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Verwundete Männer. Zu vaterloser Kultur und männlicher Identität in den westlichen Industriestaaten.
 
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Verwundete Männer. Zu vaterloser Kultur und männlicher Identität in den westlichen Industriestaaten. [Taschenbuch]

Detlef Ax
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 136 Seiten
  • Verlag: Ibidem Verlag; Auflage: 1. Aufl. (28. August 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898210413
  • ISBN-13: 978-3898210416
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 14,6 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.084.004 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Detlef Ax geht in seinem Werk von der These aus, daß wir in einer "vaterlosen Kultur" leben, das heißt, daß eine tendenzielle Vaterlosigkeit bzw. ein Mangel an Vaterfiguren bei der Erziehung und in den Erziehungseinrichtungen besteht (neben einem Männerüberhang in der Öffentlichkeit und der Berufsarbeit). Insbesondere für die Söhne und deren männliche Identität hat das weitreichende und fatale Auswirkungen. Diese Auswirkungen werden nach einem geschichtlichen Rückblick und der Darlegung der Gründe für diesen Zustand ausführlich und differenziert vorgestellt. Dabei kommt es nicht zu einer eindimensionalen Anklage an die Väter - im Gegenteil, mit viel Einfühlungsvermögen zeichnet der Autor nach, wie es gesamtgesellschaftlich soweit kommen konnte. Die Untersuchung von Detlef Ax ist allgemeinverständlich geschrieben, spannend zu lesen und hat zugleich sozialwissenschaftliches Niveau. Insbesondere nähert sich Detlef Ax dem Thema ohne ideologische Brille und gibt einen umfassenden Überblick. "Die Arbeit imponiert durch die Fülle der in ihr verarbeiteten Literatur und die systematische Zusammenstellung empirischer und theoretischer Ergebnisse zu einer engen 'Beweis'- bzw. Belegkette. Man spürt, daß sie engagiert und von der Sache überzeugt geschrieben wurde." (Prof. Dr. Jürgen Blandow, Bremen) "Der geschlechterwissenschaftliche Blick hat sich in den neunziger Jahren zwar nicht überwiegend, aber doch durchaus erheblich von den Frauen auf die Männer verschoben. Dabei werden diese nicht mehr so sehr als repressive Patriarchen Stein des Anstoßes, sondern geben als schwächelnde Väter eher Anlaß zur Sorge. Detlef Ax hat diese Sorge in einer informationsreichen Arbeit auch zu seiner eigenen gemacht. Der Text ist mit sozialpädagogischem Eros geschrieben." (Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn, Bremen)

Der Autor über sein Buch

Zu Geschichte,Gruenden u.Auswirkungen von vaterloser Kultur
Es besteht eine tendenzielle Vaterlosigkeit bei der Erziehung und in den Erziehungseinrichtungen. Fuer die Soehne hat dies weitreichende und fatale Auswirkungen. Das Werk gibt einen umfassenden Ueberblick, ist allgemeinverstaendlich und ohne ideologische Brille geschrieben, spannend zu lesen und hat zugleich sozialwissenschaftliches Niveau.

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Der Titel "Verwundete Männer" ist zunächst etwas irreführend, da die "Verwundungen", die Männer in westlichen Industriegesellschaften "erleiden", nur am Rande erörtert werden. Wie der Untertitel verdeutlicht, geht es um die "vaterlose" Kultur, wobei der Autor sehr intensiv die psychologische und soziale Vaterlosigkeit analysiert. Besonders beeindruckend ist, dass Detlef Ax bereits im Einleitungskapitel den Mythos vom "überflüssigen" Vater entlarvt. Dabei erteilt er radikal-feministischen Theorien wie beispielsweise Anita Heiligers "Alleinerziehen als Befreiung" eine ebenso klare Absage wie der unverständlicherweise hochgelobten Theorie von der "hegemonialen Männlichkeit"(Robert Connell). Detlef Ax faßt die umfangreiche Literatur zu Ursachen und Folgen von Vaterlosigkeit gut zusammen und liefert auf diese Weise einen gut lesbaren Text zu einem komplexen Thema. Dabei knüpft er an klassische Texte wie Mitscherlichs "Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft" an und interpretiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlichen Tendenzen.
Es wäre gut gewesen, wenn die Endfassung des Buches überarbeitet worden wäre. Leider sind einige Quellen nicht ganz klar, ferner verwirren die zahlreichen Angaben zu Gliederunspunkten im Text. Dennoch: Das Buch sollte Pflichtlektüre für angehende Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen sein.
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