Wen schlägt dieser wehmutsvolle Klagegesang nicht in den Bann? Lana Del Rey singt von einer Heldin, die alles gibt, aber so wenig zurückbekommt. Wie unglaublich nuanciert dies der 1986 geborenen Elizabeth Grant gelingt, wird einem erst richtig bewußt, wenn man die Aufnahme mit ihren eigenen Live-Darbietungen vergleicht. Es liegen Welten in der gesanglichen Qualität zwischen dieser Aufnahme bzw. dem offiziellen Video und ihren Live-Videos.
Lana Del Rey ist übrigens wegen ihres ausgeprägten Schmollmundes gefragt worden, ob ihre Lippen echt wären. Sie antwortete, daß sie halt "quite pouty" (schmollend) wäre. Wie dem auch sei, Del Reys Erscheinung paßt perfekt zu der im Lied erzählten Geschichte: Die Heldin, von der sie singt, hätte "ihm" zuliebe alles getan, also zweifellos sich auch die Lippen vergrößern lassen.
Diese Ballade fährt einen tiefer in die Vergangenheit als
Where Have All The Cowboys Gone? (Remastered Album Version), von Paula Cole. Während Coles Heldin nämlich noch selbstbewußt genug ist, gegenüber ihrem Cowboy die Bedingungen ihres Daseins auszuhandeln ("I will do the laundry if you pay all the bills") hat sich Del Reys Heldin rettungslos untergeordnet:
Swinging in the backyard
Pull up in your fast car
Whistling my name
Open up a beer
And you say get over here
And play a video game
I'm in his favorite sun dress
Watching me get undressed
Take that body downtown
I say you the bestest
Lean in for a big kiss
Put his favorite perfume on
Go play a video game
REFRAIN:
It's you, it's you, it's all for you
Everything I do
I tell you all the time
Heaven is a place on earth with you
Tell me all the things you want to do
I heard that you like the bad girls
Honey, is that true?
It's better than I ever even knew
They say that the world was built for two
Only worth living if somebody is loving you
Baby now you do
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