2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Vexille ist ok, 24. Dezember 2009
Die Story ist m.E. verständlich, logisch und zusammenhängend dargestellt. Da nimmt ein Typ Japan ein, macht aus Tokio ne Maschinenstadt, in der die Menschen langsam aber sicher zu Maschinen mutieren. Der Rest der Welt wundert sich, was da vor sich geht, weil aus Japan keine Infos mehr kommen, niemand einreisen darf und keiner mehr rauskommt. Das geht 10 Jahre gut, bis die Amis merken, dass da was nicht stimmen kann in dem Land und mit den Menschen. Denn die bekommen mittlerweile kuriose Liferungen per Schiff aus Japan. Also wird was unternommen. Die Spezialeinheit SWORD soll sich drum kümmern und Vexille schafft es tatsächlich in diese von Menschenmutanten verseuchte Stadt einzudringen. Wie es ausgeht, muss man sich selber anschauen, das wird an dieser Stelle nicht verraten.
Die Animation ist ok. Der Film reicht auf keinen Fall an bekannte Größen heran, allerdings gibt es auch so reichlich schöne Szenen, die spannend und gut animiert sind. Teilweise ist die Story etwas langatmig erzählt. Da hätte man schneller und kürzer vorgehen können.
Den Film kann man getrost gucken, es ist keine Zeitverschwendung und man hat auch was verpasst, wenn man ihn sich nicht anschaut.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Zeitverschwendung, 11. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Vexille (Metalpak Edition mit 3D-Card) [2 DVDs] (DVD)
Als ich vor geraumer Zeit die 2004er Neuauflage von Appleseed sah, war ich begeistert. Handlung und Darstellung waren gegenüber dem recht dürftigen Vorgänger deutlich verbessert. Von daher war ich sehr neugierig darauf, was den Machern nun mit Vexille gelungen wäre.
Die Enttäuschung folgte prompt. Ich weiß nicht, was manche hier an der Handlung lobenswert finden können. Eine japanische Firma betreibt verbotene Experimente und eine Sondereinheit namens SWORD wird gegen sie in Marsch gesetzt. Dummerweise liegt ganz Japan unter einem Tarnfeld, das Sicht, Radar und jeglichen physikalischen Sinn unterbindet. Vexille, Mitglied des Sonderkommandos, kommt als einzige davon, als ihr Team beim Versuch, Japan zu infiltrieren, scheitert. Sie wird von den letzten Einwohnern Tokyos (und damit ganz Japans, denn der Rest ist eine Wüste) aufgenommen und stürmt mit diesen den festungsartigen Sitz besagter Firma, um den Oberschurken - mal wieder ein durchgeknallter Wissenschaftler mit Allmachtsallüren - zu stürzen. Soweit die Handlung, viel ist das nicht. Zugegeben, es gibt genug gute Filme mit recht gradliniger Handlung und auch die abgegriffene Verwendung eines verrückten Wissenschaftlers als Oberschurken wäre in Ordnung, wenn die Umsetzung gefällig wäre. Positiv formuliert überlastet der Film den Betrachter nicht gerade mit Komplexität.
Betrachtet man Details, wird der müde Eindruck nur erhärtet, Tricktechnik wird allzu leicht ein Ersatz für fehlende Handlung. Ob man die Flucht eines hochrangigen Firmenvertreters betrachtet, der an einen Haltegriff an einer Flugzeugtragfläche springt, während die Tragfläche durch ein massives Gebäude bricht, oder ob man sich fragt, wieso hier schlechte Kopien von Sandwürmern des Wüstenplaneten herumtoben, allzu oft werden Trickeffekte scheinbar nur eingebaut, um Trickeffekte zu haben - egal, ob sinvoll oder nicht.
Na gut, die Handlung ist mager, aber was ist mit den Charakteren? Charaktere gibt es nicht! Es gibt animierte Abziehbilder ohne Tiefgang, die sich in platten Dialogen ergehen und derart dümmlich und vorhersagbar handeln, daß die Tagesschau dagegen zum oskarwürdigen Mystery-Thriller wird. Wenn die Videowoche von einem "Actionepos mit gut ausgearbeiteten Charakteren" spricht, habe ich wohl einen anderen Film gesehen...
Traurig ist auch, daß der Oberschurke und seine Festung praktisch jedes Klischee erfüllen, das Fieslinge und ihre Verliese in schlechten B-Movies seit Anbeginn der Zeit erfüllen müssen. Es beginnt mit den Sicherheitsanlagen der Festung - die zahlreichen Zugangstore zum Firmensitz, die sich auf drei Tunnel verteilen, schließen sich natürlich erst dann, wenn die "Helden" in Reichweite sind - hat beim Bau niemand daran gedacht, daß ein gleichzeitiges Schließen aller Tore im Gefahrenfall eine intelligente Lösung wäre? Und natürlich muß der Oberschurke der gefangenen Vexille erst noch den obligatorischen "wie ich die Weltherrschafft gewinne"-Vortrag halten. Mittlerweile sollte doch jeder Weltherrschaftsanwärter gelernt haben, daß man den gefangenen Helden sofort liquidiert, statt ihm durch ewiges Labern die Chance zur Rettung zu geben.
Und die Trickeffekte? Sie sind der Grund, warum ich überhaupt mehr als einen Stern vergebe, da ich den Computer als Werkzeug für den kreativen Einsatz sehr schätze. Aber besser als "ganz nett" würde ich sie auch nicht nennen. Die Personen sind hübsch gemacht, aber ihre kaum ausgeprägte Mimik und bisweilen unausgegorene Körpersprache sind definitiv kein Glanzstück - das konnte man schon im Final-Fantasy-Film vor Jahren besser sehen. Auch scheinen manchmal seltsame Stilvermischungen das Auge zu stören - die Blechwürmer sind bspw. in einem Stil gehalten, der sich mit der Darstellung der Menschen und ihrer Fahrzeuge beißt. Landschaften, Gebäude usw. sind schön gemacht und sorgen bisweilen für eine stimmungsvolle Kulisse. Auch die Action-Sequenzen sind durchweg sehenswert - aber auch hier gilt, sie sind gut, aber nicht bahnbrechend.
Alles in allem wäre meine Empfehlung: Wer mit diesem Film liebäugelt, sollte ihn sich vorher aus der Videothek ausleihen und ansehen. Wer danach immer noch begeistert ist, wird die Ausleihgebühr leicht verschmerzen können, alle anderen haben einiges an Geld gespart...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein