für Jugendliche UND Erwachsene, die wissen wollen, was es heisst zu leben !
Um nochmal in kurzen Worten zu sagen worauf es hier in dieser Bewertung eigentlich ankommt:
Ich liebe dieses Buch!
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