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Die Verzeitlichung der Zeit. Grundtendenzen der modernen Zeitdebatte in Philosophie und Wissenschaft
 
 
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Die Verzeitlichung der Zeit. Grundtendenzen der modernen Zeitdebatte in Philosophie und Wissenschaft [Broschiert]

Mike Sandbothe
1.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 150 Seiten
  • Verlag: Wissenschaftliche Buchgesellschaft (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3534128079
  • ISBN-13: 978-3534128075
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 1.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.025.368 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Mike Sandbothe
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Von Zeiten

rox. Über «Zeit» nachdenken kann schwindelerregend sein. Mike Sandbothe, wissenschaftlicher Assistent für Philosophie in Magdeburg, hat mögliches Schwindelgefühl vermieden, indem er seiner zeittheoretischen Arbeit eine forsche, für keinerlei Zweifel anfällige Sprache verliehen hat. Es sei die disziplinenübergreifende Auseinandersetzung mit dem Zeitthema deswegen von besonderer Bedeutung, weil sich gegenwärtig eine «Pluralität heterogener Zeitkonzepte» feststellen lasse. Es seien zwei Entwicklungslinien festzustellen: die eine, die Tendenz zur Vereinheitlichung und Universalisierung unseres Zeitverständnisses, suche nach einem neuen «Archimedischen Punkt», der unsere alltägliche Selbst- und Welterfahrung mit jenen wissenschaftlichen Theorien vereinigt, die wir uns von Mensch und Natur machen. Die Verfechter der zweiten Tendenz könne man zu den Relativisten zählen, insofern sie vom Grundgedanken ausgingen, dass «Zeit» «ein Aspekt eines kulturell divergierenden Systems von praktischen und technischen Gewohnheiten» sei. Nun ja. Etwas fasslicher wird Sandbothes Zeitphilosophie dort, wo die Zeitkonzeptionen von Martin Heidegger und Ilya Prigogine zur Diskussion gelangen.

Kurzbeschreibung

Der Philosoph Martin Heidegger und der Chemophysiker Ilya Prigogine sind prominente Vertreter bahnbrechender Zeitkonzepte des 20. Jahrhunderts. Das Buch gibt eine Einführung in die aktuelle Zeitdebatte und führt vor Augen, wie sich deren Grundtendenzen miteinander vernetzen lassen.

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3.0 von 5 Sternen Als Einführung empfehlenswert, für die weitergehende Beschäftigung allerdings zu oberflächlich, 4. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Verzeitlichung der Zeit. Grundtendenzen der modernen Zeitdebatte in Philosophie und Wissenschaft (Broschiert)
Mit der Wahl des Themas "Zeit" nimmt sich Mike Sandbothe in seiner - nunmehr acht Jahre alten - Dissertation zweifellos einer Modefragestellung sowohl der gegenwärtigen Fachphilosophie als auch des interdisziplinären Diskurses an. Gerade in letzterer Hinsicht wird der Brückenschlag zwischen "Zeit" in den Naturwissenschaften und "Zeit" in der philosophischen Reflexion, die sich prominent an die Namen Bergson, Heidegger und Husserl knüpft, versucht. Jedoch bleibt unklar, inwiefern der Dialog hier tatsächlich zustandekommt: Denn zunächst verlegt sich Sandbothe im ersten Teil der Abhandlung auf eine in sich geschlossene Darstellung des naturwissenschaftlichen Zeitbegriffes, ansetzend bei Newtons Mechanik mit ihrem reversiblen Zeitpfeil, über die Irreversibilität der Zeit in der Thermodynamik bis zur zunehmenden Reflexion über Zeit auch in der Physik, namentlich in Selbstorganisationstheorien. Der Darstellung ist hier zugute zu halten, dass sie keine Vorkenntnisse voraussetzt, folglich auch dem - nicht selten die eigenen Fachgrenzen allzu heilig haltenden Philosophen - in jedem Fall verständlich bleibt. Jedoch hat die Bemühung um eine klare Sprache und Komplexitätsreduktion gleichfalls ihre Kehrseite: Sie kommt nicht über ein Kratzen an der Oberfläche der naturwissenschaftlicher Ergebnisse hinaus und stützt sich bei der Darlegung größtenteils auf die (populärwissenschaftlichen) Schriften Prigogines - an der fachlichen Fundiertheit und Tiefgründigkeit darf also begründet gezweifelt werden. Die Quellenbasis und der Fundus ausgewerteter Sekundärliteratur ist für eine Promotionsschrift doch vergleichsweise dünn und - dem Anschein nach - nicht in jeder Hinsicht dem Thema angemessen.

Recht lose steht zunächst neben diesem ersten Teil die Darlegung der Thematisierung von Zeit in der Philosophie: Sie geht von Kants Bestimmung der Zeit als apriorischer Anschauungsform aus, erläutert in knappen Passagen Bergsons Differenzierung von Zeit und Dauer, um schließlich Husserls "Phänomenologie des inneren Zeitbewusstseins" und Heideggers Zeitkonzeption in die Besprechung einzubeziehen. Auch hier gilt, was für den ersten Teil gesagt wurde: Sandbothe bleibt immer verständlich und in seinen Thesen nachvollziehbar, andererseits aber allzu knapp und wenig originell, sodass sich nach der Lektüre zumindest zwei Fragen stellen: Worin besteht der originäre Forschungsbeitrag dieser Schrift und wie genau lassen sich Vermittlungen und Brüche zwischen "Zeit" in Naturwissenschaft und Philosophie beschreiben? Denn auch in letzterem Punkt lässt die gedrungene Auswertung am Schluss vieles ungesagt und unproblematisiert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Oberflächlich und verzichtbar, 10. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Verzeitlichung der Zeit. Grundtendenzen der modernen Zeitdebatte in Philosophie und Wissenschaft (Broschiert)
Sandbothes "Die Verzeitlichung der Zeit" zeichnet sich dadurch aus, dass der Autor oberflächlich die behandelten Autoren überfliegt und sich seine Ausführungen nicht die Mühe einer genauen Beweisführung machen. Statt zu erklären, zitiert Sandbothe und leistet damit kaum mehr als ein Klappentext. Das Buch leistet keinen nennenswerten Beitrag zur Philosophie und gehört dem Genre des aufgeblähten Lexikonartikels an.
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1.0 von 5 Sternen zu wenig tiefe, 11. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Verzeitlichung der Zeit. Grundtendenzen der modernen Zeitdebatte in Philosophie und Wissenschaft (Broschiert)
für den preis hätte ich mir ein analytisch genaueres buch gewünscht, das an einzelnen beispielen in die tiefe geht, statt schnell drüberzubügeln. da der autor novh andere bücher zum thema geschrieben hat, hoffe ich, dass diese gelungener sind und nicht nur wiederholen, was hier geboten wird.
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