Ringos drittes Best of-Album nach "Blast from your Past" ('76) und "Starrstruck" ('89 auf Rhino) umfaßt die Jahre 1970-2005 und ist sinnigerweise nach Ringos größtem Hit Photograph (1973) benannt.
Der Schwerpunkt der CD liegt erwartungsgemäß auf Ringos beiden besten Alben, "RINGO" ('73) und "Goodnight Vienna" ('74). Die ersten 12 Titel umfassen denn auch die gesamte "Blast from your Past" zzgl. zweier Titel, die dem Album auch gut angestanden hätten, das flotte Snookeroo und der '74er Titelsong Goodnight Vienna. Abgesehen von seinen zahlreichen Live-Veröffentlichungen werden allerdings einige Alben überhaupt nicht berücksichtigt: "Sentimental Journey" (1969), "Ringo the 4th" ('77) und "Bad Boy" ('78) sowie "Old Wave" ('83) und "I wanna be Santa Claus" ('99), was bei einer Laufzeit von 68 Minuten doch etwas verwundert. Von "Time takes Time" ('92) vermisse ich den Klopfer Don't go where the Road don't go, und seine drei Studioalben "Vertical Man" ('98), "Ringo Rama" ('03) und "Choose Love" ('05) hätten vielleicht auch noch den einen oder anderen Titel abgeworfen.
Die letzten 8 Titel repräsentieren (abgesehen von den oben genannten) nur je einen Song aus Ringos Alben der übrigen 30 Jahre (1976-2005), und durch die chronologisch recht willkürliche Programmierung wird der Hörgenuss etwas getrübt. Immerhin ist mit Act naturally ein sehr seltenes Duett von 1989 mit Buck Owens zu hören (von dem die Beatles den Song '65 coverten).
Das Booklet ist sehr schön aufgemacht und enthält neben Abbildungen der Singlehüllen interessante Kommentare von Ringo zu Entstehung und Aufnahme der Songs sowie Besetzungsangaben, die ehrlich genug sind, zuzugeben, wenn man die Originalbesetzung nicht mehr ganz rekonstruieren kann, d.h. hier wurde wirklich recherchiert und nicht einfach vermutet.
Einen nicht unerheblichen Charme hat die CD natürlich nicht zuletzt deshalb, weil sie (wie bei Ringo üblich) neben einer beeindruckenden Vielzahl an namhaften Begleitmusikern durchgehend Beatles "atmet". Vor allem John Lennon und George Harrison sind als Komponisten und Mitmusiker dauerpräsent (Paul McCartney diesmal nur auf You're sixteen am Kazoo).
Unter Ausnutzung der vollen Laufzeit hätte die CD also etwas repräsentativer ausfallen können. Wirklich überzeugend ist jedoch, dass alle hier vertretenen Titel zum ersten Mal lang erwartet in so liebevollem Remastering erscheinen, dass ich mich wirklich auf die angekündigten Remasters weiterer Alben von Ringo freue.