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Vexations
 
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Vexations

von Get Well Soon
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Produktinformation

  • Audio CD (22. Januar 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: City Slang (Universal)
  • ASIN: B002TKU234
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 3.392 in Musik (Die Bestseller Musik)

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Hörproben
Titel Länge Preis
Anhören  1. Nausea 3:13EUR 0,97
Anhören  2. Seneca's Silence 4:20EUR 0,97
Anhören  3. We Are Free 4:14EUR 0,97
Anhören  4. Red Nose Day 4:33EUR 0,97
Anhören  5. 5 Steps / 7 Swords 4:31EUR 0,97
Anhören  6. We Are Still... 1:04EUR 0,97
Anhören  7. A Voice In The Louvre 5:29EUR 0,97
Anhören  8. Werner Herzog Gets Shot 3:43EUR 0,97
Anhören  9. That Love 5:46EUR 0,97
Anhören10. Aureate! 4:32EUR 0,97
Anhören11. We Are Ghosts 4:17EUR 0,97
Anhören12. A Burial At Sea 6:32EUR 0,97
Anhören13. Angry Young Man 4:48EUR 0,97
Anhören14. We Are The Roman Empire 5:00EUR 0,97


Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es kommt nicht alle Tage vor, dass eine deutsche Gruppe gleich mit dem Debütalbum musikalisch hochwertige Kompositionsfertigkeit anbietet. Get Well Soon mit ihrem Hang zum orchestralen Pop bildeten da im Jahre 2008 eine Ausnahme. Nun präsentiert das Vehikel von Songwriter, Multiinstrumentalisten und Sänger Konstantin Gropper mit Vexations einen bis ins Detail ausgearbeiteten Nachfolger vor, der Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon in den Schatten stellt. Gropper, ein junger Oberschwabe mit Wohnsitz Berlin absolvierte Mannheimer Pop-Akademie, wurde am Cello ausgebildet und weiß eine ganze Menge von Musik.

Zufiel? Das Musikmagazin Spex warf ihm jedenfalls „Schlaumeiermusik“ oder „Designer Cleverness“ vor, was Konstantin in einem Interview mit Amazon. de trocken beantwortet: „Lustig, dass gerade DAS Magazin für Schlaumeiermusik und Designer Cleverness so was schreibt. Es trifft mich aber sehr. Ich habe viel geweint“. Aber deckelt all das Wissen und Können nicht die Spontanität? Dazu meint Gropper, „...das Spontanität in meiner Musik nicht die wichtigste Rolle spielt. Aber das ist ja eher eine künstlerische Entscheidung. In Improvisieren und Jammen sah ich nie meine Stärke, das hat bei mir nie zu einem guten Ergebnis geführt. Das Album entstand erst genau wie das erste auch. Es gibt eine Home-Recording Version mit einigem programmierten Instrumentarium. Diese Version haben die Musiker mit Noten erhalten. Ich bin zwar immer offen für Anregungen, die größte Veränderung fand im Studio allerdings schon in Sachen Raumklang und Dynamik statt, weniger im Arrangement“.

Auffällig an Vexations sind die sehr üppig ausstaffierten Arrangements, dass in den Songs eine Schwere liegt, die sich in den Texten fortsetzt. Wo nur kommt diese so ernsthafte Sicht auf die Dinge her? „Ich weiß nicht so recht“, antwortet der Get-Well-Soon-Mastermind, „das ist eigentlich keine Absicht. Wenn ich mich hinsetze und Songs schreibe, gelange ich oft schnell automatisch zu ernsteren Themen. Man sitzt da als Autor ja nur bedingt am eigenen Steuer. Beim Schreiben kommen dann eher die verborgenen Sachen zutage. Vielleicht kommt ja irgendwann noch das Ballermann-Album. Wer weiß“.

Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon entstand in einem halben Musikerleben, Vexations in nur zwei Monaten und trotzdem quillt es über vor Zitaten, Referenzen und Einflüssen. Wie konnte die in so kurzer Zeit verarbeitet werden? Gropper: „Es war einfach das Konzept des Albums mit Zitaten und Querbezügen zu arbeiten. Die größte Arbeit war die Stoffsammlung. Das Collagieren und Ausformulieren ging recht schnell. Ich glaube aber auch, dass sich einfach über längere Zeit schon relativ konkrete Ideen „angestaut“ hatten, die dann ziemlich schnell wieder präsent waren.

Amazon.de: Das Verwirrende an deinen Songs sind die stimmungsvollen Hochs und Tiefs, deine Gesang aber bleibt zumeist stoisch, fast kontrolliert. Zufall oder Konzept? Worauf Konstamtin Gropper antwortet: „Teils, teils. Ich würde sagen: Das ist einfach, wie ich singe. Ob das nun kontrolliert klingt, kann ich nicht beurteilen. Die Stimme ist bei mir eben nicht immer emotionales Zentrum der Songs, das können auch mal andere Parts übernehmen, und der Gesang kommentiert eher. Aber „verwirrend“ finde ich gut. Dann mach ich so weiter“.

Wer sich die Deluxe-Edition von Vexations zulegt, wird mit acht ganz besonderen Songs belohnt. „Your Teenage FBI” wurde für den Film Same Same But Different von Detlev Buck komponiert und listet als Gast Wallis Bird. „Busy Hope” wie „Good Friday” stammen von Palermo Shooting von Wim Wenders und „The World Needs A New...” aus dem Streifen Contact High. Weitere Soundtrackbeiträge sind das Stevie Wonder Cover „Harmour Love“ für Junebug sowie My Door” aus Der Entsorgte Vater von Douglas Wolfsperger. Abgerundet wird die Bonus-CD durch die Coverversion „La Chanson d'Hélène”, einst von Romy Schneider & Michel Piccoli gesungen und „I'm Deranged“ aus der Feder von David Bowie & Brian Eno kennen Cineasten aus Lost Highway vom Meisterregisseurs David Lynch. - Sven Niechziol

motor.de

Für sein erstes Album als Get Well Soon hat der inzwischen 25 Jahre junge Konstantin Gropper internationale Anerkennung geerntet. Nun veröffentlicht er das zweite Werk, das ja traditionell als schwierig gilt.
Ein Mädchen erzählt, beim Holz holen im Wald über eine seltsam geformte Wurzel gestolpert zu sein. Im Hintergrund zwitschern Vögel. Dann setzen die Geigen ein, die Musik beginnt. "Vexations", das zweite Album von Get Well Soon, startet mit einem kleinen Märchen, dessen Ende unbekannt bleibt. Konstantin Gropper hat sich für die Platte angeblich von der antiken Philosophie des Stoizismus inspirieren lassen und nennt den Philosoph Seneca seinen "geistigen Paten". Gropper scheint aber noch mehr inspirierende Lektüren unternommen zu haben. Das Album wimmelt von seltsamen Geschichten , es beginnt mit dem Holzmädchen und endet mit dem Untergang des Römischen Reiches.
Für sein Erstwerk "Rest Now Weary Head..." hat der Oberschwabe und Absolvent der Mannheimer Popakademie überschwängliche Kritiken geerntet, und das über Deutschland hinaus. Gropper spürte deshalb nach eigenem Bekunden eine große "Erwartungshaltung" für den Nachfolger. Er hat sich entschieden, es bei "Vexations" mit einer größeren Inszenierung als beim Debüt zu versuchen und lud sich unter anderem ein Streichquartett und echte Bläser ins Studio. Die echten akustischen Instrumente verleihen dem Sound des Albums viel Tiefe. Man kann sich schon an der reinen Klangopulenz von "Veaxtions" erfreuen.
Vor allem aber stimmt der Spannungsbogen von Groppers Songs. Er lässt sich Zeit, seine Musik zu entwickeln, ohne auf schnelle Effekte zu zielen. Diese Geduld zahlt sich aus, das zweite Werk von Get Well Soon ist alles andere als enttäuschend, trotz hoher Erwartungen. "Vexations" wird von seiner traurig-melancholischen Grundstimmung getragen, eine wunderbare spätherbstliche Trauerarbeit, bei der man viele schöne Kleinigkeiten entdecken kann.

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Definitiv keine "Unannehmlichkeiten"!, 21. Februar 2010
Von Schwalbenkönig - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
1. Durchlauf (immer noch mit der Euphorie vom Debütalbum im Ohr):
Die Ernüchterung. Das Intro, das der Soundtrack aus einem Tim Burton Film sein könnte, gibt anscheinend den Ton für den Rest an. Sehr geheimnisoll, sehr traurig und leider, musikalisch - nicht textlich, auch sehr langweilig. Anscheinend..

2. Durchlauf (2 Tage später, aber so schnell gebe ich nicht auf):
Das erste Mal Gänsehaut bei Song 4 - "Red Nose Day" - bekommen. Nur ein paar ruhige Akkorde, etwas orchestraler Hintergrund mitsamt Engelsstimme und ein tieftrauriger Gesang reichen für ein vollkommen intensives, kurzzeitiges Abdriften aus. Kurz darauf bleibt das ebenso eindringliche "Werner Herzog Gets Shot" hängen.

3. Durchlauf (unmittelbar danach):
Das Album kommt mir auf einmal doch nicht mehr so langweilig vor. Es gibt sogar ein paar schnellere Songs mit Hitqualitäten, die jetzt auf Dauerrotation laufen: "Seneca's Silence", "Angry Young Man" und "We are Ghosts".

4./5./Xter Durchlauf:
Konstantin Gropper hat hiermit wieder ein großartiges Gesamtpaket abgeliefert, das vielleicht ein wenig später zündet, dann aber richtig! Bis ins kleinste Detail perfekt arrangierte Musik zum Genießen und zum Träumen, die einen Tick schwermütiger und düsterer als noch auf "Rest Now Weary Head, You will.." ist, aber fast alle Erwartungen bei mir erfüllt hat. Einzig mit Song 9 & 14 kann ich einfach nichts anfangen. Da kann ich es noch so oft hören.

PS: Das kunstvolle Albumcover bekommt von mir jetzt schon den Titel: Cover des Jahres 2010!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein Kopfsprung in die Melancholie, 22. Januar 2010
"Get well soon" können mich auch mit ihrem zweiten Album begeistern. Die Songs auf "Vexations" sind im Vergleich zum Vorgänger etwas düsterer und vor allem melacholischer, um nicht zu sagen depressiv. Dennoch garantieren Songs wie "Aureate!", "A voice in the Louvre", "Angry young man" und "We are ghosts" Gänsehaut-garantierte Glücksgefühle. Das komplette Album verbreitet im Gesamteindruck eine erdrückende Atmosphäre und ist defintiv nicht für die eigene Party oder dem gemütlichen Beisammensein mit Freunden geeignet. Eher verbringt man seine Zeit mit "Vexations" mit einer langen Nachtfahrt über diverse Landstraßen weit ab von der Stadt, um in diesem Werk abtauchen zu können.

Das erste Album von "Get well soon" gefällt mir insgesamt zwar besser, aber dennoch kann man hier von einem durchaus würdigen Nachfolger sprechen. Wer also die Band nach "Rest now weary head you will get well soon" mochte, wird sie auch nach "Vexations" noch mögen. Nicht mehr und nicht weniger.

Fazit: Absolute Kaufempfehlung, solange man auch was mit dem Vorgänger anfangen konnte, denn wie auch bei diesem verbreiten die ausgekoppelten Singles nicht ganz die Intensität und die Atmosphäre, die das ganze Album als ganzes verstrahlt.

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11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Im Dickicht des Waldes, 12. Januar 2010
Von Norman Fleischer "nobono.de.vu" (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Zwar hat uns China mittlerweile als Exportweltmeister endgültig überholt, aber ein paar Dinge gibt es dann dennoch, auf die Germany zurückgreifen kann. Die guten deutschen Autos zum Beispiel auch das gute Bier natürlich. Musikalisch na ja, da hätten wir Tokio Hotel für die Teenies dieser Welt und Rammstein für ja, für wen eigentlich? Mir fallen dann noch Scooter ein und die guten alten Kraftwerk, aber dann wars das auch. Der Indie-Rock-Sektor lässt zu wünschen übrig nachdem The Notwist zusehens langweiliger werden, hält seit gut zwei Jahren ihr bayrischer Landmann Konstantin Gropper die nicht-unbedingt-schwarz/rot/goldene Fahne oben. Das Debüt Rest Now, Weary Head, You Will Get Well Soon war ein anständiger Erfolg und eine der besten Platten, die dieses Land in den letzten Jahren hervorgebracht haben. Das hat dann auch das europäische Ausland mitbekommen. Und nachdem er mit Get Well Soon ausgiebig durch alle möglichen Lande tourte und mit dem Schreiben von Filmmusik beschäftigt war, hatte man gar nicht vermutet, das Gropper so fix den Nachfolger einspielt. Doch der Mann ist ein Arbeitstier, denn Vexations wurde in Rekordzeit eingespielt und das Beste daran: man hört es dem Album nicht an!

Natürlich geht Gropper auf Nummer Sicher und lässt hier nichts anbrennen. Vexations geht den Weg des Debüts weiter und folgt, getreu dem Intro Nausea einem verwunschenen Pfad mitten hinein in eine kleine Fantasiewelt. In dieser entfaltet Gropper wieder einen hymnischen Indie-Pop, der voll Größe und Erhabenheit in der internationalen Liga spielt. Dabei schlägt er mit Get Well Soon deutlich düstere und melancholischere Klänge an, als noch auf Album Nummer Eins. Die Grundstimmung ist verzweifelter, in sich gekehrter und nachdenklicher. Sozusagen passt dieses Album noch besser als der Vorgänger in den verschneiten, düsteren Winter. Das Bild eines dunklen Waldes kommt einem in den Sinn, nicht nur wenn man das Video zur Single Angry Young Man vor Augen hat. Dazu gibt es wie immer jede Menge Streicher, Bläser und bei A Burial At Sea auch schon mal einen schicken Chor. Beerdigungspop mit hohem Unterhaltungswert. Dazu so unverschämt versteckte, aber doch offensichtliche Hits wie We Are Free oder das bittersüße Werner Herzog Get Shot (die Thematik Tod eines Volksschauspielers wurde ja bisher auch eher ungenügend in der Popmusik verbraten) und natürlich auch die tiefe Melancholie eines simplen Glanzlichtes wie That Love. Und selbst wenn da am Ende des Waldes ein Licht ist Gropper dreht sich einfach um und rennt noch mal in die andere Richtung. Das schöne an der ganzen Geschichte ist aber, das Vexations jetzt keine Suizidstimmung verbreitet, sondern in seiner Zelebrierung der Melancholie gerade zu etwas Erhebendes hat. Wie der Vorgänger schafft es auch dieses Album, Trost und Wärme zu schenken, die einem durch all die Dunkelheit und Verzweiflung dieser Welt helfen kann. So hinterlässt der Abschluss We Are The Roman Empire auch ein Gefühl der Hoffnung und Zuversicht beim Hörer. Produktionstechnisch legt Vexations noch mal einen Grad zu gegenüber dem Debüt. Man merkt, dass Gropper das Werk diesmal nicht in mühsamer Einzelarbeit zusammen gefrickelt hat, sondern dass da eine ganze Riege fähiger Musiker am Werk war. Und so hält Vexations das hohe Niveau des Vorgängers problemlos und bezaubert erneut mit wundervoll schwermütigen Klängen. Vielleicht hat dies nicht mehr den A-ha-Effekt des Debüts, aber daran sollte man sich eh nicht messen. Zwei Produkte, zweimal hervorragende Leistung da soll die Autoindustrie mal schauen, ob sie hier nachziehen kann.
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